Scoring bedeutet, dass anhand von Erfahrungen aus der Vergangenheit Prognosen für die Zukunft erstellt werden.

Es geht grundsätzlich um die Frage: „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt?“ Um Eintrittswahrscheinlichkeiten möglichst genau zu prognostizieren werden zum Beispiel in der Medizin, der Meteorologie oder im Versicherungswesen dazu relevante Daten erfasst und statistisch ausgewertet.

Beim Bonitätsscoring geht es um die Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Person ihren Zahlungen nachkommt. Das ist eine sehr wichtige Information für Unternehmen oder Banken. Es hilft dabei, datenbasiert zu entscheiden, ob ein Kredit oder ein Kauf auf Rechnung zustande kommt. So wird das Risiko eines Zahlungsausfalls minimiert.

Ohne Bonitätseinschätzung müsste ein finanzielles Ausfallrisiko auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher umgelegt werden. Viele Produkte, Dienstleistungen und Kredite wären wahrscheinlich teurer – für uns alle. Zahlreiche Geschäfte würden sehr viel länger dauern. Sie müssten eventuell – wie in anderen Ländern obligatorisch – extra eine teure Kreditausfallversicherung für ein Darlehen abschließen. Bequeme Zahlungsoptionen wie „Kauf auf Rechnung“ im Internet würde es wohl in der jetzigen Form kaum geben. Viele Online-Bestellungen würden Tage zur Abwicklung benötigen – heute passiert das in Sekunden.

Weitere Informationen zum Thema Scoring finden Sie unter .

Möchten Sie geben?

Möchten Sie geben?