Corporate Responsibility: Wie die SCHUFA Wirtschaft und Gesellschaft mitgestaltet

Das Versprechen „Wir schaffen Vertrauen“ konkretisiert die SCHUFA mit klaren Zielvorgaben für verschiedene unternehmerische Handlungsfelder – und setzt ihre gesellschaftliche Verantwortung auf Basis einer Corporate Responsibility Strategie messbar um. Für ihr Engagement hat die SCHUFA bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, zuletzt den Spitzenplatz unter „Deutschlands wertvollste Unternehmen“ – einem Ranking, bei dem der Faktor Nachhaltigkeit entscheidend ist – im Bereich Finanzen mit dem Bestwert von 100 Punkten. „Vertrauen und Verantwortung bilden das Fundament unseres unternehmerischen Handelns“, so Dr. Michael Freytag, Vorstandsvorsitzender der SCHUFA. „Als Partner von Wirtschaft und Verbrauchern zeigen wir durch dieses Engagement, wie wir Verantwortung verstehen und tagtäglich leben.“

Dieser Anspruch erfordert eine klare strategische Ausrichtung: In welchen Bereichen die SCHUFA Verantwortung übernimmt und welche Ziele das Unternehmen dabei verfolgt, erläutert Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs bei der SCHUFA.

Frau Holm, welchen Stellenwert hat Verantwortung bei der SCHUFA?

Wir sind Deutschlands führender Lösungsanbieter für Auskunftei- und Informationsdienstleistungen. Unser Handeln hat Auswirkungen: auf die Unternehmen, die auf Basis unserer Informationen Entscheidungen treffen, auf den einzelnen Verbraucher und seiner Teilnahme am Finanzleben und nicht zuletzt auf das Funktionieren der Kredit- und Konsumwirtschaft im Ganzen. Hieraus ergibt sich für die SCHUFA eine große Verantwortung als Unternehmen – eine Corporate Responsibility (CR). „Verantwortung zu übernehmen, ist Teil unserer DNA“, so sieht das unser Vorstand, und hat sich explizit zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung geäußert.

Welche Bedeutung hat nun die aktuelle Auszeichnung „wertvollstes Unternehmen“ für die SCHUFA?

Wir freuen uns sehr, denn damit wird unser Engagement gewürdigt, das wir seit vielen Jahren verfolgen. Seit 2016 berichten wir über unsere Aktivitäten und nichtfinanziellen Kennzahlen im Rahmen der Entsprechenserklärung des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes, der die Basis des Rankings für die Auszeichnung bildet. Die Auszeichnung macht deutlich, welche Bedeutung verantwortliches Handeln für uns hat, dass dieses strategisch und systematisch auf Basis konkreter Ziele erfolgt. Und sie motiviert uns, uns entsprechend weiter zu entwickeln.

Welche Ziele hat sich die SCHUFA denn bei ihrer Corporate Responsibility gesetzt?

Ein Grundsatz ist, dass wir uns dort engagieren, wo wir mit unserer Expertise am meisten bewirken können. Beispielsweise für die Finanzbildung von Jugendlichen. Hier haben wir uns zum Ziel gesetzt, jungen Menschen finanzielles Wissen und Eigenverantwortung im Umgang mit ihren Daten zu vermitteln. Seit 2013 haben wir mit unserer „WirtschaftsWerkstatt“ rund 7,9 Mio. Jugendliche erreicht. Dabei setzen wir auf Soziale Medien wie Instagram und YouTube sowie eigene Online-Angebote.

Diese und weitere Aktivitäten haben wir in fünf Handlungsfelder gegliedert: Kunden, Mitarbeiter, Umwelt, Gemeinwesen und digitale Gesellschaft. In jedem Handlungsfeld haben wir Ziele und Kennzahlen definiert, an denen wir unsere Aktivitäten messen. Wichtig für uns ist, in den einzelnen Handlungsfeldern aktuelle Entwicklungen im Blick zu haben. Hierzu tauschen wir uns beispielsweise im Rahmen unseres Verbraucherbeirats regelmäßig mit Stakeholdern aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik aus – nicht zuletzt auch, um die Relevanz und die Transparenz unseres Handelns von Außen überprüfen zu lassen.

Basis für die Bewertung als „wertvollstes Unternehmen“ sind die Entsprechenserklärungen, die die SCHUFA auf der Plattform des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) veröffentlicht. Diese geben detailliert Auskunft über Aktivitäten und Kennzahlen zu 20 Kriterien, die sich an der Global Reporting Initiative (GRI) und European Federation of Financial Analysts Societies (EFFAS).

Weitere Auszeichnungen in 2019

Erneut wurde die SCHUFA als „Ökoprofitbetrieb“ ausgezeichnet – ein Programm für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, an dem die SCHUFA seit 2005 teilnimmt.

Die WirtschaftsWerkstatt – die Bildungsinitiative der SCHUFA – erhielt das Comenius EduMedia-Siegel für Bildungsmedien zum fünften Mal in Folge.

Der Fox-Award für besonders gelungene Kommunikationskonzepte wurde für das „W2 Finanz-ABC“ verliehen.

Und wie lebt die SCHUFA Verantwortung nach Innen?

Unternehmerische Verantwortung beginnt im Kleinen – ganz konkret gelebt wird das zum Beispiel an unseren so genannten Corporate Volunteering-Tagen, die wir in den einzelnen Standorten durchführen. Bei diesen Aktionen engagieren sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Tag lang für ein gemeinnütziges Projekt. Beispielsweise streichen sie die Räume eines Kinderhauses, kochen für Obdachlose Menschen oder gehen mit Geflüchteten Wandern und leisten so einen Beitrag für das Gemeinwesen.

Aber auch im normalen Arbeitsalltag wollen wir verantwortliches und nachhaltiges Verhalten verankern. Im Handlungsfeld Umwelt und Einkauf haben wir uns zum Ziel gesetzt, unseren Geschäftsbetrieb möglichst umweltfreundlich zu gestalten: angefangen beim Reiseverhalten über die Nutzung nachhaltiger Materialien bis hin zur Nutzung von Ressourcen wie Energie und Wasser. Hier kommen im Übrigen von unseren Mitarbeitern gute Ideen, die wir umsetzen. So haben wir vor Kurzem einen Vorschlag umgesetzt, mit dem wir in erheblichem Maße Druckerpapier einsparen.

Verantwortung zu übernehmen bedeutet für die SCHUFA auch, die entsprechende Expertise in sämtliche Aktivitäten einfließen zu lassen. Dreh- und Angelpunkt für die Umsetzung der CR-Strategie ist der Arbeitskreis „Corporate Responsibility“: Hier kommen Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Unternehmensbereichen regelmäßig zusammen und tauschen sich zu den gesetzten Zielen und den dafür notwendigen Maßnahmen aus.

Die Einbindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist also ein wichtiger Bestandteil Ihrer Corporate Responsibility-Strategie?

Richtig. Ein Teil unseres Leitbilds ist schließlich das Handlungsfeld Mitarbeiter. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, ein verlässlicher und verantwortungsvoller Arbeitgeber zu sein. Beispielsweise haben wir uns im Rahmen des Audit „berufundfamilie“ zertifizieren lassen und das Betriebliche Gesundheitsmanagement in den vergangenen Jahren stark ausgebaut.

Verantwortung hat viele Facetten: Unsere Publikation informiert über das Engagement und die Handlungsfelder, die die SCHUFA im Bereich Corporate Responsibility definiert hat. Erfahren Sie auf unserer Website mehr zu den aktuellen Aktivitäten.

Eines Ihrer Handlungsfelder heißt „Digitale Gesellschaft“. Warum nimmt dieser Bereich einen so großen Raum in Ihrer CR-Strategie ein?

Wir haben in unserer Geschäftstätigkeit einen hohen Digitalisierungsgrad erreicht, ein wesentlicher Teil unserer Auskünfte erfolgt heute digital. Wir sind grundsätzlich der Ansicht, dass die neuen Technologien neue Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft eröffnen. Wichtig dabei ist aber, stets den Nutzen für den Menschen im Blick zu haben. Wir setzen zudem auf die Kombination von Mensch und Maschine: Bei einigen Lösungen setzen wir zum Teil auch neue Verfahren wie Machine Learning ein, verzichten aber auf sogenannte selbstlernende Systeme, um eine Kontrollierbarkeit durch den Menschen sicherzustellen. Gleichzeitig wollen wir mit unserer Expertise einen Beitrag leisten, um die digitale Gesellschaft mitzugestalten.

Was heißt das konkret?

Zum Beispiel helfen wir mit verschiedenen Produkten, Identitätsdiebstahl und Online-Betrug einzudämmen – und schützen damit sowohl die Unternehmen als auch die Verbraucher. Darüber hinaus engagieren in der Forschung zu digitalen Technologien und sind Gesprächspartner für Stakeholdern aus Politik und Gesellschaft.