Eine aktuelle Studie von Prof. Akos Rona-Tas (University of California, San Diego) und Dr. Stefanie Hiß (Universität Bamberg)
In den USA ist der so genannte FICO®-Score eines Verbrauchers der wichtigste und oft auch der einzige Maßstab für Kreditwürdigkeit.
Seit einigen Jahren gibt es in den USA unzählige Internetseiten, wie der eigene Score verbessert werden kann. Die Seiten bieten Scoresimulationen an, bei denen Verbraucher „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen können, um herauszufinden, wie Veränderungen der eigenen Kredithistorie ihren Scorewert beeinflussen können.
Es entstand eine ganze Branche und berät Menschen dabei, wie sie ihre Scores verbessern können – unabhängig davon, ob dies ihre tatsächliche Kreditwürdigkeit verbessert. „Scoremanipulationen“ wurden dadurch in großem Umfang möglich.
In Deutschland ist die Situation noch anders. Details in der Zusammensetzung und Aufbereitung von Scorewerten sind noch nicht öffentlich bekannt. Das verringert die Gefahr, dass das Scoresystem überlistet wird.
