Daten bei der SCHUFA

Anders als man denkt

Zur SCHUFA bestehen viele Irrtümer. Manche halten sich hartnäckig und werden immer wieder aufgegriffen und weiter verbreitet. An dieser Stelle wollen wir Ihnen gerne Informationen aus erster Hand geben und einiges richtig stellen.

Die SCHUFA ist keine Behörde und war es auch nie. Sie wird seit ihrer Gründung im Jahr 1927 privatrechtlich geführt und ist seit 2000 eine Aktiengesellschaft, deren Anteile jedoch nicht an der Börse gehandelt werden. Anteilseigner sind Unternehmen aus der Finanzbranche und aus dem Handel.

Über die SCHUFA

Was viele nicht wissen: Zu über 90 Prozent aller bei uns gespeicherten Personen liegen uns ausschließlich positive Informationen vor – und das ist gut so, denn das kann Ihnen das Leben etwas leichter machen: z. B. beim Kauf auf Rechnung, bei der Finanzierung eines Autos und vielem mehr helfen wir, dass Sie sich Ihren Wunsch schneller erfüllen können...

Positive Informationen sind z. B. solche zu laufenden oder zurückgezahlten Krediten. Informationen über nicht vertragsgemäßes Verhalten können etwa ein durch die Bank gekündigter Kredit, Zahlungsausfälle oder Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen sein.

In Deutschland herrscht Vertragsfreiheit. Jedes Unternehmen entscheidet frei, mit wem es einen Vertrag abschließen möchte und wie dieser gestaltet ist. Die SCHUFA unterstützt Entscheidungen ihrer Kunden durch Informationen – trifft die Entscheidungen aber nicht. Über die SCHUFA-Informationen hinaus fließen bei Banken und anderen kreditgebenden Unternehmen häufig noch zahlreiche andere Informationen in eine Entscheidung über einen Kredit ein, die der SCHUFA gar nicht vorliegen: zum Beispiel Einkommen, Arbeitsverhältnis oder Vermögen.

Unser Scoreverfahren ist transparenter, als viele denken: Die für die SCHUFA zuständige Aufsichtsbehörde hat unser Scoreverfahren geprüft und befand sie für datenschutzrechtlich zulässig. Wir sind auch die einzige Auskunftei in Deutschland, die ihr Scoreverfahren nicht nur der für uns zuständigen Aufsichtsbehörde, sondern 2010 auch dem Bundesdatenschutzbeauftragten und den Datenschutzbeauftragten aller Bundesländer offen gelegt hat.

Weitere Informationen zum Thema Scoring finden Sie unter www.scoring-wissen.de.

Wenn Sie sich bei uns darüber informieren wollen, welche Daten über Sie gespeichert sind, dann hat dies keinerlei Einfluss auf die Scoreberechnung.

Unsere Angebote im Überblick

Scorewerte, die wir zu Verbrauchern berechnen, basieren auf den zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten, wie zum Beispiel die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Informationen darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben.

Aufgrund unseres besonderen Datenbestandes mit kreditrelevanten Informationen führen wir standardmäßig – das heißt bei 99,7 Prozent aller Scoreberechnungen – kein Geoscoring durch. Es spielt keine Rolle, ob Sie in einer „guten“ oder „weniger guten“ Gegend wohnen. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen – nämlich wenn uns zu einer angefragten Person keinerlei Informationen vorliegen – greifen wir auf Adressdaten zurück – und nur dann wenn dies von unserem Kunden explizit gewünscht wird. Ist eine Person der SCHUFA nicht bekannt, schätzt das Anfragende Unternehmen eine Kreditvergabe häufig als zu riskant ein. Hier kann eine Risikobewertung anhand von Geodaten dazu beitragen, dass der durch den Kunden gewünschte Kredit doch noch durch das Unternehmen angeboten wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) sieht verschiedene Informationspflichten vor. In der Regel werden Sie bei Anfragen oder der Übermittlung von Vertragsdaten bereits im Rahmen der Datenerhebung durch unsere Vertragspartner über den Datenaustausch mit der SCHUFA und die damit verbundene Datenverarbeitung informiert.

Die SCHUFA hat hierfür die Verwendung folgender Informationen durch den Vertragspartner vorgesehen:

  • den sogenannten SCHUFA-Hinweis, mit dem der Vertragspartner Sie über die Übermittlung von personenbezogenen Daten an die SCHUFA unterrichtet.
  • ein ergänzendes SCHUFA-Informationsblatt, das eine umfassende Beschreibung der Datenverarbeitung bei der SCHUFA enthält und so den SCHUFA-Hinweis ergänzt. Das SCHUFA-Informationsblatt ermöglicht es Ihnen, die Datenverarbeitung durch die SCHUFA in ihrer Gesamtheit zu überblicken.

Mit dem SCHUFA-Informationsblatt werden die nach Art. 14 DS-GVO erforderlichen Informationen über das SCHUFA-Verfahren erteilt (das Informationsblatt ist auch online einsehbar unter www.schufa.de/datenschutz). Sofern über das dargestellte Verfahren hinaus Informationspflichten bestehen, werden Sie seitens der SCHUFA direkt informiert.

Offene Forderungen werden der SCHUFA in der Regel* nur gemeldet, sofern sie vorher zweimal angemahnt wurden und die Forderungen unbestritten sind. Die betroffene Person wird also im Vorfeld über die bevorstehende Übermittlung von Informationen an die SCHUFA informiert. Bei titulierten Forderungen wir die betroffene Person als Verfahrensbeteiligte informiert.

Im Rahmen einer Kontaktaufnahme zur SCHUFA über ein Online-Formular oder bei einem Besuch unserer Internetseiten erhalten Sie umfassende Informationen über die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der übermittelten Daten durch die SCHUFA. Der Link auf die Datenschutzinformation nach Art. 13 DS-GVO ist transparent auf den SCHUFA-Webseiten im Footer eingebunden (www.schufa.de/de/datenschutz/).

*§ 31 Abs. 2 S. 1 BDSG nennt weitere Voraussetzungen, welche die SCHUFA für die Zulässigkeit der Übermittlung von offenen Forderungen zugrunde legt.

Wir speichern

  • Namen
  • Geburtsdatum und ggf. -ort
  • Anschrift
  • eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften
  • Ihren persönlichen SCHUFA-Basisscore

Ferner erhalten wir von unseren Vertragspartnerunternehmen Informationen über

  • Bankkonten
  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Telekommunikationskonten
  • Versandhandelskonten
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kredite und Bürgschaften

sowie etwaige Informationen zu nicht-vertragsgemäßem Verhalten (z. B. ein durch eine Bank gekündigter Kredit, Zahlungsausfälle und Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen).

Wir haben keine Informationen zu:

  • Vermögen und Einkommen
  • Marketingdaten (Kaufverhalten oder Ähnliches)
  • Beruf
  • Lebenseinstellungen und Mitgliedschaften (z. B. religiöse, politische etc…)
  • Familienstand
  • Nationalität

Sie brauchen keinen Anwalt. Sollten Sie Fragen haben oder der Meinung sein, dass etwas mit den zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten persönlichen Daten nicht stimmt, dann reicht ein Hinweis an unseren Privatkundenservice und wir klären den Sachverhalt in direkter Rücksprache mit dem meldenden Unternehmen. Ist eine gespeicherte Information nachweislich fehlerhaft, wird sie so schnell wie möglich korrigiert.

So erreichen Sie uns