„You-Know-Me Banking": So unterstützt die SCHUFA digitale Kreditgeschäfte

Die schnell fortschreitende Digitalisierung stellt auch die Kreditvergabe vor große Herausforderungen: einerseits müssen geschäftliche Transaktionen abgesichert werden, andererseits erwartet der Verbraucher eine hohe Convenience und reibungslose und effiziente Prozesse. Geschäftsabschlüsse müssen heute – gerade online – innerhalb von Sekunden möglich sein.

Dr. Gjergji Kasneci, Bereichsleiter Innovation und strategische Analyse bei der SCHUFA Holding AG, erklärt im Kurzinterview mit euroforum anlässlich der Konferenz „Konsumentenkredite 4.0.“, wie die SCHUFA ihre Vertragspartner hier unterstützt.

„You-Know-Me Banking: Kunden sinnvoll und bedarfsgerecht bedienen“

Kurzinterview mit Dr. Gjergji Kasneci, CTO - Bereichsleiter Innovation und strategische Analyse, SCHUFA Holding AG

Warum ist die SCHUFA bei der Veranstaltung „Konsumentenkredite 4.0 – Digital, schnell, kundenorientiert“ vor Ort?

Die SCHUFA ist seit ihrer Gründung vor über 90 Jahren der Partner der kreditgebenden Wirtschaft in Deutschland, wenn es um die Minimierung von Ausfallrisiken geht. Basis unseres Erfolgs und Bestehens am Markt ist – neben der hohen Qualität unserer Daten - unsere Fähigkeit, unsere Produkte, Lösungen und Dienstleistungen an die sich verändernden Bedingungen und Anforderungen von Unternehmen und Verbrauchern anzupassen. Die Digitalisierung hat dabei sowohl unsere eigenen Prozesse als auch die unserer Vertragspartner grundlegend verändert. Eine solche Tagung ist eine hervorragende Gelegenheit, um über unsere Erfahrungen auf dieser Digitalisierungsreise zu berichten.

Ihr Vortrag trägt den Titel „You Know Me Banking“ – was versteht die SCHUFA unter diesem Begriff?

Mit dem Begriff „You-Know-Me Banking“ bezeichnen wir die Befähigung unserer Vertragspartner, den Verbraucher bei der Aufnahme und Abwicklung von Kreditgeschäften sinnvoll und bedarfsgerecht zu bedienen. Durch unsere branchenübergreifende Zusammenarbeit mit rund 9.500 Unternehmen aus der gesamten Kreditwirtschaft hat die SCHUFA positive und negative Informationen zum Zahlungsverhalten und Identität von rund 67,5 Millionen Privatpersonen, das heißt praktisch zu jedem in Deutschland wirtschaftlich aktivem Verbraucher. Wir arbeiten zum Beispiel mit Banken, Versandhandel, E-Commerce- und Telekommunikationsunternehmen zusammen und können so auf Basis von Informationen zum bisherigen Zahlungsverhalten zuverlässig das Ausfallrisiko von neuen Geschäften einschätzen. Unter Einbeziehung dieser Informationen können Unternehmen entscheiden, ob und zu welchen Konditionen sie ihren Kunden einen Geschäftsabschluss anbieten.

Welche Herausforderungen bestehen heute in punkto Kreditvergabe?

Die schnell fortschreitende Digitalisierung stellt auch die Kreditvergabe vor große Herausforderungen: einerseits müssen geschäftliche Transaktionen abgesichert werden, andererseits erwartet der Verbraucher eine hohe Convenience und reibungslose und effiziente Prozesse. Geschäftsabschlüsse müssen heute – gerade online – innerhalb von Sekunden möglich sein. Die Prüfung der Bonität und Identität eines potenziellen Kunden muss entsprechenden digital in Echtzeit möglich sein. Auch die zunehmende Anonymität bei der Abwicklung von digitalen Geschäften spielt eine große Rolle. Unternehmen und Kunden begegnen sich in vielen Fällen nicht mehr persönlich. Was für Kunden und auch Unternehmen auf der einen Seite sehr bequem ist, birgt aber auch größere Anfälligkeit für Betrug. Bereits bekannte Betrugsarten werden durch die Anonymität im Netz vereinfacht, es entstehen aber auch neue Wege für Betrüger, sich Leistungen oder Waren zu erschleichen.

Wie unterstützt die SCHUFA Kreditinstitute, Händler oder auch Dienstleister bei der Bewältigung dieser Herausforderungen?

Die SCHUFA hat in den letzten Jahren sehr viel investiert, um den Anforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, so dass heute nahezu 100 Prozent der Auskünfte in Echtzeit und in höchster Qualität generiert und übermittelt werden. Mit durchschnittlich 400.000 Auskünften pro Tag ist die SCHUFA somit eine wichtige Stütze der kreditgebenden Wirtschaft. Dies ermöglicht es unseren rund 9.500 Partnerunternehmen, sich auf ihr Kerngeschäft zu fokussieren und den Verbraucher bestmöglich, das heißt bedarfsgerecht und in Echtzeit, zu bedienen. Für unsere Vertragspartner haben wir Lösungen zur Bonitätsprüfung, Betrugsprävention und für KYC-Prozesse entwickelt, die es Unternehmen ermöglichen, ihr Geschäft sicher zu skalieren. Darüber hinaus nutzen wir unsere anerkannte Expertise in den Bereichen Scoring, regelbasierte Systeme sowie modernste Analyseverfahren zur Entwicklung von weiteren Betrugserkennungs- und Präventionsmaßnahmen.

Quelle: www.euroforum.de, 17.10.2018

Hier geht es zum euroforum-Interview.