Häufige Fragen
Wir wollen, dass Sie informiert sind.
Das Prinzip des Scorings ist nicht neu. Die Wurzeln liegen in den USA und gehen bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Ende der 50er Jahre wurde das erste elektronische Scoring-System entwickelt. In Europa hat das Thema Scoring in den 70er Jahren Einzug gehalten.
Bei der SCHUFA beschäftigen sich seit Anfang der 1990er Jahre Mathematiker und Statistiker intensiv mit dem Thema Scoring. Von der Zuverlässigkeit des SCHUFA-Score-Verfahrens hat sich die für uns zuständige Aufsichtsbehörde überzeugt. Unser Verfahren wird zudem regelmäßig von Universitäten und unabhängigen Fachinstituten (z. B. dem Statistischen Beratungslabor des Institutes für Statistik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München) überprüft und für aussagekräftig befunden.
Sie möchten mehr über das Thema erfahren? Weitere Informationen haben wir für Sie in Form von Fragen und Antworten zusammen gestellt.
Allgemeine Informationen zum Thema Scoring
Scoring bei der SCHUFA
Der SCHUFA Basisscore
Die SCHUFA-Branchenscores für Vertragspartner der SCHUFA
Allgemeine Informationen zum Thema Scoring
Was ist Scoring?
Der Begriff „Scoring“ stammt aus dem Englischen und bedeutet rechnen, einstufen, zählen, „Punkte machen“. Als Scoring werden häufig systematische Verfahren bezeichnet, mit denen Wahrscheinlichkeiten für zukünftige Ereignisse berechnet und Entscheidungen unterstützt werden können. Solche Verfahren spielen in vielen alltäglichen Bereichen wie z. B. der Medizin, bei Wetterprognosen, bei Suchmaschinen und im Kreditgeschäft eine Rolle. Anhand solcher mathematisch-statistischer Verfahren wird beispielsweise die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen vertragsgemäß nachkommen wird.
Zu welchem Zweck werden Scoring-Verfahren eingesetzt?
Ein bekanntes Beispiel für Scoring ist die KFZ-Versicherung. Die Berechnung der Versicherungsprämie, die jeder Autofahrer zahlen muss, berücksichtigt eine ganze Reihe von Faktoren. Zum Beispiel muss ein 18-jähriger Fahranfänger eine höhere Prämie zahlen, als ein älterer und erfahrener Autofahrer, denn rein statistisch gesehen, ist das Risiko eines Versicherungsfalls bei Fahranfängern größer. Da nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann, ob eine Person in der Zukunft unfallfrei fährt oder nicht, werden mit Scoring-Verfahren Wahrscheinlichkeiten berechnet, die auf Erfahrungen aus der Vergangenheit beruhen.
In der Medizin spielen Scoring-Verfahren beispielsweise eine Rolle, wenn es um die Einschätzung eines Herzinfarktrisikos geht. Umfassende Datenerhebungen und Analysen haben zu wichtigen Erkenntnissen geführt, die es ermöglichen, gesundheitliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
In der Automobilbranche bewerten Hersteller die Zuverlässigkeit von Zulieferern, da der Ausfall eines Partners einen hohen wirtschaftlichen Schaden mit sich bringen kann.
Banken setzen Scoring-Verfahren ein, um z. B. eine Aussage über die statistische Wahrscheinlichkeit zu berechnen, mit der eine Kunde seinen Kredit termingerecht zurückzahlt.
Warum werden Scoring-Verfahren eingesetzt?
Im Interesse ihrer Kunden und auch im eigenen Interesse wollen Unternehmen die Wünsche ihrer Kunden schnell und kostengünstig bearbeiten sowie objektive und zuverlässige Entscheidungen treffen. Dies gilt sowohl bei der Vergabe von Bankkrediten, als auch bei der Einräumung von Ratenzahlungen oder Zahlungszielen. An dieser Stelle kommen häufig Scoring-Systeme zum Einsatz, die berechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit Geschäfte vertragsgemäß erfüllt werden, also Kredite termingerecht zurückgezahlt oder Rechnungen vertragsgemäß beglichen werden.
Ist Scoring nicht unzulässig?
Nein, denn Scoring-Verfahren sind auch durch das neue Bundesdatenschutzgesetz unter zwei Vorraussetzungen ausdrücklich legitimiert worden:
1. Es müssen für die jeweilige Berechnung relevante Daten verwendet werden (mittlerweile sind sogar Anschriftendaten unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt).
2. Die Berechnung muss mittels eines wissenschaftlich anerkannten mathematisch-statistischen Verfahrens durchgeführt werden.
Beide Voraussetzungen erfüllt die SCHUFA nachgewiesenermaßen! Wir verzichten sogar standardmäßig auf die Verwendung von Anschriftendaten und nutzen in unseren Standardscores nur kreditrelevante personenbezogene Informationen.
Warum werden durch Scoring mehr Vertragsabschlüsse auf Kreditbasis getätigt?
Insgesamt kommt es durch den Einsatz von Scoring-Verfahren zu einer höheren Annahmequote und weniger Ablehnungen von Kreditanträgen. Mit den zusätzlichen Informationen durch die Prognosen von Scoring-Verfahren können z. B. auch Kredite vergeben werden, die ohne Scoring als zu riskant eingestuft und nicht vergeben worden wären. Vorher galt häufig: Im Zweifel eher Nein!
Werden Kreditentscheidungen zukünftig nur noch durch Scoring getroffen?
Scoring ist eine wichtige Entscheidungshilfe, aber nicht allein ausschlaggebend dafür, ob und zu welchen Bedingungen ein Unternehmen einen Vertrag mit einem Kunden abschließt. Wenn sich z.B. eine Bank dennoch dazu entscheidet die Kreditvergabe ausschließlich vom Scoring-Ergebnis abhängig zu machen, wird der Kunde darauf hingewiesen. Wenn der Kreditantrag abgelehnt wird oder die Kreditentscheidung nicht nachvollziehbar ist, kann der Kunde sich auf Wunsch die Gründe hierfür von seiner Bank erläutern lassen. Damit hat er auch die Möglichkeit, Fragen zur Kreditvergabe und zu den hierbei verwendeten Daten zu seiner Person zu stellen.
SCHUFA und Scoring
Anhand welcher Daten berechnet die SCHUFA Wahrscheinlichkeiten?
Scorewerte, die wir zu Verbrauchern berechnen, basieren auf den zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten, die Sie in Ihrer Eigenauskunft sehen. Zu den gespeicherten Informationen zählen z.B. die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Informationen darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben.
Ein wichtiger Hinweis: Wir haben keine Informationen zu Ihrer Nationalität, Ihrem Beruf, Ihrem Einkommen, Ihrem Familienstand oder darüber, in welcher Wohngegend Sie leben. Diese Daten fließen daher auch nicht in unsere Scores ein.
Bestimmte Informationen werden bei der SCHUFA generell weder gespeichert noch bei der Berechnung von Scores berücksichtigt, z.B.: Angaben zur Staatsangehörigkeit oder besonders sensible Daten nach § 3 Abs. 9 BDSG (z.B. ethnische Herkunft oder Angaben zu politischen oder religiösen Einstellungen). # Auch die Geltendmachung von Rechten nach dem Bundesdatenschutzgesetz, also z. B. wenn Sie bei der SCHUFA Einblick in die über Sie gespeicherten Informationen nehmen, hat keinen Einfluss auf Ihre Scorewerte.
Fließen Daten zur Wohngegend (Regio- oder Geodaten) in die Berechnung von SCHUFA-Scores mit ein?
In SCHUFA-Scores gehen standardmäßig keine Daten dazu ein, ob es sich um eine „gute“ oder „weniger gute“ Wohngegend handelt. Informationen z. B. zu Wohnvierteln mit Hinweisen auf Nationalitäten, Alter der Bewohner, Anteil von Familien oder ähnliche soziodemografische Daten werden von uns nicht erfasst und fließen auch nicht in unsere Scores ein. Dies wird fälschlicherweise in der Öffentlichkeit manchmal so dargestellt, weil andere Unternehmen Informationen dieser Art zur Scoreberechnung verwenden.
Die SCHUFA ist aufgrund ihrer umfassenden Datenbasis (positive und negative Informationen) die einzige Auskunftei, die standardmäßig mit personenbezogenen und kreditrelevanten Informationen Scores berechnen kann und auf die Nutzung von Anschriftendaten verzichtet. SCHUFA-Standardscores für Verbraucher basieren ausschließlich auf den Informationen, die Sie auch in Ihrer SCHUFA-Auskunft sehen können.
Auf Wunsch von Vertragspartnern können in individuellen Lösungen aber auch Anschriftendaten enthalten sein. Die Verwendung solcher Informationen ist mit gewissen Einschränkungen (z. B. Information und deren Dokumentation) durch die Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes zum 01. April 2010 ausdrücklich erlaubt worden. Sie können insbesondere dann hilfreich sein, wenn wenige oder keine weiteren personenbezogenen Daten vorliegen.
Warum gibt es zu einer Person mehrere Scorewerte?
Die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand einen Kredit zur Finanzierung eines Hauses zurückzahlen wird kann zu einem anderen Scoreergebnis führen als die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Rechnung nach einer Bestellung im Versandhandel termingerecht bezahlt wird. Aus diesem Grund haben wir mehrere branchenspezifische Scoremodelle entwickelt. Außerdem beauftragen uns immer mehr Unternehmen damit, individuelle Scoring- Lösungen für ihr Haus zu entwickeln, die wiederum zu individuellen Scoreergebnissen führen oder Unternehmen setzen eigene Verfahren ein.
Da zu einer Person unterschiedliche Scorewerte berechnet werden können, stellen wir einen zentralen Orientierungswert zur Verfügung - den SCHUFA-Basisscore.
Ist ein Scorewert veränderlich?
Scorewerte können sich verbessern oder verschlechtern, denn die Daten, die über Sie bei der SCHUFA gespeichert sind, können sich verändern: Neue Informationen können hinzu kommen, andere Daten aufgrund von Speicherfristen gelöscht werden. Außerdem ändern sich Daten im Zeitverlauf (z. B. bestehen Geschäftsbeziehungen seit immer längerer Zeit).
Ein zweiter Grund für Veränderungen ist: Unsere Berechnungsmodelle werden kontinuierlich darauf hin überprüft, ob sie sichere Prognosen liefern. Falls es erforderlich ist, werden sie angepasst und können dann auch zu anderen Ergebnissen führen.
Bekommen alle Unternehmen, die mit der SCHUFA zusammenarbeiten, eine Score-Berechnung?
Nein. Unsere Vertragspartner können frei entscheiden, ob sie SCHUFA-Auskünfte mit oder ohne Scorewert erhalten möchten. Tendenziell bevorzugen unsere Vertragspartner aufgrund der guten Erfahrungswerte jedoch Auskünfte mit Scorewert-Angaben.
Führen SCHUFA-Scores zu einer Annahme/Ablehnung meines Vertragswunsches?
- Grundsätzlich gilt: Ein Scorewert ist eine Entscheidungshilfe, aber nicht allein ausschlaggebend dafür, ob und zu welchen Bedingungen ein Unternehmen einen Vertrag mit einem Kunden abschließt.
- In die Entscheidung eines Unternehmens fließen neben SCHUFA-Informationen weitere Daten ein. Bei der Vergabe eines Bankkredites sind dies beispielsweise Informationen zum Einkommen, zum Beruf oder zur Vermögenslage.
- Immer mehr Unternehmen setzen heute eigene Scoring-Systeme ein. In diese Systeme können Informationen der SCHUFA oder anderer externer Quellen eingehen, aber auch Angaben, die der Kunde zu seiner Person macht.
- Jedes Unternehmen hat eine individuelle Richtlinie, die festlegt, unter welchen Voraussetzungen und zu welchen Bedingungen ein Vertragsabschluss erfolgt.
SCHUFA-Vertragspartner, die einen Scorewert zu Ihrer Person wünschen, erhalten diesen übrigens immer in Verbindung mit einer SCHUFA-Auskunft. Wir liefern unseren Vertragspartnern objektive Informationen, aber keine Werturteile. Durch die Weitergabe dieser Informationen unterstützen wir Entscheidungen, getroffen werden sie allerdings von unseren Vertragspartnern.
Wie kann ich meine Scorewerte verbessern?
Einzelne Informationen haben für sich alleine betrachtet keine oder nur eine sehr eingeschränkte Aussagekraft. Statistisch relevant sind insbesondere Abhängigkeiten einzelner Daten untereinander. Scorewerte können daher kaum an einzelnen Merkmalen festgemacht werden. Grundsätzlich können Sie jedoch folgendes tun, damit Unternehmen Vertrauen in Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit haben:
- Die Gesamtsumme aller finanziellen Verpflichtungen sollte stets im Überblick behalten werden und in einem angemessenen Verhältnis zu den Einkünften oder dem Vermögen stehen.
- Bestehende (Kredit-)Verpflichtungen sollten immer vertragsgemäß erfüllt und fristgemäß beglichen werden.
- Falls eine Rechnung oder Ratenzahlung nicht vertragsgemäß gezahlt wurde, sollte dies schnellstmöglich nachgeholt werden.
- Kreditlinien sollten nicht überzogen werden.
Ich habe doch bisher immer alles bezahlt. Warum habe ich keine 100%?
Score-Berechnungen geben zwar aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit eine Prognose für die Zukunft ab, aber das bisherige Zahlungsverhalten lässt sich nicht eins zu eins in die Zukunft übertragen. Auch wenn in der Vergangenheit immer ein vertragsgemäßes Verhalten vorlag, kann es statistisch gesehen sein, dass es in der Zukunft zu Zahlungsstörungen kommen kann - denn eine 100%ige Garantie, dass jemand seine Rechnungen bezahlt, gibt es nicht.
Daher werden die bei der SCHUFA zu einer Person gespeicherten Daten in komplexen mathematisch-statistischen Verfahren ausgewertet, um die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, mit der diese Person auch zukünftig ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen wird. Mit dem darin ausgewiesenen Risiko unterstellt die SCHUFA einzelnen Personen nicht unbedingt eine Zahlungsunwilligkeit, aber es kann im Leben immer Situationen geben, welche die Rückzahlungsfähigkeit beeinträchtigen oder sogar zu einer Zahlungsunfähigkeit führen könnten.
Warum legt die SCHUFA ihr Score-Modell nicht offen?
Die Auswahl und Gewichtung der einzelnen Merkmale unserer Score-Berechnungen beruhen auf anerkannten und bewährten Verfahren und sind das Ergebnis langjähriger Erfahrung. Außerdem wird die Aussagekraft der Prognosen permanent überprüft und durch die Verwendung bei unseren Vertragspartnern in der Realität bestätigt. Wir bitten um Verständnis, dass wir diese nicht veröffentlichen können, da sie die Grundlage unseres Geschäftes bedeuten und wir auch insoweit im Wettbewerb zu anderen Anbietern stehen.
Das SCHUFA Score-Verfahren wird regelmäßig von Universitäten und unabhängigen Fachinstituten (z. B. dem Statistisches Beratungslabor des Institutes für Statistik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München) überprüft und für aussagekräftig befunden.
Was kann ich tun, damit die SCHUFA keine Score-Werte zu meiner Person berechnet und damit auch nicht an ihre Vertragspartner weitergibt?
Sie haben generell die Möglichkeit, die Berechnung von SCHUFA-Scores für Sie auszuschließen. Dadurch entstehen Ihnen selbstverständlich keine Kosten. Bitte wenden Sie sich dazu schriftlich an unsere Verbraucherservicestelle in Köln:
SCHUFA Holding AG
Verbraucherservicestelle Köln
Bonner Str. 205 - 207
50968 Köln
Bitte beachten Sie, dass aber unter Umständen Vertragsabschlüsse für Sie in Zukunft dann nicht mehr so einfach, schnell und unkompliziert möglich sein könnten. Außerdem erhalten Sie dann auch keinen Basisscore mehr angezeigt.
Warum unterscheidet sich der Score-Wert (oder die Risikoquote) den mir die Bank genannt hat von dem Branchenscore, den ich von der SCHUFA erhalten habe?
Dafür kann es mehrere Gründe geben:
- Unternehmen können eigene Scoring-Modelle im Einsatz haben, in die eigene Daten sowie eventuell auch SCHUFA-Informationen und Informationen aus anderen externen Quellen einfließen.
- Das Unternehmen ist eventuell kein Vertragspartner der SCHUFA und nutzt Scoring-Verfahren eines anderen Anbieters.
- Bei der Score-Berechnung handelt es sich immer um eine Momentaufnahme, da neue Daten hinzukommen und andere aufgrund der Speicherfristen entfallen können. Daher haben sich Ihre Scorewerte eventuell bereits weiterentwickelt.
Hat die Bestellung einer Eigenauskunft Einfluss auf die Score-Berechnung?
Nein, wenn Sie eine SCHUFA-Auskunft für Verbraucher bestellen wird dies bei der Berechnung sowohl des Basisscores wie auch der SCHUFA-Branchenscores nicht berücksichtigt. Sie kann also auch nicht zu einer Veränderung des Scores führen.
Der SCHUFA Basisscore
Was ist der SCHUFA Basisscore?
Der SCHUFA-Basisscore ist ein von Branchen, Unternehmen und speziellen Geschäften unabhängiger Orientierungswert, der anders als die Branchenscores stichtagsbezogen berechnet und im Datenbestand gespeichert wird. Er wird jedem Verbraucher seit April 2007
- direkt und ohne Extra-Bestellung,
- ohne zusätzliche Kosten,
- im Rahmen der SCHUFA-Auskunft für Verbraucher
zur Verfügung gestellt. Er wird alle drei Monate anhand moderner mathematisch-statistischer Verfahren neu berechnet und basiert auf den zu einer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten, die Sie in Ihrer SCHUFA-Auskunft für Verbraucher sehen können.
Der Basisscore wird als Erfüllungswahrscheinlichkeit in Form eines Prozentwertes dargestellt. Der höchste und gleichzeitig beste Wert wäre daher theoretisch 100 Prozent.
Unsere Vertragspartner erhalten zur Unterstützung ihrer Geschäftsentscheidungen in der Regel spezielle branchenspezifische oder individuelle Scores, die durchaus vom Basisscore abweichen können.
Wird der SCHUFA-Basisscore auch an Vertragspartnerunternehmen der SCHUFA weiter gegeben?
Für SCHUFA-Vertragspartnerunternehmen berechnen wir branchenspezifische Scores. Die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand einen Kredit zur Finanzierung eines Hauses zurückzahlen wird, kann zu einem anderen Scoreergebnis führen als die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Rechnung nach einer Bestellung im Versandhandel termingerecht bezahlt wird. Aus diesem Grund haben wir mehrere branchenspezifische Scoremodelle für Unternehmen, die Vertragspartner der SCHUFA sind, entwickelt. Banken haben wiederum eigene Kreditscoring-Systeme in die SCHUFA-Scores oder die anderer Unternehmen einfließen können.
Da zu einer Person unterschiedliche Scorewerte berechnet werden können, stellen wir Verbrauchern einen zentralen Orientierungswert zur Verfügung - den SCHUFA-Basisscore.
Kann ich den Basisscore auch separat erhalten und was kostet er?
Jeder Verbraucher erhält den SCHUFA-Basisscore im Rahmen seiner SCHUFA-Auskunft für Verbraucher automatisch und ohne zusätzliche Kosten. Eine separate Bestellung des Basisscores ist leider nicht möglich.
Warum wird der SCHUFA-Basisscore anders dargestellt als die SCHUFA-Branchenscores?
Bei dem SCHUFA-Basisscore haben wir uns für die leicht verständliche Darstellung in Form der Wahrscheinlichkeit, mit der sich eine Person vertragsgemäß verhält, entschieden. Die SCHUFA-Branchenscores werden an unsere Vertragspartner in Form von Punktwerten samt Risikoklasse und Risikoquote ausgewiesen, da sie diese Angaben für ihre internen Verfahren benötigen.
Die SCHUFA-Branchenscores für Vertragspartner der SCHUFA
Was sind SCHUFA-Branchenscores?
Für SCHUFA-Vertragspartnerunternehmen berechnen wir branchenspezifische Scores. Die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand einen Kredit zur Finanzierung eines Hauses zurückzahlen wird, kann zu einem anderen Scoreergebnis führen als die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Rechnung nach einer Bestellung im Versandhandel termingerecht bezahlt wird. Aus diesem Grund haben wir mehrere branchenspezifische Scoremodelle für Unternehmen, die Vertragspartner der SCHUFA sind, entwickelt.
Kann ich auch die Scores erfahren, die die SCHUFA für unterschiedliche Branchen berechnet?
Seit dem 1. April 2010 kann jeder Verbraucher einmal jährlich kostenlos eine schriftliche Datenübersicht nach § 34 BDSG erhalten. Bei der Bestellung dieser Datenübersicht kann gleichzeitig die Beauskunftung der Wahrscheinlichkeitswerte zur eigenen Person ausgewählt werden.
Eine Auflistung der historischen Wahrscheinlichkeitswerte – das heißt SCHUFA-Scores, die innerhalb der vergangenen 12 Monate an SCHUFA-Vertragspartner beauskunftet wurden – ist in der Datenübersicht grundsätzlich enthalten. Diese historischen Wahrscheinlichkeitswerte werden seit dem 1. April 2010 gespeichert. Ältere Wahrscheinlichkeitswerte (vor dem 01.04.2010) sind daher in dieser Auflistung nicht enthalten.
Warum weichen der SCHUFA-Basisscore und die SCHUFA-Branchenscores voneinander ab?
Die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand einen Kredit zur Finanzierung eines Hauses zurückzahlen wird kann zu einem anderen Scoreergebnis führen als die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Rechnung nach einer Bestellung im Versandhandel termingerecht bezahlt wird. Aus diesem Grund haben wir mehrere branchenspezifische Scoremodelle entwickelt. Außerdem beauftragen uns immer mehr Unternehmen damit, individuelle Scoring-Lösungen für ihr Haus zu entwickeln, die wiederum zu individuellen Scoreergebnissen führen. Da zu einer Person unterschiedliche Scorewerte berechnet werden können, stellen wir jedem Verbraucher einen zentralen Orientierungswert zur Verfügung - den SCHUFA-Basisscore.
Führen SCHUFA-Scores zu einer Annahme/Ablehnung meines Vertragswunschs?
Grundsätzlich gilt: Ein SCHUFA-Score ist eine Entscheidungshilfe, aber nicht allein ausschlaggebend dafür, ob und zu welchen Bedingungen ein Unternehmen einen Vertrag mit einem Kunden abschließt. In die Entscheidung eines Unternehmens fließen neben einer SCHUFA-Auskunft oder -Scores weitere Informationen ein. Bei der Vergabe eines Bankkredites sind dies beispielsweise Angaben zu Einkommen, Beruf oder zur Vermögenslage, die Sie im jeweiligen Kreditantrag angeben.
Jedes Unternehmen hat eine individuelle Richtlinie, die festlegt, unter welchen Voraussetzungen und zu welchen Bedingungen ein Vertragsabschluss erfolgt. Schätzt ein Unternehmen einen SCHUFA-Score für eine direkte Zusage als zu gering ein, dann empfehlen wir Ihnen, das Gespräch mit dem Entscheider aufzunehmen und mit weiteren Informationen zu Ihrer Person (z.B. zu Ihrem Beruf oder Einkommen) das Vertrauen in Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit herzustellen.
Immer mehr Unternehmen setzen heute eigene Scoring-Systeme ein. In diese Systeme können Informationen der SCHUFA oder anderer externer Quellen eingehen, aber auch Angaben, die der Kunde zu seiner Person macht.
SCHUFA-Vertragspartner, die einen Score zu Ihrer Person wünschen, erhalten diesen übrigens immer in Verbindung mit einer SCHUFA-Auskunft. Wir liefern unseren Vertragspartnern objektive Informationen, aber keine Werturteile. Durch die Weitergabe dieser Informationen unterstützen wir Entscheidungen, getroffen werden sie allerdings von unseren Vertragspartnern.

