WirtschaftsWerkstatt - Nimm deine Finanzen in die Hand

WirtschaftsWerkstatt

Neues von der WirtschaftsWerkstatt

Ziel der WirtschaftsWerkstatt ist es, junge Menschen beim verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen zu stärken. „Nachhaltigkeit hat viel mit Finanz- und Wirtschaftskompetenz zu tun“, erläutert Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs bei der SCHUFA. „Nur wer weiß, unter welchen Umwelt- oder Arbeitsbedingungen ein Produkt hergestellt wurde, kann eine eigenständige und für sich selbst passende Kaufentscheidung treffen. Deshalb haben wir in diesem Jahr auch einen Fokus auf das Thema nachhaltiger Konsum gelegt.“

Mit kleinen Schritten Großes leisten

Um Jugendliche bei ihren Kaufentscheidungen für nachhaltige Produkte zu sensibilisieren, hat die Bildungsinitiative W2 mehrere Aktionen gestartet – online in den sozialen Medien aber auch offline im Klassenzimmer. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurden Schüler und Studenten aufgefordert, Upcycling Produkte zu entwickeln, mit denen die Umwelt sowie der eigene Geldbeutel geschont werden. „Der Wettbewerb soll zeigen, dass man auch aus Altem etwas schönes Neues herstellen kann und dass jeder kleine Schritt Großes im Bereich Nachhaltigkeit leisten kann“, sagte Serena Holm.

Ein halbes Jahr lang beschäftigten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen damit, eine Idee in ein marktfähiges Projekt umzusetzen. Vier SchülerInnen- und drei Studierendenteams aus ganz Deutschland erreichten das Finale und erhielten die Chance, ihre Prototypen auf dem Summit der WirtschaftsWerkstatt in Berlin vor einem Publikum vorzustellen. Mit dabei waren auch Vertreter von Medien und aus der Politik. Key-Note-Speaker Dr. Frank Steffel, Mitglied des Deutschen Bundestags und Mitglied des Finanzausschusses, lobte die Arbeit der SCHUFA-Bildungsinitiative: „Ich finde es schön, wie Kompetenzbildung hier umgesetzt wird.“

„Wettbewerb mit Mehrwert"

Positives Echo fand der Wettbewerb sowohl bei den Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften. Schülerin Eva sagte: „Nachhaltigkeit ist für mich Teil meines täglichen Lebens. Bei dem Wettbewerb habe ich gelernt, dass jede noch so kleine Idee eine Möglichkeit darstellt, noch nachhaltiger leben zu können.“ Auch Oberschüler Falk war begeistert: „Hier haben wir gelernt, Projekte zu präsentieren und sind gleichzeitig inspiriert worden.“ Thomas Roth, Pädagoge am regionalen beruflichen Bildungszentrum Müritz (RBB Müritz) ergänzte: „Der Wettbewerb hat nicht nur die Phantasie der Schüler im ersten Ausbildungsjahr beflügelt, sondern auch den Zusammenhalt der Klasse gestärkt.“

Trendthemen kreativ umsetzen

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: So hatten Schülerinnen und Schüler aus Merzig Handtaschen aus Papier hergestellt. Eine Studentengruppe aus Potsdam hatte einen Kronleuchter aus Fahrradabfällen gebaut. Angehende Automobilkaufleute aus Müritz stellten Pinnwände aus Autohausabfällen her und ein Studentinnen-Team aus Eberswalde hatte Flaschenkühler aus Isoliermaterial und Stoffresten genäht. Am Ende siegten diese beiden Ideen und wurden mit je 500 Euro belohnt.

Professor Dr. Claudia Brözel von der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde freute sich über den Erfolg ihres Studierendenteams und sagte: „Im Sommersemester arbeiten wir regelmäßig mit Unternehmen zusammen. Die Bandbreite ihrer vorgeschlagenen Projekte ist groß. Deshalb entscheiden die Studierenden selber, welche Themen überhaupt umgesetzt werden sollen. Für diesen Wettbewerb fand sich sofort ein großes Team.“ Besonders gefallen hat der Professorin für Marketing und eCommerce im Tourismus, dass die Teilnehmerinnen nicht nur einen Prototypen entwickeln sollten, sondern neben einer Marktanalyse und der Erstellung eines Businessplanes ihr Projekt auch unter Zeitdruck einer Jury präsentieren mussten. „Das Team hat intensiv an seiner Idee gearbeitet. Besser kann Bildung nicht laufen.“

Nachhaltigkeitsumfrage unterstreicht Informationsbedarf

Begleitet wurde die W2 Aktion von einer forsa-Umfrage. Judith Leicht vom Marktforschungsinstitut forsa stellte die Ergebnisse der Studie vor: „Über zwei Drittel der 500 befragten Teilnehmer zwischen 16 und 25 Jahre haben starkes bis sehr starkes Interesse an Nachhaltigkeit betont. 66 Prozent von ihnen wären auch bereit, auf Dinge zu verzichten, die nicht umweltfreundlich oder unter fairen Arbeitsbedingungen produziert worden sind“, sagte die Analystin. Aber beim Konsumverhalten der Befragten habe das Thema keine Priorität, erklärte Judith Leicht. Grund dafür seien, nach den Ergebnissen der Studie, mangelnde Informationen über Herstellung und Produktionshintergründe von Waren und fehlende Glaubwürdigkeit in Produzenten.

Die Umfrage „Jugendliche und nachhaltiger Konsum“ ist bereits die zweite Studie, die die WirtschaftsWerkstatt bei forsa zu den Themen Konsumverhalten und Finanz- und Wirtschaftskompetenz in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse fließen in die Arbeit der W2 ein und werden in weiteren Projekten, Wettbewerben und Kollegs aufgegriffen.

Die Aktion ist Teil der Themenwelle „Nachhaltiger Konsum“, mit der die SCHUFA-Bildungsinitiative jungen Menschen verantwortungsvollen Konsum und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen vermittelt. Bei der Aktion #schrottpirat mussten die Jugendlichen ein Foto ihres Lieblings-Upcycling-Produkts unter dem entsprechenden Hashtag posten. Mit dabei waren auch die beiden Instagrammer dennis_custompc und gingered_things, die den Teilnehmern tolle Anregungen gaben, wie man mit wenig Materialeinsatz, aber hoher Kreativität nicht nur schöne, sondern auch praktische Upcycling-Werke herstellen kann. Gingered_things beispielsweise zeigte sich in einem neuen Outfit, das sie lediglich aus einem alten Oberteil und einem ausrangiertem Hemd ihres Mannes schneiderte. Nach Ablauf der Einreichungsfrist wurden die Beiträge auf der Homepage der W2 veröffentlicht und zum Voting freigegeben. Schließlich kürte eine Jury aus den zehn Einreichungen mit den meisten Votes drei Gewinner. Den ersten Platz belegte dabei die Userin typisch_iichhhh, die aus Holzresten und ein wenig Farbe eine Vorrichtung für ihre Osterdekoration zimmerte. Auf Platz zwei landete speedchaser2, der mit der Umgestaltung einer alten Europalette in einen Werkzeugschrank die Jury überzeugen konnte. Über Platz drei konnte sich frlweiss freuen, die aus aussortierten Tetra Paks eine stylische Tragetasche bastelte. Prämiert wurden die drei Gewinnerbeiträge jeweils mit einem Gutschein in Höhe von 100 Euro.

Zum dreijährigen Bestehen ihrer Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt lud die SCHUFA ins Oberstufenzentrum am Ernst-Reuter-Platz ( OSZ Körperpflege ) nach Berlin ein. Auf der Pressekonferenz zog Dr. Freytag, Vorsitzender des Vorstands der SCHUFA Holding AG, eine Bilanz der Bildungsinitiative. „In Finanzfragen brauchen junge Menschen einen zuverlässigen Kompass. Denn je kompetenter man mit Geld umgehen kann, desto besser ist das“, sagte Dr. Freytag zu Beginn der Veranstaltung. „Mit unserer WirtschaftsWerkstatt haben wir fünf Millionen junge Nutzer erreicht. Das ist für uns ein großer Ansporn, weiterzumachen.“

Warum die Initiative so einen beachtlichen Zuspruch seit ihrem Start vor drei Jahren erfährt, erklärte Professor Manfred Güllner, Gründer und Geschäftsführer des forsa-Instituts . Die WirtschaftsWerkstatt und forsa hatten Ende 2016 eine Befragung unter jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren durchgeführt. „Wir haben festgestellt, dass sich Jugendliche im Bereich Finanzwissen schlecht informiert fühlen und deshalb unsicher sind“. Kein Wunder, dass sich 72 Prozent der befragten Jugendlichen deshalb mehr Angebote wünschen, die Finanzwissen praxisnah und verständlich erklären. „An Schulen gibt es auf diesem Gebiet offenbar Defizite. Die jungen Menschen haben die Erwartung, dass Schulen mehr tun könnten“so der Sozialpsychologe und Betriebswirt.

Henning Behrens, Schulleiter des OSZ stimmte dem zu: „Eltern und Geschwister gelten bei Finanzfragen immer noch als die wichtigsten Quellen. Ich würde mir wünschen, dass in den Schulen mehr über Finanzen gesprochen würde.“ Die OSZ wurde als zehnte Referenzschule der WirtschaftsWerkstatt aufgenommen. Dr. Michael Freytag übergab dem Schulleiter des OSZ, Henning Behrens, ein Paket mit Unterrichtsmaterial von SCHUFA macht Schule, einem weiteren Baustein der SCHUFA-Finanzbildungsinitiative. Henning Behrens: „Ich denke, dass die Initiative ein gutes Werkzeug ist, unseren Schülerinnen und Schülern Finanzthemen lebensnah zu vermitteln.“

Wie viel Spaß die jungen Auszubildenden an dem Thema haben, zeigte eine repräsentative Unterrichtseinheit, die auf Basis des Materials der Bildungsinitiative zum Abschluss der Pressekonferenz stattfand. „Welche Vor- und Nachteile haben Zahlungsarten wie Paypal, Rechnungskauf oder Ratenkauf?“, wurden die anwesenden Schülerinnen und Schüler gefragt.

„Nach einem Rechnungskauf trage ich die Summe immer in meinem Haushaltsbuch ein“, sagte eine Schülerin. „Wenn ich mir etwas kaufe, zahle ich dieses meistens in Raten ab“, erzählte eine andere. „Denn als Friseurlehrling verdiene ich nicht viel“, erklärte die 21-Jährige Jobina.

Wie sich die junge Mutter davor schützt, zukünftig nicht zu viele Ratenkäufe abschließen und warum sie dringend die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei einem Online-Kauf lesen und nicht gleich wegklicken soll, das lernt sie ab jetzt im Unterricht mit der WirtschaftsWerkstatt im OSZ am Ernst-Reuter-Platz.

Die Veranstaltung in Berlin-Mitte begann mit einer Geldübergabe: Zwei Schecks über jeweils 500 Euro überreichten Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs bei der SCHUFA und der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Flosbach an Schulklassen des Berufskollegs Oberberg in Gummersbach und an das Luisenburg-Gymnasium in Wunsiedel. Beide Schulteams hatten am monatlich ausgelobten Wettbewerb „Finanzhelden“ teilgenommen und die Testfragen erfolgreich bestanden.

Jugend trifft auf Politik

Der Contest ist der jüngste Baustein der WirtschaftsWerkstatt . Die Bildungsinitiative, deren Herzstück eine Lernplattform für 16 bis 25-Jährige ist, feierte Ende November ihr dreijähriges Bestehen. Zu diesem Anlass kamen rund 150 Jugendliche und junge Erwachsene aus ganz Deutschland zu einem Jugendgipfel nach Berlin und erlebten dort ein buntes Feuerwerk an inspirierenden Programmpunkten. (Einen filmischen Nachbericht zur Veranstaltung gibt es hier)

Zunächst beschrieb Finanzpolitiker Klaus-Peter Flosbach, MdB, in seinem Gastbeitrag, wie wichtig Finanzwissen sind: „Man darf nur das unterschreiben, was man auch versteht. Man muss Vergleiche anstellen und Streuungen vornehmen. Finanzbildung ist eine wichtige Bildung. Ich bin froh, dass die SCHUFA sich dafür engagiert.“

Welche Aufgabe hat die SCHUFA überhaupt und warum engagiert sie sich so intensiv für die Vermittlung von Finanzwissen? Diese Fragen erläuterte anschließend Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs. „Wir sind ein wichtiger Teil der Finanzwirtschaft in Deutschland. Deshalb sehen wir es als unsere gesellschaftliche Verantwortung, die Finanzkompetenzen der Verbraucher stärken – und das möglichst früh“, sagte Serena Holm. Mit der WirtschaftsWerkstatt will die SCHUFA Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren den verantwortungsvollen Umgang mit Geld vermitteln, indem sie Finanzthemen alltagsnah und verständlich darstellt. Serena Holm blickte auf die dreijährige Erfolgsstory der Bildungsinitiative W2 zurück: „Ich bin stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Die Resonanz auf unsere Angebote und Wettbewerbe ist enorm.“

Kreativ, inspirierend, fordernd

Der Ideenreichtum, mit dem die WirtschaftsWerkstatt seit ihrem Start weiterentwickelt wird, war deutlich auf dem Jugendgipfel zu spüren. Nach den Reden und einem Auftritt der Berliner Beatboxer RAZZZ wurden die jungen Teilnehmer aktiv. In fünf Workshops erarbeiteten sie gemeinsam mit Experten verschiedener Universitäten sowie mit YouTubern und einer Regisseurin kreative Beiträge in den Bereichen innovatives Wohnen, Recycling von Wegwerfartikeln, sie gestalteten eine Modenschau und erstellten Erklärvideos zu Begriffen aus der Finanzwelt.

Als Unterrichtsmaterial unerlässlich

Mit dem „SCHUFA macht Schule“-Unterrichtsmaterial richtet sich die Bildungsinitiative auch an Lehrkräfte. In den Schulen, die an dem Jugendgipfel teilnahmen, wird dieses Material bereits eingesetzt. „Der Lernstoff kommt gut bei den Schülern an, da er eng an ihre Lebenswelt gekoppelt ist“, sagte Henning Müller vom Kaufmännischen Berufskolleg Oberberg aus Gummersbach. Auch sein Kollege vom Luisenburg-Gymnasium aus Wunsiedel unterstrich: „Für uns ist das Material der WirtschaftsWerkstatt sehr hilfreich und zeitsparend. Denn gerade in wirtschaftlichen Fächern gibt es kaum Unterrichtsmaterial“, so der Pädagoge aus Bayern.

Befragt wurden 503 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren. Zentrale Erkenntnis: Die Kosten motivieren am stärksten. Jugendliche teilen, leihen und tauschen viel – vor allem, um Geld zu sparen (85 Prozent), aber auch, um die Umwelt zu schonen (50 Prozent). Die Befragten haben im zurückliegenden Jahr vor allem Haushaltsgeräte und Werkzeuge (61 Prozent), Elektronik (58 Prozent) und Fortbewegungsmittel (57 Prozent) geteilt, geliehen oder verliehen beziehungsweise Fahrgemeinschaften (51 Prozent) genutzt.

„Mit der WirtschaftsWerkstatt greifen wir aktuelle Themen mit Wirtschafts- und Finanzbezug aus dem Alltag der Jugendlichen auf und binden sie in unsere Bildungsarbeit ein. Die Sharing Economy ist einer der großen Trends der jüngsten Zeit: Bei diesem Wirtschaftsmodell steht das Teilen ökonomischer Ressourcen im Mittelpunkt“, sagt Dr. Astrid Kasper, Leiterin Public Affairs und CSR der SCHUFA Holding AG. „Jugendliche sind dem Tauschen und Teilen gegenüber sehr aufgeschlossen, wie unsere Untersuchung zeigt. Diese Bereitschaft ist eine wichtige Voraussetzung, um an der Sharing Economy teil zu haben.“

Die Sharing Economy genießt eine hohe soziale Akzeptanz bei jungen Menschen: Ein Großteil der Befragten (86 Prozent) sieht im Teilen, Leihen und Tauschen ein gutes Modell für die Gesellschaft und Wirtschaft, um mit Produkten und Rohstoffen verantwortungsbewusster umzugehen.

Der Großteil der befragten jungen Menschen (78 Prozent) tauscht und leiht allerdings noch vorrangig im direkten Freundes- und Bekanntenkreis. Jeder Vierte greift auf allgemeine Plattformen im Internet wie Social Media oder Messenger-Dienste zurück. Kommerzielle Sharing-Anbieter wie Airbnb, Car2Go und Flinkster werden von 12 Prozent der Befragten genutzt. Nicht-kommerzielle Sharing-Anbieter (8 Prozent) und Tauschbörsen (7 Prozent) spielen für die 16- bis 25-Jährigen keine bedeutende Rolle.

Auf ihrem Internetportal beschäftigt sich die WirtschaftsWerkstatt deshalb in den kommenden Monaten intensiv mit Themen rund um Teilen und Tauschen. Hierzu zählen Informationen zur Sharing Economy, ein App-Test für Tauschplattformen und Wettbewerbe.

Nachwuchsfilmer im Alter von 16-25 Jahren konnten ihre selbstgedrehte Filme von maximal fünf Minuten Länge einreichen. Es gab keine Vorgaben hinsichtlich Format und Genre. Gefragt war vor allem ein kreativer Umgang mit der Fragestellung – und natürlich mit der Kamera.

Das Ergebnis war überwältigend: Die WirtschaftsWerkstatt erreichten viele großartige Kurzfilme. Zum Siegerfilm kürte die Jury den Film „7.300 Tage“ von Nachwuchsfilmerin Jade Li, die an der Internationalen Filmhochschule Köln studiert und sich über den Gewinn von 3.000 Euro freute. Im gedanklichen Schnelldurchlauf reflektiert der Protagonist ihres Films alle Dinge, die er in den nächsten 7.300 Tagen, also in 20 Jahren, noch tun möchte. Wieso seine 2,5-minütige City-Radtour schließlich mit einem Sprung ins kalte Wasser endet, zeigt ihr Kurzfilm.

Aufgrund der Vielzahl an hochwertigen und spannenden Einreichungen lobte die WirtschaftsWerkstatt zusätzlich einen Publikumspreis aus: Aus zehn Filmen wählte die WirtschaftsWerkstatt-Community ihren Favoriten. Dabei wurde der Beitrag „Time Leap“ von Florian Staudenmaier zum Gewinner gekürt und mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro prämiert.

Vom erfolgreichen Rapper über den Weltenbummler bis hin zum bodenständigen Landwirt. Die Zukunftspläne der Jugendlichen waren vielseitig und kreativ in Szene gesetzt. Nach Ende der Einreichungsphase wurden die besten Beiträge auf der Homepage der W2 veröffentlicht und zu einem Voting freigegeben. Unter den Einsendungen mit den meisten Stimmen ermittelte die Jury den Gewinner: Der Sieger hat unter dem Instagram-Pseudonym @derkerlda seine Zukunft als König in Bayern fest im Blick und konnte sich über ein neues Samsung S6 mit passender Virtual Reality-Brille freuen. In den Kategorien „handwerkliches Können“ bzw. „Teamgeist“ wurden zudem zwei Sonderpreise verliehen. Darüber hinaus konnten sich zehn Voter über einen Amazon-Gutschein in Höhe von jeweils 20 Euro freuen.

Eine Fachjury mit Wissenschaftlern, Fach- und Bildungspraktikern aus acht europäischen Ländern hatte die Preisträger ausgewählt, die am 23. Juni 2016 im Bundespresseamt in Berlin ausgezeichnet wurden. Mehr als 150 internationale Gäste besuchten die Preisverleihung unter dem Titel „Digitale Innovationen in Europa“. Unter ausgewählten Teilnehmern, die sich im Rahmen einer Posterausstellung im Foyer des Bundespresseamtes präsentieren durften, war zu unserer großen Freude auch die WirtschaftsWerkstatt.

Zunächst wurden ausgewählte Beiträge auf der Seite der WirtschaftsWerkstatt veröffentlicht. Im Anschluss wurden die besten Einreichungen während einer Votingphase durch die W²-Community ermittelt. Dabei zählte als Hauptkriterium nicht nur das Bild, sondern auch die Beschreibung. Nach Ablauf der Votingphase wurden unter den 71 Einreichungen die drei besten Beiträge in einem abschließenden Juryentscheid mit einem iPad für den ersten Platz und jeweils einem Gutschein über 100 Euro für die Plätze zwei und drei prämiert. Zudem wurden unter allen Votern 10 Amazon-Gutscheine á 50 Euro verlost.

Rund um den Auszug von zu Hause ergeben sich für junge Menschen viele Fragen, wie zum Beispiel, ob man eher allein oder mit anderen Menschen wohnen möchte. Nicht selten ist das natürlich auch eine Kostenfrage - sowohl in Hinblick auf die eigentliche Miete als auch alle weiteren Lebenshaltungskosten.

Ist die Entscheidung getroffen, stellt sich die Frage: Wo und wie finde ich eine geeignete Wohnung? Worauf sollte ich beim Unterschreiben eines Mietvertrages achten? Welche Formalitäten gilt es einzuhalten? Und wie komme ich günstig an Einrichtungsgegenstände? Wer kann hier besser Auskunft geben, als junge Menschen selbst, die eine solche Situation gerade gemeistert haben.

Neue Wohnung - neuer Lebensabschnitt: Jugendliche helfen Jugendlichen

Unter dem Motto „Hotel Mama war gestern! Der Wohnratgeber für alle – Gewinne mit deinen Tipps & Tricks“ startete die WirtschaftsWerkstatt im Herbst 2015 einen neuen Wettbewerb. Mit dem Ziel, einen Ratgeber rund um das Thema „Meine erste Bude“ zu erstellen, waren Jugendliche und junge Erwachsene aufgerufen, ihre besten Tipps und Tricks bei der WirtschaftsWerkstatt abzugeben.

Gefragt waren dabei vor allem Themen wie Wohnungssuche, Einrichtung, WG-Zusammenleben, Lebenshaltungskosten, Formalitäten & Verträge sowie Stolperfallen. Bis zum 8. Oktober 2015 hatten die jungen Erwachsenen im Alter von 16 bis 25 Jahren Zeit, ihren Tipp für die Aktion abzugeben. Nach Ablauf der Einreichungsfrist wurden anhand eines Votings die Top 10 ermittelt, aus denen im Anschluss eine Jury die drei besten Tipps auswählte. Neben den drei Gewinnern, die mit je einem IKEA-Einkaufsgutschein im Wert von 300 Euro belohnt wurden, durften sich auch zehn Voter über je einen Einkaufsgutschein von DEPOT in Höhe von 20 Euro freuen,

Ziel der Aktion war es, dass Jugendliche ihre Erfahrungen mit dem ersten Auszug teilen und anderen jungen Menschen damit den Weg in die Selbstständigkeit erleichtern.

#PiggyBank:

Die #PiggyBank, das Gewinner-Team in der Kategorie Grafik&Text, hatte es sich zum Ziel gesetzt, originelle Sprüche und Motive zum Thema „Knete, Kosten und Konsum“ zu kreieren, diese auf Jutebeutel zu drucken und schließlich online zu vermarkten. Angefangen hatten die beiden 16-jährigen Gymnasiasten aus Cottbus lediglich mit einer Sprühdose, einer Nähmaschine und einem Tablet, mit denen sie den Werkraum im Keller des Max-Steenbeck-Gymnasiums zu ihrer ersten Produktionsstätte verwandelten. Zusammen mit über 20 weiteren Schülern gelang es den Jungdesignern in Rekordzeit die ersten Prototypen herzustellen und mit flotten Finanzsprüchen zu bedrucken. Schließlich wurde mit der Onlineshopping-Plattform DaWanda ein idealer Partner gefunden, mit dem der einfache und kostengünstige Vertrieb des entwickelten Produkts möglich wurde.

Geldpresse:

Aaron, Lucas, Severin, Paul und Tim waren wochenlang voll im Einsatz: Als Team Geldpresse hatten sie mit ihrem Pitch beim Jugendgipfel im Juni 2015 eine Punktlandung hingelegt und sich 5.000 Euro für ihre Idee erkämpft. Mit dem nun zur Verfügung stehenden Kapital sollten neben einer eigenen Website zum Thema „Geld“, auch ein Facebook-Auftritt und ein eigener YouTube-Kanal entstehen. Durch das Posten von regelmäßigen Blogbeiträgen, Ratgeberartikeln, Erfahrungsberichten und Videos hatte es sich das Team der Geldpresse zur Aufgabe gemacht, andere junge Menschen beim Thema Finanzen zu unterstützen.

Nachdem die vier Jugendlichen sich etliche Expertenmeinungen eingeholt und dass nötige Kamera-Equipment beisammen hatten, könnten endlich die eigentlichen Dreharbeiten beginnen. Der letzte Feinschliff erfolgte schließlich durch den Schnitt bzw. die grafische Aufbereitung des Filmmaterials, so dass bereits nach kurzer Zeit zahlreiche hochwertige Videos und Kurzfilme entstanden.

Learning by doing:

Learning by doing – dahinter verbergen sich Paul, Fabian und Claudio. Die drei bildeten neben #PiggyBank und Geldpresse das dritte Gewinnerteam des W2-Ideenwettbewerbs „KNETE, KOSTEN und KOMSUM“. Mit ihrer Idee, interaktive Videos zum Thema „Der richtige Umgang mit Geld“ überzeugten sie die Jury und konnten sich ebenfalls über einen Gutschein in Höhe von 5000 Euro für die Umsetzung ihres Vorhabens freuen.

Als Entscheidungshilfe gedacht, sollten die interaktiven Videos in verschiedenen Fallsituationen rund um das Thema Geld die Entscheidungsfindung erleichtern.

Schon bald hatte „Learning by doing“ den ersten Film zum Thema „Bafög“ im Kasten. Mit seinem Protagonisten Finn Anzen wurden etliche Fragen und Antworten zur Bafög-Beantragung beantwortet und gleichzeitig der Erweis erbracht, dass sehr wohl auch schwierige Themen mit viel Witz und Kreativität erzählt werden können.

Am 15. Juni lud die WirtschaftsWerkstatt neun Finalisten-Teams des Ideenwettbewerbs „Knete, Kosten und Konsum – Dein Finanztipp für die Community!“ zum großen Finale nach Berlin ein. Hochkonzentriert nahmen die nominierten Jugendlichen an der Endrunde des Wettbewerbs teil

90 Minuten lang wurde fleißig an den Tischen geklebt, gefaltet und geschrieben. Im Internet recherchiert und Ideen für den bevorstehenden Auftritt zusammen getragen und geprobt. Auf dem Jugendgipfel der WirtschaftsWerkstatt in Berlin herrschte kreatives Treiben. Die neun Finalisten-Teams des Wettbewerbs „Knete, Kosten und Konsum – Dein Finanztipp für die Community“ bereiteten sich intensiv auf ihre fünfminütige Präsentationsrunde vor. Den drei Siegern winkte ein Preisgeld von jeweils 5.000 Euro. Die Zweitplatzierten durften sich über 300 Euro freuen, und der dritte Platz wurde mit 150 Euro pro Team belohnt.

Im Mai diesen Jahres hatte die WirtschaftsWerkstatt, die Bildungsinitiative der SCHUFA, den Ideenwettbewerb gemeinsam mit der FAZ für Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren bundesweit gestartet. Gesucht wurden Vorschläge, wie junge Menschen ihren Altersgenossen den cleveren Umgang mit Geld nahebringen würden. Ob sie dafür eine Webseite kreieren, ein Video drehen oder eine Zeichnung anfertigen, war ihnen überlassen. Vorgestellt wurden die einfallsreichen Projekte auf der Webseite der WirtschaftsWerkstatt. Anschließend stimmten rund 20.000 Internetnutzer bei einem Voting über die drei Ideen ab, die jeweils in den Kategorien Grafik & Text, Video & Audio und Web & Social Media zum großen Finale nach Berlin fahren sollten.

Jugendliche und ihre Tipps für Altersgenossen

„Mit unserer Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt, die wir vor zwei Jahren ins Leben gerufen haben, konnten wir bereits über drei Millionen junge Menschen erreichen“, sagte Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs der SCHUFA während der Veranstaltung. „Mit diesem Ideenwettbewerb wollen wir den Austausch unter jungen Menschen zum richtigen Umgang mit Geld fördern. Denn Jugendliche wissen selber am besten, was ihre Altersgruppe interessiert und auf welchem Weg man ihre Aufmerksamkeit wecken kann.“

Wie erfinderisch und engagiert die jungen Teilnehmer waren, zeigten ihre Projekte. So entwickelten zwei Gymnasiasten aus Cottbus originelle Sprüche und Zeichnungen, die sie auf Jutebeutel, T-Shirts und Stoffarmbänder drucken und online vertreiben würden. Die beiden 16-Jährigen erhielten für ihre Projektidee „#Piggybank“ den ersten Preis in der Kategorie Grafik & Text. In der Kategorie Video & Audio setzten sich drei Gymnasiasten aus Stuttgart mit „Learning by Doing“ an die Spitze. Ihre interaktiven Videos sollen junge Menschen bei der richtigen Entscheidungsfindung im Finanzdschungel unterstützen. Dabei greifen die Videos Alltagssituationen auf und stellen den Betrachter vor verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Nachdem dieser sich per Mausklick für eine Maßnahme entschieden hat, werden ihm die Konsequenzen seiner Wahl dargestellt genauso wie hilfreiche Tipps.

„Unsere Wirtschaftslehrerin hatte uns auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht“, erzählten die 17-jährigen Stuttgarter, die sich auch optisch aufeinander abgestimmt hatten und in weißen Hemden und schwarzen Sakkos zum Finale erschienen. „Im Unterricht behandeln wir betriebswirtschaftliche Themen, aber weniger Finanzthemen aus dem Alltag. Wir sind sehr glücklich, heute gewonnen zu haben.“

Große Überraschung bei fünf Teilnehmern aus Köln. Mit ihrem Projekt „Geldpresse“ erreichten sie den ersten Platz in der Kategorie Web und Social Media. Auf einer eigenen Facebookseite wollen die Schüler regelmäßig Spartipps posten, Links der Woche mit günstigen Angeboten veröffentlichen und Tipps zum Selbermachen geben.

Als Ehrengast war Tankred Schipanski, Mitglied des Deutschen Bundestags und Abgeordneter für den Wahlkreis Gotha-Ilm-Kreis, bei den finalen Projektpräsentationen vor Ort und diskutierte mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen über Finanzbildung.

Nach den Schulferien startet der Wettbewerb in die nächste Phase. Dann entwickeln die Siegerteams ihre Projekte weiter und machen sie praxisfähig – mit professioneller Unterstützung der WirtschaftsWerkstatt.

Am 9. März 2015 hat die Bildungsinitiative der SCHUFA zwei neue Referenzschulen aus Bayern in das „SCHUFA macht Schule“-Netzwerk aufgenommen, die zukünftig mithilfe der Bildungsinitiative „WirtschaftsWerkstatt“ ihre Finanzkompetenzen stärken wollen. Stellvertretend für die SCHUFA stellten Serena Holm und Astrid Kasper gemeinsam mit dem Mitglied des Deutschen Bundestags Stephan Mayer, der seit 7 Jahren im Verbraucherbeirat der SCHUFA Mitglied ist, die WirtschaftsWerkstatt den Schulen in Waldkraiburg und Altötting vor.

Jugendliche früh über Finanzthemen informieren

Die Themen Finanzwissen und der Umgang mit Geld, Konsum, Daten und Verträgen bieten viel Stoff für spannende Diskussionen, was im Rahmen einer exemplarischen Unterrichtsstunde deutlich wurde. Unter der Anleitung von Thomas Schmidt, Geschäftsführer unseres Bildungspartners Helliwood media & education und anhand von „SCHUFA macht Schule“-Unterrichtsmaterialien erörterten die Schüler in Altötting Fragen zum Thema Datenschutz –„Wo sind meine Daten überall gespeichert?“. In Waldkraiburg wurden Fragen der Schüler zu den Themen Kredite und Verträge, Konsum und Datenschutz in Form einer interaktiven Diskussion beantwortet. Insgesamt haben 230 Schüler der beiden Schulen an den Veranstaltungen teilgenommen.

„Es ist wichtig, dass Jugendliche frühzeitig sowohl über eine hohe Finanzkompetenz als auch über das erforderliche Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge verfügen. Dies gilt umso mehr in Zeiten, in denen aufgrund der Digitalisierung des Wirtschaftslebens permanent eine Vielzahl von Wirtschaftsgütern per „Maus-Klick“ verfügbar ist“, betonte Serena Holm. Diese Problematik behandelt auch die aktuelle Umfrage der WirtschaftsWerkstatt zu digitalen Bezahlmethoden. Es wird immer bedeutender, dass die Wirtschaft sich ihrer Verantwortung bewusst und ihr Fachwissen jungen Menschen im Dialog zur Verfügung stellt.

Die SCHUFA hat mit „SCHUFA macht Schule“ bereits 2007 begonnen, den Dialog mit den Bildungseinrichtungen herzustellen. Auch Stephan Mayer begrüßte das Engagement der SCHUFA und lobte die Bildungsinitiative.

Die Bildungsinitiative „WirtschaftsWerkstatt“ prämiert im Rahmen des Wunscherfüller-Wettbewerbs die überzeugendsten Wünsche von Jugendlichen.

Unter dem Motto „W²-Wunscherfüller – Darum soll mir die WirtschaftsWerkstatt meinen Wunsch erfüllen!“ ging vergangene Woche der Wettbewerb der WirtschaftsWerkstatt zu Ende. Jugendliche und junge Erwachsene waren dazu aufgerufen ihren sehnlichsten Wunsch auf der W²-Homepage vorzustellen. Innerhalb des Wettbewerbszeitraums von sechs Wochen reichten über 100 Jugendliche ihre unterschiedlichen Wünsche ein und über 12.000 Nutzer besuchten die WirtschaftsWerkstatt.

Jetzt stehen die fünf Wettbewerbsgewinner fest. Die Sieger-Wünsche, darunter ein Flug nach Südafrika für die ehrenamtliche Mitarbeit bei einem sozialen Projekt sowie ein Laptop für die Uni, werden nun mit einer Zuzahlung von 50 Prozent des Gesamtwertes von der WirtschaftsWerkstatt unterstützt.

Wünsche durchdenken, Kaufentscheidungen bewusst treffen

„Uns hat überrascht, dass viele Einreichungen keine direkten Konsumwünsche gewesen sind und zum Teil auch nicht für sie selbst bestimmt waren“, so Astrid Kasper. Die Jugendlichen wünschen sich beispielsweise Finanzunterstützungen für eine Sprachreise, ein Auslandspraktikum, den Führerschein des besten Freundes oder die Renovierung eines Jugendhauses. Darüber hinaus zeigte sich, dass sich die Wünsche der Jugendlichen nur mit eiserner Disziplin und einem konkreten Umsetzungsplan erreichen lassen.

Genau hier möchten wir mit der WirtschaftsWerkstatt ansetzen und die jungen Menschen unterstützen. „Anschaffungen und Ausgaben sollten gut überlegt und ihre Notwendigkeit vorher hinterfragt werden. Mit dem Wettbewerb wollten wir Jugendliche dazu animieren, ihre Kaufentscheidungen bewusster zu treffen“, so Astrid Kasper. Die Jugendlichen mussten für ihre Teilnahme daher genau begründen, warum sich ihr Wunsch unbedingt jetzt erfüllen muss und was sie selbst dafür tun, damit ihr Traum Realität wird. Um diesen Ansatz zusätzlich zu fördern, leisten die Jugendlichen auch einen finanziellen Beitrag zu ihrem Wunsch.

Wir haben mit der WirtschaftsWerkstatt bisher über 2 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene erreicht und freuen uns über die zunehmenden positiven Rückmeldungen auf unsere Bildungsinitiative.

Unter dem Motto „Prospekte verteilen war gestern – welchen Nebenjob würdest Du Deinen Freunden empfehlen?“ ging vergangene Woche der Wettbewerb zum Thema Nebentätigkeit der WirtschaftsWerkstatt, der Bildungsinitiative der SCHUFA, zu Ende. Schüler und Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren wurden aufgerufen, ihre innovative Nebentätigkeit auf der WirtschaftsWerkstatt-Website vorzustellen und von der W²-Community abstimmen zu lassen.

Als Partner für den Wettbewerb konnte die W² verschiedene Medien und Jugend-Plattformen (UNICUM, SPIESSER, StudentJob, Mylittlejob, die NEBENJOB-ZENTRALE sowie YAEZ) und die YouTuberin MissKokus, gewinnen.

Über den Wettbewerbszeitraum von acht Wochen reichten über 80 Jugendliche ihre unterschiedlichen Nebenjobs ein und über 9000 Nutzer besuchten die Website.Von Klassikern wie Gassi gehen oder Pizzabote bis hin zu ausgefallenen Jobs wie Marktschreierin, Simulationspatient oder Housesitter war alles dabei.

Aus den 20 Einreichungen mit den meisten Stimmen hat die Jury am Ende die fünf Gewinner gewählt.

Serena Holm, Bereichsleiterin Corporate Affairs bei der SCHUFA Holding AG, und Dr. Astrid Kasper, Leiterin Public Affairs und CSR, prämierten am 3. Dezember stellvertretend Lydia Schmidt und Morad El-Ahmad und übergaben ihnen die Preise: Ein Business-Paket bestehend aus einem iPhone und einem iPad.

Die Gewinner sind:

Lydia aus Templin. Die Schülerin arbeitet als Maskottchen Lette bei Microsoft. Sie ist eine „Schlaumaus“ und hilft Kindern, spielend bei einem computer-unterstützten Parcours die deutsche Sprache zu lernen.

Tanzen ist seine Passion: Der Berliner Morad unterrichtet als Hip-Hop-Lehrer in der Jugendfreizeiteinrichtung „UNDERWORLD“.

Um die Welt reisen und wertvolle Ware transportieren- so verdient sich Fabian aus Hamburg etwas dazu. Er arbeitet als sogenannter On-Board-Courier.

Esra aus Mainz spielt leidenschaftlich gerne Fußball und ist seit fünf Jahren DFB-Schiedsrichterin.

Jacob aus Höchberg arbeitet als Motion Designer. Er animiert 2D Intros und verkauft diese online.

Der Wettbewerb zeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, sich etwas Geld dazu zu verdienen und bietet Jugendlichen eine Inspiration bei der Suche nach einem innovativen Job. Die WirtschaftsWerkstatt wünscht den Gewinnern viel Spaß mit den neuen technischen Hilfsmitteln und weiterhin viel Erfolg im Job und bedankt sich bei allen Wettbewerbern für die kreativen Einreichungen.

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„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, erklärt Dr. Michael Freytag. „Wir sind mit der Stärkung der Finanzkompetenz junger Menschen auf dem richtigen Weg!“

Die Comenius-EduMedia-Auszeichnungen gehören zu den bedeutendsten deutschen und europäischen Preisen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie basierter Bildungsmedien. In diesem Jahr wurden die Unterrichtsmaterialien der Initiative „SCHUFA macht Schule“ von der international besetzten Fachjury als besonders wertvoll eingestuft.

Initiator der Preisverleihung ist die Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI).

Über 1.000 Schulen in Deutschland nutzen bereits die von uns aufbereiteten didaktischen Unterlagen für einen kompetenzorientierten Unterricht zur Finanzbildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 20 Jahren. Lehrer können das Material unkompliziert und kostenfrei aus dem Internet herunterladen oder als Materialbox bestellen.

Die Pädagogen können zwischen vollständig ausgearbeiteten Arbeitsunterlagen zu Schlüsselthemen der Finanzbildung wie zum Beispiel Konsumverhalten oder Allgemeine Geschäftsbedingungen für eine 45- oder 90-minütige Unterrichtseinheit wählen und den Aktualitätendienst nutzen, der zeitgemäße Themen passgenau für den Unterricht zur Verfügung stellt.

Um die jungen Menschen dabei zu unterstützen, richtig mit Geld oder Verträgen umzugehen, greifen die SCHUFA-Lernformate Themen auf, die aus dem Umfeld Jugendlicher und junger Erwachsenen kommen wie zum Beispiel Prepaid-Handys oder Null-Prozent-Finanzierungen.

Die kompetenzorientierten Materialien sind für alle Schulformen geeignet und werden stetig erweitert. Das Ziel der Initiative ist, junge Menschen auf die Berufs- und Erwachsenenwelt vorzubereiten und ihr Finanzwissen zu stärken.

Das Comenius-EduMedia-Siegel bescheinigt die hohe didaktische und mediale Qualität der „SCHUFA macht Schule“-Unterrichtsmaterialien. Ergänzt wird das Angebot für Lehrer durch die Webseite www.WirtschaftsWerkstatt.de – eine Online-Plattform mit integriertem interaktivem Lernraum, der sich direkt an Jugendliche und junge Erwachsene richtet und ihnen via Internet Übungen, Selbsttests und Fallbeispiele bietet.

Die WirtschaftsWerkstatt feiert ihren ersten Geburtstag! Im Juli 2013 gestartet blickt die Bildungsinitiative der SCHUFA auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Alleine 1,3 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene nutzten Das Webportal mit Übungsbereich, Wissenstests und Blitzumfragen zu den Themen Geld, Konsum, Daten und Verträge erreichte rund 1,2 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene. Neben der Onlineplattform, die Hilfe zur Selbsthilfe gibt und das Bewusstsein der Nutzer für finanzielle Belange schärft, trugen viele Veranstaltungen und Ereignisse in den letzten zwölf Monaten dazu bei, die Finanzkompetenz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland zu stärken.

Juli 2013 Gelungene Premiere: Gymnasium Wöhlerschule in Frankfurt am Main testet die WirtschaftsWerkstatt

Am 2. Juli fiel in der Wöhlerschule in Frankfurt am Main der Startschuss für die neue SCHUFA-Bildungsinitiative. Die Schüler der 10. Klasse testeten das Herzstück der Initiative, die altersgerecht aufbereitete Online-Plattform www.wirtschaftswerkstatt.de.

September 2013 Deutschlandweiter Start von SCHUFA macht Schule

Zum Start der neuen kostenlosen Unterrichtsmaterialien von SCHUFA macht Schule wurden mehr als 16.000 Lehrer angeschrieben und auf das Lernmaterial aufmerksam gemacht. Die Resonanz war groß: Bereits Ende Oktober waren über 1.000 Materialboxen bundesweit an Schulen verschickt worden, die Unterrichtsmaterial zum Thema Finanzkompetenzförderung enthielten.

November 2013 Themenabend in Berlin: Experten diskutieren über Finanz- und Wirtschaftskompetenzen junger Menschen

Eine namhafte Expertenrunde aus Politik, Wissenschaft und Verbänden diskutierte in Berlin die Notwendigkeit sinnvoller Lösungen für eine kompetente Konsumentenbildung im Bereich Finanzen.

Februar 2014 Schüler der Berliner BEST-Sabel-Berufsakademie sind mithilfe der WirtschaftsWerkstatt fit in Sachen Finanzen

Rund drei Monate lang beschäftigten sich die angehenden Kaufleute der Berliner Berufsakademie im Unterricht mit den zahlreichen interaktiven Finanz-Übungen und Fallbeispielen der WirtschaftsWerkstatt. Am Ende des Projekts erhielt jeder Schüler ein Zertifikat.

April 2014 Staatliche Gewerbeschule Kraftfahrzeugtechnik Hamburg ist Referenzschule der WirtschaftsWerkstatt

Seit dem 25. April ist die staatliche Gewerbeschule Kraftfahrzeugtechnik die dritte Referenzschule der WirtschaftsWerkstatt. Neben fachbezogenen Inhalten werden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv im richtigen Umgang mit Geld geschult.

Mai 2014 Gelungene Premiere: Erster WirtschaftsWerkstatt LIVE!-Projekttag im Microsoft Center Berlin

„Ich bin jung und brauche mein Geld“ – unter diesem Motto stellten 60 Auszubildende und junge Erwachsene in dem ersten Workshop der WirtschaftsWerkstatt LIVE ihre Finanzkenntnisse auf den Prüfstand.

Juni 2014 Unterrichtsmaterial „SCHUFA macht Schule“ mit Comenius EduMedia Siegel 2014 ausgezeichnet

Die Lehrmaterialien der Initiative SCHUFA macht Schule ist sind am 19. Juni mit dem renommierten Comenius EduMedia Siegel 2014 von der Gesellschaft für Pädagogik und Information (GPI) ausgezeichnet worden.

„Wer von Euch hat einen Kredit laufen?“, will Thomas Schmidt von Helliwood media und education von den 60 Schülerinnen und Schülern wissen, die an diesem Vormittag im Atrium von Microsoft Berlin sitzen.

„Tatsächlich niemand?“, fragt der Geschäftsführer des Bildungspartners der WirtschaftsWerkstatt, nachdem sich keiner meldet. „Wer von Euch hat denn ein Handy?“ Fast alle heben ihre Hand. „Und wer von Euch zahlt es auf Raten ab?“ Wieder melden sich einige der Anwesenden.

„Und dann glaubt Ihr, keinen Kredit zu haben?“, schmunzelt der Pädagoge und erklärt, dass eine Ratenzahlung einem Kredit gleich kommt.

Zum ersten Mal lud die SCHUFA zusammen mit Helliwood zur „WirtschaftsWerkstatt Live” ein. Im Mittelpunkt des abwechslungsreichen Projekttages standen drei Schwerpunktthemen: Kredite & Verträge, Konsum und Datenschutz. Um die 16-bis 24-jährigen Teilnehmer von vier verschiedenen Berliner Berufsschulen möglichst anschaulich und lebensnah an ihre Aufgabenstellungen heranzuführen, fand zunächst ein einstündiges Speed-Dating statt. In fünf Gruppen aufgeteilt erhielten die Schüler die Möglichkeit, jeweils 10 Minuten lang Experten zu den einzelnen Schwerpunktthemen zu befragen.

„Was ist eigentlich die SCHUFA?“, will einer der Schüler der Best Sabel Schule von Serena Holm wissen. Die Bereichsleiterin Corporate Affairs bei der SCHUFA erklärt die Vermittler- und Auskunftstätigkeit der Schutzgemeinschaft und beschreibt kurze Zeit später in einer anderen Gruppe, was SCHUFA-Einträge sind. „Ich wusste gar nicht, dass ein Handyvertrag zu einem positiven Vermerk führt“, sagt Nina, die eine Ausbildung zur Sozialassistentin an der Berufsfachschule für Altenpflege INPA macht. „Zuerst war ich unsicher und mochte gar keine Fragen stellen, aber das war super heute“, lobt sie.

„Wusstet Ihr, dass ein Arbeitnehmer seine Zustimmung geben muss, wenn der Arbeitgeber dessen Daten speichern will?“, fragt der per Skype zugeschaltete Rechtsanwalt Ronald Schäfer die Schüler vom Oberstufenzentrum Bürowirtschaft und Dienstleistungen. „Einen Automatismus gibt es hier nicht. Jeder bestimmt selber, was mit seinen Daten passieren darf.“

Die an diesem Vormittag am häufigsten gestellte Frage an Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky lautete: „Wie kann ich Geld sparen und meine Ausgaben reduzieren? Der Professor für Haushalts- und Konsumökonomik an der Universität Bonn hatte einen simplen, aber sehr effizienten Tipp parat. „Dafür muss man zuerst einmal wissen, wofür man sein Geld ausgibt. Schlaue Menschen führen ein Haushaltsbuch. Wer dies über sechs Monate macht, weiß genau, wofür er sein Geld verwendet.“ Ausgaben schriftlich festzuhalten tun laut Statistik übrigens über 30 Prozent der deutschen Haushalte. „Was der Professor gesagt hat, klingt einleuchtend. Das probiere ich auch“, freut sich Kevin.

„Ich mag es nicht nicht, dass das Internet weiß, was ich für Vorlieben habe“, sagt Charlotte von der TÜV-Akademie in der Gesprächsrunde mit Stefan Deumer, Redakteur und Datenschutzbeauftragter bei Helliwood media & education. „Das Speed-Dating gibt mir Einblicke in wirtschaftliche Systeme. Ich will wissen, wie alles funktioniert.“

Andrea Buerschaper, selbständige Beraterin von Immobilienfinanzierungen und eine weitere anwesende Expertin an diesem Vormittag, freute sich über die zahlreichen Fragen der jungen Teilnehmer. „Schüler sind alle auf dem Weg ins Leben. Je besser sie darauf vorbereitet sind, desto besser ist ihr Start.“

Im Anschluss an die Fragerunden erarbeiteten die jungen Teilnehmer in sechs Workshops praxisbezogene Beispiele zu den Schwerpunktthemen, die sie am Ende des Projekttages auf einer Bühne vorstellten. Prominenter Besucher der Schlussrunde war SPD-Bundestagsabgeordneter und netzpolitischer Sprecher Lars Klingbeil. „Viele der Jugendlichen in der WirtschaftsWerkstatt sind ja durchaus schon sensibel für den Schutz ihrer Daten. Aber wir haben auch gesehen, dass es viele offene Fragen gab, wenn es um Online-Zahlungen oder Handyverträge geht. Da ist es sehr hilfreich, wenn Veranstaltungen wie die WirtschaftsWerkstatt hier Antworten geben“, sagte der Politiker.

Fazit der ersten „WirtschaftsWerkstattLive“: Auf anregende und motivierende Weise beschäftigten sich die jungen Seminarteilnehmer intensiv mit wirtschafts- und finanzrelevanten Themen und erarbeiteten selbständig realitätsbezogene Lösungen, die ihre Finanzkompetenz stärken. „Ihr steht alle gut im Leben“, lobt SCHUFA-Vertreterin Serena Holm die Teilnehmer am Ende der Veranstaltung. „Ihr wisst gut Bescheid.“

Ilona Borchert, Betriebspraxis- und Wirtschaftskundelehrerin, die zehn ihrer Schüler zu dem Event begleitete, war ebenfalls zufrieden: „Das war ein interessanter Tag mit vielen Anregungen.“

Wenn Edin Cirkovic in einem Jahr seine Ausbildung als Fachkraft im Fahrbetrieb an der Staatlichen Gewerbeschule Kraftfahrzeugtechnik in Hamburg beendet hat, wird er viel gelernt haben. Wie man Fahrgäste sicher in einem Linienbus ans Ziel bringt. Was bei der Erstellung der Fahrpläne zu beachten ist. Oder wie er Gefahren- oder Unfallsituationen bewältigt. Doch das ist nicht alles. Denn an der „Autoschule“, wie sie liebevoll von Schülern und Lehrern genannt wird, werden die jungen Erwachsenen auch bestmöglich auf das tägliche Leben vorbereitet.

„WirtschaftsWerkstatt“ stärkt Finanzkompetenzen

Ganz neu: Als Referenzschule der Bildungsinitiative „WirtschaftsWerkstatt“ können die rund 2.000 Berufsschülerinnen und -schüler zukünftig ihre Finanzkompetenzen mithilfe einer kostenlosen Lernplattform sowie zahlreichen Unterrichtsmaterialien stärken. Welche Vorteile die „WirtschaftsWerkstatt“ für die Lernenden und Lehrenden bietet, wurde anlässlich eines Pressegespräches deutlich, zu der die Bildungseinrichtung gemeinsam mit der SCHUFA und der Handwerkskammer Hamburg am 25. April eingeladen hatte.

Finanzthemen orientieren sich an Lebenswelt der Schüler

Eine exemplarische Unterrichtsstunde stellte dabei anschaulich unter Beweis, dass die Themen Geld, Konsum, Daten und Verträge viel Stoff für anregende Dialoge boten. Unter Anleitung von Thomas Schmidt, Geschäftsführer des WirtschaftsWerkstatt-Bildungspartners Helliwood media & education, und anhand von speziellen Unterrichtsmaterialien von „SCHUFA macht Schule“, erörterten Edin Cirkovic und seine Mitschüler die Vor- und Nachteile unbegrenzter Datennutzung zu einem Pauschalpreis im Internet, die sogenannten Datenflatrates. Das Ziel: Die Berufsschüler im Alter zwischen 19 und 24 Jahren sollten sich mit ihrem eigenen Nutzungsverhalten im Netz auseinandersetzen und dieses kritisch hinterfragen. „Warum soll ich für etwas bezahlen, wenn ich eine Sache gar nicht brauche? In meiner Flatrate sind monatlich zum Beispiel 3.000 SMS enthalten, die schreibe ich überhaupt nicht“, äußerte sich einer der Schüler. „Du kaufst doch auch einen Sack Kartoffeln und bekommst kein Geld für die zurück, die du nicht isst“, lautete darauf die Antwort eines Klassenkameraden. „Durch die lebensnahen Themen entstehen viele spannende Diskussionen unter den Schülern. Der gegenseitige Austausch schärft ihr Urteilsvermögen, und sie lernen so, ein Folgebewusstsein für selbst getroffene Entscheidungen zu entwickeln“, so Thomas Schmidt, der für die pädagogische Entwicklung der SCHUFA-Unterrichtsmaterialien und der „WirtschaftsWerkstatt“ verantwortlich ist.

Schüler erhalten echte Lebenshilfe

„Die meisten Mitschüler von mir sind ständig pleite. Viele sind gleich zu Beginn ihrer Ausbildung ausgezogen. Sie wissen oft nicht, wie sie ihr Leben finanzieren sollen und kaufen deshalb vieles auf Pump. Das passiert mir nicht. Ich habe mein Konto noch nie überzogen“, erklärte Edin Cirkovic stolz. Der angehende Busfahrer freut sich auf die Arbeit mit der „WirtschaftsWerkstatt“, denn in punkto Geld könne er immer etwas dazulernen. Auch Daniel Fassbender ist davon überzeugt, dass seine Klasse von der „WirtschaftsWerkstatt“ profitiert: „Die Unterrichtsmaterialien sind didaktisch so gut aufbereitet, dass selbst schwache Schüler ein Bewusstsein für wirtschaftliche Zusammenhänge entwickeln können“, betonte der Klassenlehrer. „Im Gegensatz zu vielen Lehrbüchern orientieren sich die Themenbereiche am wirklichen Alltag der Auszubildenden. Das ist ein entscheidender Vorteil, weil die jungen Menschen dadurch eine echte Lebenshilfe erhalten“, sagte der gelernte Banker weiter.

Finanzkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für die Arbeitswelt

Eine Unterstützung, die dringend erforderlich ist. Denn Finanzkompetenz ist eine wichtige Schlüsselqualifikation, die den jungen Erwachsenen den Eintritt in die Arbeitswelt erleichtert. „Betriebe brauchen Nachwuchskräfte, die über eine fundierte finanzielle Allgemeinbildung verfügen. Die ‚WirtschaftsWerkstatt‘ befindet sich am Puls der Zielgruppe und kann so frühzeitig elementare Kenntnisse vermitteln“, lobte Oliver Thieß, Leiter Bildungspolitik der Handwerkskammer Hamburg.

Weitere Referenzschulen sollen folgen

Als eine der größten Berufsschulen für Kraftfahrzeugtechnik in Deutschland ist die Hamburger „Autoschule“ neben Schulen in Berlin und Frankfurt bereits die dritte Referenzschule der „WirtschaftsWerkstatt“. Weitere Partnerschulen im gesamten Bundesgebiet sollen folgen.

Anknüpfend an die Veröffentlichung des zweiten Themenheftes „ Start up- Ich gründe mein eigenes Unternehmen “ von Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky, zeigt der Autor und Professor auf, wieso das digitale Zeitalter für junge Menschen auch Gefahren birgt. Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky ist Professor an der Universität Bonn und Mitglied im SCHUFA-Verbraucherbeirat. Der studierte Betriebs- und Volkswirt erklärt, warum das Internet Jugendliche und junge Erwachsene zum Geld ausgeben verführen kann, und wie sie sich bei einer Überschuldung verhalten sollten.

Sie sind Professor für Haushalts- und Konsumökonomik. Was lernt man bei Ihnen?

Mein Forschungs- und Lehrprogramm zielt darauf, private Haushalte als die Basisorganisationen von Wirtschaft und Gesellschaft besser zu verstehen und Instrumente zu entwickeln, die Menschen bei einer persönlich erfolgreichen und gesellschaftlich verantwortlichen Haushaltsführung unterstützen. Wir haben z.B. vor Jahren ein neuartiges System der Haushaltsbuchführung für die Planung und Kontrolle der Einnahmen und Ausgaben entwickelt. Wenn die Haushalte mehrheitlich nicht gut funktionieren können, bricht die Gesellschaft zusammen. Zunehmende Überschuldung, nicht nachhaltige, umweltschädigende Lebensstile und Endscheidung gegen die Familie mit Kindern als Lebensform sind aktuelle Alarmsignale.

Sie haben an dem Kredit-Kompass 2013 mitgewirkt. Welche Erkenntnisse ziehen Sie aus der Untersuchung über das Finanzverhalten junger Menschen in Deutschland?

Bei den jungen Menschen spielen Kauf und Nutzung digitaler Medien eine große Rolle. Das Smartphone ist der Dreh- und Angelpunkt für Information und Kommunikation und spielt eine herausragende Rolle als Statussymbol. Die meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen fühlen sich finanziell gut ausgestattet. Die große Mehrheit empfindet Schulden als Belastung und ist zurückhaltend bei der Kreditaufnahme. Das Rückzahlungsverhalten ist gut. Verbreitet ist ein Gefühl der Überforderung angesichts der zunehmenden Unübersichtlichkeit auf den Märkten für Finanzprodukte. Unterstützung bei der Entscheidungsbildung ist also wünschenswert.

Sorgt das digitale Zeitalter dafür, dass junge Menschen heute leichter in eine Schuldenfalle tappen?

Ja, bestellen und bezahlen per Internet ist weniger konkret als der Bar- oder der Teilzahlungskauf im Geschäft. Per Klick geht leichter der Überblick verloren. Außerdem ist die Internetkriminalität eine der am stärksten wachsenden „Branchen“.

Werden junge Menschen in der Schule genügend auf das Thema "richtiger Umgang mit Geld und Verträgen" vorbereitet?

Es gibt zahlreiche Angebote für den Schulunterricht, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Eine rein technische Behandlung des Themas greift zu kurz. Der Umgang mit Geld, Finanzdienstleistungen und Verträgen ist eingebettet in den ganzen Haushalts- und Lebenszusammenhang. Ich muss wissen, wer ich bin, was ich will und was ich verantworten kann. Geld ist nur ein Zwischengut. Es hat medialen Charakter. Diese Grundorientierung für den Umgang mit Geld und Verträgen kommt oft zu kurz.

Das Themenheft Start up

Welchen Beitrag können die WirtschaftsWerkstatt und die Unterrichtsmaterialien von SCHUFA macht Schule zur Finanzkompetenzsteigerung von jungen Leuten leisten?

Die WirtschaftsWerkstatt ist auf der Höhe der digitalen Zeit. Sie kann die jungen Menschen dort erreichen, wo sie sich tummeln. Und auch die Inhalte und deren Präsentation treffen die Emotionen und Motivlage der Jugendlichen. Mit den SCHUFA macht Schule-Materialien wird u.a. erstmals ein Themenpaket angeboten, dass die aktive Rolle der Einzelnen in das Bewusstsein hebt. In zwei Themenheften werden die Gründung des eigenen Haushalts sowie des eigenen Unternehmens für den Schulunterricht aufbereitet.

Es gibt zahlreiche Materialangebote in diesem Themenbereich für Schulen – woran erkennen die Lehrenden die qualitativen Unterschiede?

Ohne eine sehr umfangreiche Fachbildung und praktische Erprobung können sie das nicht erkennen. Das ist ein ernstes Problem.

Wie lauten Ihre Zukunftsprognosen: Werden sich junge Leute in Zukunft öfter überschulden?

Ich fürchte, ja. Die Schere zwischen Lebensansprüchen und finanziellen Mittel für deren Realisierung, also Berufspositionen und monetäres Einkommen, wird sich insgesamt weiter öffnen.

Inwieweit ist die Politik auf diesem Gebiet gefordert, sich einzubringen oder bestimmte Weichen zu stellen?

Die politischen Schaltzentralen sind arbeitsteilig organisiert. Gesellschaftliche Probleme sind parzelliert auf Ministerien für Familie, Bildung, Arbeit, Soziales, Verbraucherschutz, Justiz, Wirtschaft, Umweltschutz, Verkehr usw. aufgeteilt. Die Probleme, wie ich sie sehe, werden in keinem Ministerium – unter einheitlicher Leitung – behandelt. Ein Ministerium für Privathaushalt und Konsum gibt es ja bekanntlich nicht.

Welche präventiven Maßnahmen sind von der Gesellschaft zu leisten?

Eine alltags- und lebensökonomisch orientierte Grundbildung von der ersten Klasse bis zum Schulabschluss wäre notwendig. Aufbauend und ergänzend wären passende Bildungs- und Beratungsangebote zu etablieren, die an Lebenssituationen ausgerichtete Kurse und Materialien vorhalten, wie Haushalts- und Familiengründung, Management von Vermögensbildung und Verschuldung, Unternehmensgründung, Übergang in den Ruhestand.

Was raten Sie einem überschuldeten jungen Menschen?

In einer solchen Situation ist das Wichtigste, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern Rat und Hilfe zu suchen: bei der Familie, bei Freunden und Verwandten sowie bei einer Schuldnerberatungsstelle der Kommune oder eines Wohlfahrtsverbands. Wichtig ist auch die Kontaktaufnahme mit den Gläubigern, um klarzustellen, dass aktiv an einer Lösung gearbeitet wird. Überschuldung ist eine Grenzsituation, die nicht zwingend in eine dauerhafte Abwärtsspirale führt, sondern aus der man auch gestärkt herauskommen kann.

Zwei junge Mädchen haben zehn Tage lang die WirtschaftsWerkstatt besucht. Folgendes haben sie über sich und ihr Finanzverhalten gelernt:

„Wofür gebe ich mein Geld aus? Am Ende des Monats ist es meistens aufgebraucht. Aber wofür eigentlich?“ Das fragte sich Jana Tabea Stern, nachdem sie sich bei der WirtschaftsWerkstatt angemeldet hatte. Um sich einen genauen Überblick zu verschaffen, listete die 18-Jährige im interaktiven Lernraum der Plattform ihre Ausgaben auf und war erstaunt, wie sich große und kleine Kosten plötzlich summierten.

In der letzten Zeit ist sie zu häufig essen gegangen, stellte Jana Tabea Stern fest. Das müsse sie wieder einschränken, beschloss die Abiturientin. Auch für ihr Hobby, das Fotografieren, hat sie schon viel ausgegeben. Fünf analoge und eine digitale Kamera besitzt Jana Tabea. Für den Kauf des modernen Gerätes lieh sie sich Geld von ihren Großeltern und stotterte es anschließend wieder ab.

Bevor sie von Oldenburg nach Berlin in eine Wohngemeinschaft gezogen ist, hat Jana Tabea mit ihren Eltern ausgerechnet, wie hoch ihre monatlichen Belastungen sein würden. Von den 800 Euro, die ihr monatlich zur Verfügung stehen, zahlt Jana Tabea allein 300 Euro Miete.

Aber Jana Tabea lebt sparsam. Bisher musste sie ihre Eltern nicht um mehr Geld bitten. Dass sie einen guten Überblick über ihre Finanzen hat, gab sie auch bei den Fragen zur Selbsteinschätzung in der WirtschaftsWerkstatt an. Dabei könne man sich im digitalen Zeitalter leichter verschulden als früher. „Im Internet Geld auszugeben fühlt sich anders an, als in einem Geschäft bar zu zahlen“, sagt Jana Tabea. „Durch Online-Shopping werden viele junge Menschen verführt, mehr Geld auszugeben, als sie tatsächlich zur Verfügung haben,“ ist sie überzeugt.

Den Blick für Finanzthemen schärfen

Während Jana Tabea, die nach ihrem Freiwilligenjahr Publizistik und Kommunikationswissenschaften studieren möchte, zuhause auf den vernünftigen Umgang mit Geld vorbereitet wurde, hat sie am Gymnasium keine Berührung mit der Thematik gehabt. „Ich habe zwar Wirtschaftslehre in der zehnten Klasse gewählt. Aber in dem Kurs ging es nicht um die Erlangung praktischer Kompetenzen, sondern um das Errechnen von Zinsen und anderes theoretisches Wissen. Das war mir zu mathematisch.“ Eigentlich schade, dass Jugendliche in der Schule nichts über Verträge oder Kredite lernen und so auf die reale Welt vorbereitet würden, findet sie.

Es gäbe so manche junge Leute, die Rechnungen einfach ignorieren und auf diese Weise in eine Schuldenfalle liefen, glaubt sie. Deshalb empfiehlt Jana Tabea vor allem 15-20-Jährigen, die WirtschaftsWerkstatt zu besuchen. „Sie hat meinen Blick für Finanzthemen geschärft. Ich hatte zwar immer das Gefühl, ich wüsste alles, aber das stimmt nicht. Inzwischen führe ich sogar ein Haushaltsbuch.“

Stärken herausfinden und an Schwächen arbeiten

Lisa Meier wohnt noch bei ihren Eltern in Berlin. Eigentlich hatte die 18-Jährige vor, nach ihrem Freiwilligenjahr (FSJ) auszuziehen und ein Studium zu beginnen. Aber inzwischen hat sich die Abiturientin entschieden, ein weiteres Freiwilligenjahr zu absolvieren – in Spanien.

Genau wie Jana Tabea Stern beschäftigte sich Lisa intensiv mit der Selbsteinschätzung und den drei Themenbereichen Konsum, Datenschutz sowie Kredite & Verträge, die auf dem ePortfolio der WirtschaftsWerkstatt getestet und geschult werden. Auf diese Weise fand sie ihre Stärken im Bereich Finanzen heraus und konnte an ihren Schwächen arbeiten.

Das Ergebnis: Bei ihrem ersten Testdurchgang befanden sich die Bewertungen im guten- bis Mittelfeld. Das war schon einmal ein gelungener Einstieg. Nach zehn Tagen intensiven Umgangs mit der WirtschaftsWerkstatt absolvierte Lisa den Selbsteinschätzungstest ein zweites Mal. Diesmal erreichte sie die Höchstpunktzahlen.

Lisa Meier gehört zu den 78 Prozent der 15- bis 20-Jährigen, die laut Kredit-Kompass 2013 ihre eigenen monatlichen Ausgaben gut planen und sich auch einschränken können, wenn sie doch einmal über ihr Limit gegangen sind. „Ich empfinde mich als sparsam. Manchmal sogar als geizig“, lautet ihr Selbsturteil. Bereits im Elternhaus hat Lisa gelernt, sich ihr Geld einzuteilen. Als sie zur Schule kam, durfte sie nach dem wöchentlichen Großeinkauf der Familie immer den Einkaufswagen-Euro behalten. Später gab es Taschengeld. Davon sparte sie sich ihren Laptop zusammen – ihre bisher größte Investition.

Gerne hätte sie ihre Finanzkompetenzen in der Schule gestärkt, aber auf beiden Gymnasien, die sie durch den Umzug ihrer Familie besuchte, gab es keinerlei Angebote. „Ein Lehrer erzählte mir, dass man nur 20 Prozent dessen, was man in der Schule lernt, im späteren Leben braucht. Das finde ich sehr traurig. Ich hätte mir gewünscht, statt analytischer Geometrie lebensnahes Wissen vermittelt zu bekommen“, bedauert sie.

Kein Wunder, dass sie sich im Bereich Verträge & Klauseln bisher noch nicht fit genug fühlte. „Aber genau dazu habe ich im Informationsteil der WirtschaftsWerkstatt sehr viel gelernt. Die Plattform ist eine Mischung aus Wissen und Spaß. Das hat mir besonders gut gefallen“, resümiert Lisa.

Auf Einladung der SCHUFA diskutierte eine Expertenrunde aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Berlin die Wirtschaftskompetenz von Jugendlichen

Sie träumen vom Smartphone, dem ersten Auto oder der eigenen Wohnung. Die Verlockung der scheinbar unbegrenzten Konsummöglichkeiten ist für Jugendliche und junge Erwachsene in der digital geprägten Zeit besonders groß. Doch sind die jungen Menschen in der Lage, ihre finanziellen Angelegenheiten selbstständig und verantwortungsvoll zu regeln? Wie können sie dabei unterstützt werden, zu verantwortungsbewussten Konsumenten heranzuwachsen? Diesen und weiteren Fragen widmeten sich namhafte Gäste aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft auf dem SCHUFA-Themenabend, der unter dem Motto „Wirtschaftskompetenz von Jugendlichen im digitalen Zeitalter – Chancen der Verbraucherbildung“ am 28. November in Berlin stattfand.

Zwischen Konsum und Krediten

58 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes basiert auf privatem Konsum. Dieser ist oft unterlegt mit Krediten. So ist die Zahl der Verbraucherkredite in den letzten zehn Jahren deutlich angestiegen – umüber 50 Prozent. „Die gute Nachricht ist, dass die Kredite in Deutschland zu 97,5 Prozent reibungslos zurückgezahlt werden“, sagte Dr. Michael Freytag, Vorsitzender des Vorstandes der SCHUFA Holding AG zu Beginn des Thementags.

Auch das Finanzmanagement von jungen Menschen in Deutschland funktioniert weitgehend. Das beweist eine von der SCHUFA in Auftrag gegebene Studie für den diesjährigen Kreditkompass mit dem Thema „Finanzkompetenz junger Menschen“. Die GfK-Umfrage ergab, dass 78 Prozent der 15-24-Jährigen systematisch ihre Finanzausgaben planen und 50 Prozent von ihnen regelmäßig sparen. Allerdings haben junge Menschen deutliche Unsicherheiten bei komplexen Finanzstrukturen. Sie beklagen, dass im Unterricht zwar allgemeines Wirtschaftswissen gelehrt, aber keine Finanzkompetenzen für den Alltag vermittelt werden. Hier setzt die SCHUFA mit ihrer Bildungsinitiative an.

Die SCHUFA engagiert sich seit vielen Jahren für die Vermittlung einer fundierten Finanzkompetenz bei jungen Menschen. Seit über fünf Jahren unterstützt das Programm ‚SCHUFA macht Schule’ Lehrkräfte mit entsprechenden Unterrichtsmaterialien. Über 30.000 Pädagogen haben die Lernmodule bereits abgerufen. Jetzt bauen wir dieses Engagement mit der WirtschaftsWerkstatt weiter aus. Ein Bildungsprogramm, das sich direkt an junge Konsumenten richtet. In einem digitalen Erfahrungsraum können Jugendliche und junge Erwachsene auf spielerische Weise ihr Finanzwissen testen und trainieren. Die Lernmodule können auch problemlos in den Unterricht integriert werden.

Schulden werden zu wenig thematisiert

Bettina Heine, Schuldnerberaterin und Vorstandsmitglied in der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldner- und Insolvenzberatung Berlin e.V. erläutert ihre Erfahrungen in der anschließenden Podiumsdiskussion. „: Ich unterstütze Initiativen, die dazu beitragen, sich mit dem Thema Finanzbildung auseinanderzusetzen. Ich finde es positiv, dass die Angebote der WirtschaftsWerkstatt in den Unterricht integrierbar sind. Auf diese Weise können die Schülerinnen und Schüler die Lerntools z.B. im Informatikunterricht abrufen.“

Mechthild Heil, MdB und Verbraucherschutzbeauftragte der CDU/CSU Bundestagsfraktion: „Die Wirtschaftswerkstatt ist eine tolle Plattform für Jugendliche und kommt sicher gut an. Die Politikerin unterstützt Bildungsprogramme, die von der Wirtschaft gefördert werden.“ Allerdings müsse dabei stets transparent sein, wer dahinter steckt.

Katja Dörner, Expertin für Kinder- und Familienfragen der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, sieht großen Bedarf an Schulen, frühzeitig Finanzkompetenzen in den Unterricht zu integrieren. „Kinder und Jugendliche sind als Heranwachsende besonders beratungs- und schutzbedürftige Verbraucher.“

Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky, Mitglied im SCHUFA Verbraucherbeirat, hat ebenfalls bei den Unterrichtsmaterialien für „SCHUFA macht Schule“ mitgewirkt. Er sprach sich in der Podiumsrunde für die Qualität der Materialien aus.

Die Wahl der richtigen Materialien

Doch wie können Schulen die richtigen Entscheidungen bei dem großen Angebot von Materialien treffen? „Wir haben sehr kompetente Lehrer in Deutschland. Ihnen sollten wir es zutrauen, selber zu entscheiden, welches Material zu ihnen passt“, warf Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Helliwood Media & Education ein. Seine Agentur zeichnet für die pädagogische Entwicklung der SCHUFA-Unterrichtsmaterialien und der WirtschaftsWerkstatt verantwortlich. „Hauptsache ist doch, dass die Schulen die Veränderungen aufgreifen, die sich durch die Digitalisierung im Alltag von Kindern und Jugendlichen ergeben haben.“

Shary Reeves, Moderatorin der Kinder- und Jugend-Wissenssendung „Wissen macht Ah!“ weiß um die Bedeutung von Schulden: „Zahlungsschwierigkeiten sind sehr belastend. Gleichgültig, ob sie selbst- oder fremdverschuldet zustande kommen." Sie arbeitet viel mit jungen Sportlern zusammen. Als ehemalige Bundesligaspielerin weiß sie natürlich genau, was man im Fußball für Gehälter zahlt. Somit hat sie bei dem ein oder anderen Nachwuchssportler auch schon beobachten können, dass man sich beim ersten großen Gehalt direkt mal ein teures Auto mit hoher Leasingrate zulegt. Obwohl man durch einen Sportunfall von heut auf Morgen schnell mal sportinvalide sein kann. „Ich finde die WirtschaftsWerkstatt super. Man muss mit dem Thema auch an Sportvereine herantreten. Dort erreicht man die jungen Leute.“

Fazit des Abends: Mit der Stärkung von Finanzkompetenzen kann bei jungen Menschen nicht früh genug begonnen werden.