SCHUFA-Verbraucherbeirat

Offener und kritischer Gesprächspartner: der SCHUFA-Verbraucherbeirat

Für den Austausch über verbraucherrelevante Themen hat die SCHUFA 2008 – als einzige Auskunftei in Deutschland - einen unabhängigen Beirat als neutrale Instanz eingerichtet.

Das Gremium ist mit vierzehn Experten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und gesellschaftlichen Einrichtungen interdisziplinär besetzt. Als offener und kritischer Gesprächspartner und Expertenrat werden in dem Beirat verschiedene Verbraucherthemen in gemeinsamen Sitzungen diskutiert, an denen auch der Vorstandsvorsitzende der SCHUFA Holding AG, Dr. Michael Freytag, teilnimmt.

Der Verbraucherbeirat wirkt an der Themensetzung des SCHUFA Kredit-Kompasses mit. Er empfiehlt wissenschaftliche und/oder andere Projektaufträge und gibt Anregungen insbesondere hinsichtlich der gesamtgesellschaftlichen Zusammenhänge und der publizistischen Schwerpunkte.

Im Dialog: SCHUFA-Verbraucherbeirat und Ombudsmann

Der Beirat tagt zwei Mal pro Jahr. Darüber hinaus werden einzelne Themen in spezifischen Arbeitsgruppen und Workshops vertieft behandelt. Das Gremium steht auch im Austausch mit dem ebenfalls unabhängigen SCHUFA Ombudsmann. Neben seiner regelmäßigen Berichterstattung legt der Ombudsmann dem Verbraucherbeirat einmal jährlich seinen Tätigkeitsbericht vor.

Mitglieder im SCHUFA-Verbraucherbeirat

Tarik Ahmia ist Diplom-Volkswirt und Kommunikations- wissenschaftler. Sein Wirtschaftsstudium hat er an der Technischen Universität in Berlin absolviert. Das Fach Media Studies schloss er an der University of Sussex mit einem Master ab. Mit Anfang 20 begann der Deutsch-Algerier seine journalistische Laufbahn. Zunächst arbeitete er als Zeitschriftenredakteur beim IT-Verlag Markt & Technik in München und ist seit seiner Studienzeit regelmäßig für verschiedene Zeitungen, Radio und Fernsehen tätig. Der lang- jährige taz-Redakteur arbeitet heute als Hörfunkredakteur bei Deutschlandradio Kultur.

Mit-Gründerin der „rw budgetberatung“. Sie ist Diplom-Haushaltswissenschaftlerin (Universität Hohenheim) und verfügt über einen Masterabschluss der Oregon State University, U.S.A. Nach ihrem Studium arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Dortmund (1981–1983) und war danach beim Württembergischen Genossenschaftsverband verantwortlich für den Aufbau des „Haushaltsservice“ zur Budgetberatung von Kunden der Mitgliedsbanken (1983–1987). Die anschließende Familienphase beendete sie im Jahr 2000 mit der Weiterbildung zur Schuldner- und Insolvenzberaterin und der ehrenamtlichen Tätigkeit in einer Schuldnerberatungsstelle in Frankfurt. 2005 konzipierte sie zusammen mit Silvia Morelle die „rw budgetberatung“ mit Angeboten für die Budgetberatung privater Haushalte. Frau Bürkin ist Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V..

Werner Just beendete 1980 sein Studium zum Dipl.-Sozialarbeiter. Von 1984 bis 1987 studierte er berufsbegleitend an der Verwaltungs- akademie Köln (VWA) und schloss mit dem Verwaltungsdiplom ab. Seit 1991 ist er Fachbereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung des SKM Köln (Sozialdienst kath. Männer). Seit Beginn seiner beruflichen Tätigkeit entwickelte er ein besonderes Interesse zu Fragen der Ver-und Überschuldung sowie der Schuldnerberatung. Er vertritt den Deutschen Caritasverband in der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände auf Bundesebene. Herr Just ist Autor zahlreicher Artikel zum Themenkomplex Schuldnerberatung und war Berater und Trainer eines GTZ Projektes (heute GIZ) zum Aufbau der Schuldnerberatung in Südafrika.

Innen-, rechts- und datenschutzpolitischer Sprecher der CSU und seit 2002 Mitglied des Bundestages. 1993 bis 1997 Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 1997 erstes juristisches Staatsexamen, 2000 zweites juristisches Staatsexamen. Seit September 2000 Rechtsanwalt. 1994 bis 2003 Kreisvorsitzender der Jungen Union, seit 1997 Mitglied des CSU-Bezirksvorstandes Oberbayern. Seit 1996 Stadtrat in Neuötting und Kreisrat im Landkreis Altötting, seit 2002 stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CSU-Kreistags-fraktion Altötting. Seit 2008 Präsidiumsmitglied des Bundes der Vertriebenen, seit 2009 Mitglied des CSU-Parteivorstandes, seit 2010 Präsident der THW Bundesvereinigung e.V.

Hans-W. Micklitz ist Professor für Europäisches Wirtschaftsrecht am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Professor für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Bamberg, am Jean Monnet Lehrstuhl für Europäisches Wirtschaftsrecht (beurlaubt), Honorprofessor an der Universität Lancaster, Vorstand des Instituts für Europäisches Wirtschafts- und Verbraucherrecht, e.V. Bamberg. Er ist Mitglied im Sachverständigenrat für Verbraucherfragen des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Hans Micklitz hat zahlreiche Publikationen zum deutschen und europäischen Wirtschafts- und Verbraucherrecht veröffentlicht.

Professor für Haushalts- und Konsumökonomik am Institut für Lebensmittel- und Ressourcenökonomik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Studium der Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin, Abschluss als Dipl.-Kaufmann und Dipl.-Volkswirt. Mitglied des wissenschaftlichen Gutachtergremiums für den 1. und 2. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung. Arbeitsschwerpunkte: Alltags- und Lebensökonomie, produktive Aspekte des Verbraucherverhaltens, Armut und Armutsprävention, sozioökonomisch-ökologische Bildung. Mitglied des Runden Tisches des Deutschen Nationalkomitees der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung, Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutschland im Plus.

Professorin für Konsumentenverhalten und Verbraucherpolitik an der Copenhagen Business School, seit Januar 2011 auch Gastprofessorin an der Zeppelin University Friedrichshafen. Diplom-Ökonomin (Universität Hohenheim, UC Los Angeles); Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Dr. oec.). Editor des internationalen „Journal of Consumer Policy“. Vorsitzende des Sachverständigenrates für Verbraucherfragen beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

Prof. Dr. Lothar Rolke lehrt Betriebswirtschaftslehre und Unternehmenskommunikation seit 1996 an der Hochschule Mainz - University of Applied Sciences. Außerdem hat er Gastdozenturen in Österreich und der Schweiz. Seine Forschungsschwerpunkte beschäftigen sich mit Fragen der Steuerung, Wirkungsmessung und Erfolgskontrolle von Unternehmenskommunikation. Von 1986 bis 1996 war er zunächst Berater und dann Geschäftsführender Gesellschafter der Reporter PR GmbH sowie Sprecher der Geschäftsführung. Für zwei Jahre gehörte er dem Präsidium der Gesellschaft der Public Relations Agenturen (GPRA) an. Er ist Vorsitzender der Prüfungskommission der Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation der deutschen Kommunikationswirtschaft (PZOK) GmbH und Jurymitglied verschiedener Kommunikations- und Publikationspreise.

Norbert Schneider promovierte 1986 zum Dr. rer. pol. an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 1994 habilitierte er dort zum Thema Familie und private Lebensführung in West- und Ostdeutschland. Seit 2009 ist Prof. Schneider Direktor des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden. Zuvor war er als Professor für Soziologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz tätig. 2010 wurde Schneider in die Kommission zur Erstellung des achten Familienberichts der Bundesregierung sowie den Expertenrat Demografie beim Bundesminister des Innern berufen. Als Gastprofessor lehrt er an den Universitäten in Wien, Mainz, Frankfurt und der European Business School.

Prof. Dr. Bernd Skiera hat an der Universität Kiel promoviert und habilitiert und seit 1999 den ersten Lehrstuhl für Electronic Commerce in Deutschland an der Goethe-Universität Frankfurt inne (www.ecommerce.wiwi.uni-frankfurt.de). Er beschäftigt sich mit Themen rund um den Handel im Internet, darunter auch Zahlungsverfahren und die elektronische Rechnungsstellung. Er ist zudem im Vorstand des eFinance-Lab, des Deutschen Marketingverbands und der Schmalenbach-Gesellschaft sowie im Beirat der INFORMS Society of Marketing Science (ISMS).

Dirk Stein, Jahrgang 1966, ist Abteilungsdirektor für den Geschäftsbereich Retail Banking und Banktechnologie beim Bundesverband deutscher Banken e.V. Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutsche Bank AG und Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität zu Köln. Erste berufliche Tätigkeit in der Marketingabteilung der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer in London, Großbritannien. Danach Auslandsbankenbetreuer bei der Berliner Volksbank eG und zuletzt als Gruppenleiter des Euro-Desk tätig. Seit 1999 beim Bundesverband deutscher Banken im Geschäftsbereich Retail Banking und Banktechnologie zuständig für die Verbraucherpolitik und die Integration der europäischen Retail-Banking-Märkte. Zahlreiche Veröffentlichungen, insbesondere zur Integration der europäischen Hypothekarkreditmärkte, zum Scoring, zum Girokonto für jedermann und zur SCHUFA.

Dr. Frederic Ufer leitet seit dem Jahr 2007 den Bereich Recht und Regulierung des VATM, einem der größten Telekommunikationsverbände mit Vertretungen in Berlin, Brüssel, Köln und Washington. In dieser Funktion ist der 1977 geborene Rechtsanwalt für die Koordination der regulatorischen und rechtlichen Themen verantwortlich. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Köln war der Jurist wissenschaftlich an der Universität zu Köln tätig. Ebenfalls an der Universität Köln promovierte er zu dem Thema "Die Haftung der Internet Provider nach dem Teledienstegesetz". Profunde Kenntnisse im Bereich Telekommunikation- und Medienrecht sammelte Dr. Ufer in mehrjähriger Tätigkeit in einer internationalen Wirtschaftskanzlei. In New York arbeitete er im Bereich der Projektfinanzierung und Unternehmensfusionen. Aufgrund zahlreicher Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Kommentaren des Telekommunikationsrechts ist Dr. Ufer ein profilierter Experte im Bereich Telekommunikation und Regulierungsrecht.

Seit Juni 2010 Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels e.V.. Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) ist die Branchenvereinigung der Versand- und Online-Händler. Derzeit sind über 290 Unternehmen im Verband organisiert, die ihre Waren per Katalog, Internet oder TV anbieten. Vor seiner Tätigkeit beim bvh arbeitete Wenk-Fischer in Frankfurt am Main als Chefredakteur der renommierten juristischen Fachzeitschrift NJW (Neue Juristische Wochenschrift), die im Verlag C.H. Beck erscheint. Ausgewiesenes Branchenwissen sammelte der Rechtsanwalt zuvor bei der Hamburger Otto Group, für die er von 1997 bis 2007 tätig war – zuletzt als Leiter Konzern-Recht und Immobilien.

Manfred Zöllmer hat Volkswirtschaft, Betriebswirtschaft sowie Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität in Bochum studiert. Nach dem 1. und 2. Staatsexamen arbeitete er als Lehrer im zweiten Bildungsweg am Bergischen Kolleg in Wuppertal, später als Stellvertretender Schulleiter, Studiendirektor. Manfred Zöllmer war Vorsitzender des Ortsvereins Elberfeld-Nordstadt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und von 1999 bis 2002 Vorsitzender der Ratsfraktion der SPD in Wuppertal. Seit Oktober 2002 ist er als direkt gewählter Abgeordneter im Deutschen Bundestag. 2005 bis 2009 war er stellvertretender Sprecher für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft der SPD-Bundestagsfraktion. Im September 2009 erneute Wiederwahl als direkt gewählter Abgeordneter im Wahlkreis Wuppertal I.