Kontrolle und Sicherheit für das SCHUFA-Scoreverfahren

Die für die SCHUFA zuständige Aufsichtsbehörde hat unser Scoreverfahren geprüft und befand sie für datenschutzrechtlich zuverlässig. Wir sind auch die einzige Auskunftei in Deutschland, die ihr Scoreverfahren nicht nur der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde, sondern 2010 auch dem Bundesdatenschutzbeauftragten und den Datenschutzbeauftragten aller Bundesländer offen gelegt hat.

Das SCHUFA-Scoreverfahren wird zudem regelmäßig von Universitäten und unabhängigen Fachinstituten (z. B. dem Statistisches Beratungslabor des Institutes für Statistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München) überprüft und für aussagekräftig befunden. Darüber hinaus werden ebenfalls die von Kreditinstituten genutzten Verfahren regelmäßig von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf ihre Aussagefähigkeit hin geprüft.

Scoreverfahren: Bundesgerichtshof bestätigt schützenswertes Geschäftsgeheimnis

Immer wieder wird gefordert, dass Auskunfteien ihre konkrete Berechnungsmethode der breiten Öffentlichkeit gegenüber transparent darlegen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat Anfang 2014 dazu festgestellt, dass es sich bei dem SCHUFA-Scoreverfahren um ein schützenswertes Geschäftsgeheimnis handelt. Zu den als Geschäftsgeheimnis geschützten Inhalten zählen demnach die allgemeinen Rechengrößen, wie etwa statistische Werte, die Gewichtung einzelner Berechnungselemente bei der Ermittlung des Wahrscheinlichkeitswertes und die Bildung etwaiger Vergleichsgruppen als Grundlage von Scorekarten.

Gute Gründe zum Schutz von Scoreverfahren

Öffentlich bekannte Scoreverfahren bergen die Gefahr, das Verfahren zu manipulieren um Scorewerte zu verbessern – unabhängig davon, ob sich die tatsächliche Kreditwürdigkeit verbessert, wie auch eine Studie von Prof. Ákos Róna-Tas und Dr. Stefanie Hiß zeigt. Die Studie finden Sie im Bereich Studien & Publikationen unter „Weitere Studien“ zum Download.

Nach dieser Studie besteht ein Zusammenhang zwischen öffentlich bekannten Scoreverfahren und der US-Immobilienkrise, bei der sich US-Bürger massiv mit Krediten überschuldeten. Anders als in Deutschland gibt es in den USA unzählige Internetseiten, die erläutern, wie der eigene Score verbessert werden kann. Die Seiten bieten Scoresimulationen an, bei denen Verbraucher „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen können, um herauszufinden, welche Faktoren ihren Scorewert beeinflussen können – ohne tatsächlich ihre Bonität zu verändern.