Aktueller Ombudsmannbericht bestätigt Zuverlässigkeit der SCHUFA

Auch im Jahr 2018 konnte sich der Ombudsmann von der Zuverlässigkeit der SCHUFA-Verfahren überzeugen. Von den insgesamt 358 zulässigen Verbraucheranliegen sind lediglich 36 berechtigt gewesen. Die Zahl der Korrekturen durch den Ombudsmann ist im Vergleich zu den 67 Millionen Verbrauchern, über die bei der SCHUFA Informationen gespeichert sind, und bei jährlich 165 Millionen Anfragen und Meldungen äußerst gering. In nur acht Fällen konnte der Bearbeitungsfehler eindeutig der SCHUFA zugewiesen werden.

Im Jahr 2018 haben sich insgesamt 884 Verbraucher mit ihrem Anliegen an den SCHUFA Ombudsmann gewandt. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von etwa zehn Prozent. Der Anteil der zulässigen Anfragen belief sich auf gut 40 Prozent (358 Anliegen). Zulässig ist ein Anliegen, wenn der Verbraucher sich zur Klärung in einem ersten Schritt an das SCHUFA Privatkunden ServiceCenter wendet. Die Zahl der Fälle, bei denen der Ombudsmann die vormals von der SCHUFA getroffene Entscheidung revidieren musste, ist im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls gesunken, und zwar von 42 auf 36 Fälle. In allen übrigen Fällen (322) konnte die Bearbeitung des SCHUFA Privatkunden ServiceCenters vom Ombudsmann als korrekt bestätigt werden. Über zwei Drittel der beim Ombudsmann eingereichten, dem Verfahren nach zulässigen Verbraucheranliegen (243 Anträge) hatten den Wunsch nach einer vorzeitigen Löschung negativer Einträge zum Inhalt.

Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier, der seit September 2014 unabhängiger SCHUFA Ombudsmann ist, hat gerade seinen aktuellen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018 vorgelegt. Der Bericht gibt Einblicke in die SCHUFA-Verfahren und sorgt für Transparenz.

Rückgang der Verbraucheranliegen

Im Jahr 2018 ist die Zahl der beim Ombudsmann eingereichten Verbraucheranliegen mit insgesamt 884 Fällen im Vergleich zum Vorjahr um rund 10 Prozent zurückgegangen (2017 waren es 984 Anliegen).

„Auch in der digitalen Welt sind die verfassungsrechtlich verbürgten Freiheiten zu gewährleisten.“

Prof. Dr. Hans-Jürgen Papier SCHUFA-Ombudsmann,

Privatkunden ServiceCenter als erste Anlaufstelle für Verbraucher

Von den 884 eingereichten Anliegen waren 358 im Sinne der Verfahrensordnung des Ombudsmannes zulässig. Die Mehrheit der Anträge (526 Fälle), konnte vom Ombudsmann nicht bearbeitet werden, weil die Verbraucher noch keine Klärung ihres Anliegens mit dem Privatkunden ServiceCenter der SCHUFA versucht hatten. Solange dieser Weg noch nicht beschritten wurde, gilt die Beschwerde als unzulässig und wird zur Bearbeitung an das Privatkunden ServiceCenter weitergeleitet. Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich dort um die Fragen der Verbraucher, helfen bei Unklarheiten und sorgen, wenn erforderlich, für notwendige Ergänzungen und Korrekturen.

Das SCHUFA Ombudsmannverfahren

Als einzige Auskunftei in Deutschland hat die SCHUFA im Jahr 2010 eine unabhängige Schlichtungsstelle eingerichtet und bietet Verbrauchern die Möglichkeit, ihre strittigen Anliegen neutral und unbürokratisch vom Ombudsmann der SCHUFA begutachten zu lassen. Auch bei der Lösung von Konfliktfällen wird die Verbraucherorientierung so deutlich zum Ausdruck gebracht.

Verantwortungsvoller Umgang der SCHUFA mit Verbraucherdaten

Von den 358 im Berichtsjahr vom Ombudsmann bearbeiteten, zulässigen Verbraucheranliegen erwiesen sich lediglich 36 Anliegen (2017: 42) als berechtigt und dem Verbraucheranliegen wurde stattgegeben. In nur acht Fällen konnte der Bearbeitungsfehler der SCHUFA zugewiesen werden. In allen übrigen 322 Fällen hat der Ombudsmann die Bearbeitung des SCHUFA Privatkunden ServiceCenters als korrekt bestätigt.

Welche Anliegen richten die Verbraucher an den Ombudsmann?

Wie schon in den Vorjahren hatten auch in 2018 die Mehrzahl der Fälle (243) den Wunsch nach vorzeitiger Löschung eines oder mehrerer negativer Einträge zum Inhalt. Fragen und Unklarheiten zum Thema Scoring klärte der Ombudsmann mit 44 Verbrauchern. Weitere Anliegen waren z.B. der Antrag auf Löschung eines Eintrages zur Restschuldbefreiung, Fragen zu Speicherfristen oder zum berechtigten Interesse von Anfragen.

Risikominimierung und Verantwortung

Neben den aktuellen Auswertungen der Verbraucheranliegen und beispielhaften Schlichtungssprüchen finden Sie im Tätigkeitsbericht 2018 zudem spannende Beiträge namhafter Experten zu ihren Positionen zum Thema Verantwortung in der digitalisierten Gesellschaft.

Ebenso werden drei aktuelle Initiativen und Projekte der SCHUFA – die Aktivitäten der SCHUFA im Umfeld der Betrugsprävention, das Verbraucherportal meineSCHUFA.de und die WirtschaftsWerkstatt für Jugendliche – zu Aspekten der Risikominimierung in der Online-Welt vorgestellt und vom Ombudsmann kommentiert.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.