20.12.2016

Pflege und Beruf: Mit Pflegelotsen geht beides.

Anders als der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde der Herausforderung, berufliche Anforderungen mit der Pflege älterer Menschen zu vereinbaren, wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei ist dies eine immer größer werdende Herausforderung für berufstätige Menschen. Über 70% der Pflegebedürftigen werden zu Hause von Angehörigen versorgt, so das Statistische Bundesamt. Für Berufstätige bedeutet dies eine extreme Doppelbelastung. Lesen Sie, wie die SCHUFA ihren Mitarbeitern dabei hilft.

Wer einen kranken Angehörigen pflegt, steht oft vor einer schwierigen Situation: Mit einem Fulltime-Job sind die Belastungsgrenzen schnell erreicht. „Ein Vollzeitjob macht es schwer, zusätzlich die hohe Verantwortung für die Pflege eines Angehörigen zu übernehmen“, sagt Sandra Bonkowski. Sie arbeitet bei der SCHUFA und hat sich zusammen mit Kollegin Angelika Schaper zum „Pflegelotsen“ ausbilden lassen.

Die SCHUFA-Pflegelotsen sind speziell geschulte Kontaktpersonen in Unternehmen, die als qualifizierte Ansprechpartner bei Fragen rund um die Vereinbarkeit von Pflege und Job den Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie erweitern damit das Angebot für Mitarbeiter, berufliche und private Anforderungen in Einklang zu bringen. „In den vergangenen Jahren haben wir bei der SCHUFA bereits viele Maßnahmen zu Beruf und Familie umgesetzt. Jetzt legen wir auch einen besonderen Fokus auf den Aspekt Pflege. Dabei ist es uns besonders wichtig, konkrete Hilfestellung anzubieten“, beschreibt Angelika Schaper ihr Aufgabenfeld, das sie neben ihrer Aufgabe als Personalreferentin freiwillig übernommen hat.

Der Pflegelotse: Hilfe für Mitarbeiter in Ausnahmesituationen

Die Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen trifft Menschen meist unvorbereitet. In kurzer Zeit müssen optimale Versorgung und Betreuung so organisiert werden, dass sie mit dem Alltag sowie der Berufstätigkeit vereinbar sind. Das führt häufig zu einer enormen Belastung mit Folgen: Viele Betroffene wollen sich um den zu pflegenden Angehörigen kümmern und glauben, dies nur leisten zu können, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren oder den Job sogar ganz aufgeben.

Hier greifen Sandra Bonkowski und Angelika Schaper ein: Sie beraten, informieren und begleiten ihre Kollegen, suchen gemeinsam den besten Weg, mit der neuen Situation klar zu kommen. „Wir möchten unseren Mitarbeitern in dieser emotionalen Ausnahmesituation den Rücken freihalten, bieten ein offenes Ohr und erste Maßnahmenpakete, die wir individuell zusammenstellen.“ Ergänzend gibt es Informationsmaterialien, Broschüren, Checklisten oder Kontaktadressen.

Ausgezeichnet: SCHUFA unter den Top 3 bei Otto Heinemann Preis

Ein Angebot, das bei den Kollegen ankommt und mit dem die SCHUFA auf Anhieb unter die TOP 3 des „Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“ gewählt wurde. Die unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, stehende Auszeichnung wird an Unternehmen vergeben, die sich in besonderem Maße um dieses Thema kümmern und ihren Mitarbeitern konkrete Hilfestellungen anbieten.

SCHUFA – ein familienbewusstes Unternehmen

Flexible Arbeitszeiten, Kinderkrippenplätze, Eltern-Kind-Büro: Für ihre familienbewusste Personalpolitik wurde der SCHUFA bereits 2014 das Zertifikat „audit berufundfamilie“ verliehen – als Anerkennung für ihr Engagement, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit zahlreichen Maßnahmen zu fördern. Das Unternehmen ist damit die Verpflichtung eingegangen, sein Angebot in den Folgejahren konsequent voranzutreiben und weiter auszubauen. Ein Anspruch, der sich nur durch eine entsprechende Unternehmenskultur sicherstellen lässt: In den Führungsleitlinien der SCHUFA wurde der Aspekt „familienbewusste Führung“ verankert.

Zu den Angeboten zählen flexible Arbeitszeiten oder auch die Vertrauensarbeitszeit sowie verschiedene Teilzeitmodelle, die über 20 Prozent der Mitarbeiter nutzen. In der Zentrale in Wiesbaden können Eltern ihre Kinder in einer Tagesstätte unterbringen – und Eltern-Kind-Büros gibt es an allen fünf Standorten des Unternehmens im Bundesgebiet.

Family Business

In 2017 steht die Rezertifizierung des Qualitätsnachweises „audit berufundfamilie“ an. Die Pflegelotsen Sandra Bonkowski und Angelika Schaper sind dann ein weiterer Beitrag der SCHUFA für ein als familienfreundlich ausgezeichnetes Unternehmen.

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