Ermöglichung von Teilhabe

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Menschen eine Teilhabe am Wirtschaftsleben zu ermöglichen. Eine Vielzahl von Studien zeigt, dass algorithmische Entscheidungshilfen in dem hochregulierten Verfahren der Kreditvergabe eine wichtige Funktion erfüllen, sowohl hinsichtlich der finanziellen Inklusion, als auch bezüglich des Schutzes vor Überschuldung. Die Ausweisung von Scores findet nur dort statt, wo sie wirklich geboten und aus unserer Sicht notwendig ist. Ein Beispiel hierfür sind die SCHUFA-Auskünfte für Vermieterinnen und Vermieter und die Immobilienwirtschaft. Hier stellen wir ohne Ausweisung eines Scores hinreichend Informationen bereit, die für den Vertragsabschluss relevant sind. So können Mietinteressenten oder Bewerberinnen und Bewerber ihr Zahlungsverhalten dokumentieren, ohne Details zu ihren aktuellen Vertragsverbindungen offen legen zu müssen. Darüber hinaus werden künftige Vertragspartner vor einer Aufnahme und Anbindung an die SCHUFA von uns intensiv geprüft.

Schutz der Privatsphäre

Wir verwenden für die Bonitätsbewertung kreditrelevante Informationen. Der Schutz der Privatsphäre des einzelnen Verbrauchers ist für uns eine wichtige Prämisse beim Scoring. So verzichten wir auf Social Scoring und nutzen für die Bonitätsbewertung von Verbrauchern keine Informationen aus sozialen Netzwerken oder sogenannte Digital Footprints. Auch das Geschlecht spielt keine Rolle. Auf Adressdaten greifen wir lediglich in wenigen Ausnahmefällen und nur auf expliziten Wunsch des Vertragspartners zurück - nämlich wenn uns zu einer angefragten Person keinerlei Informationen vorliegen. Das heißt, dass wir standardmäßig, d.h. in 99,7 Prozent der Fälle keine Geodaten bzw. Adressdaten nutzen.

Maßnahmen gegen unerlaubte Diskriminierung

Unsere Algorithmen zur Berechnung von Kreditscores vermeiden unerlaubte Diskriminierung direkt oder indirekt: Wir nutzen selbstverständlich, wie gesetzlich vorgeschrieben, keine Datenarten wie Ethnie, Nationalität oder Religionszugehörigkeit. Neben der Offenlegung der Kategorien von personenbezogenen Daten gegenüber Aufsichts- und Datenschutzbehörden sind wir in ständigem Austausch mit Verbraucherschützern, Wissenschaft und Politik, um auch künftig unerlaubte Diskriminierung auszuschließen. Hierzu dient auch unser Engagement in der Forschung zu algorithmischen Berechnungssystemen.

Befähigung der Verbraucher

Die digitale Finanz- und Konsumwelt wandelt sich permanent. Umso wichtiger ist es für den Verbraucher, über die notwendigen Schlüsselkompetenzen zu verfügen um selbstbestimmt und eigenverantwortlich mit Geld umzugehen. Wir wollen hierbei vor allem junge Menschen unterstützen, die an der Schwelle zur finanziellen Selbständigkeit stehen. Die SCHUFA hat daher die Bildungsinitiativen WirtschaftsWerkstatt und SCHUFA macht Schule ins Leben gerufen. Alltagsnahe und niedrigschwellige Angebote im Internet und in Social Media vermitteln finanzielle Grundbegriffe und animieren zum Mitmachen bei unterschiedlichen Aktionen und Wettbewerben. Wir wollen mit unseren Bildungsangeboten künftig weitere Zielgruppen ansprechen: Im Fokus stehen dabei Verbraucher aller Altersgruppen, denen das grundlegende Wissen und die Basiskompetenz fehlen, um verantwortungsvoll am Finanzleben teilzunehmen. Hierzu zählen auch, aber nicht nur, Menschen, die neu nach Deutschland gekommen sind.