Online-Betrug gehört für viele Verbraucherinnen und Verbraucher längst zum digitalen Alltag. Die zeigt: Jeder vierte Verbraucher in Deutschland war bereits von Online-Betrug betroffen. Zu den größten Bedrohungen zählt dabei – der Diebstahl von sensiblen Daten wie Mailadressen, Passwörtern oder Bankdaten.

Wie präsent die Masche ist, zeigt auch das Bundeslagebild Cybercrime 2025: Allein in 2025 wurden 382.470 Phishing-Mails registriert. Die Zahl verdeutlicht, dass Phishing weiterhin zu den meistgenutzten Methoden von Cyberkriminellen gehört.

Gleichzeitig verändern sich die Angriffe rasant. Neben klassischen E-Mails setzen Betrüger heute auf QR-Codes, SMS, Telefonanrufe oder künstliche Intelligenz, um ihre Opfer zu täuschen.

In den SCHUFA Schutzwochen 2026 zeigen wir, welche Phishing-Maschen aktuell besonders verbreitet sind, woran Sie diese erkennen und wie Sie sich wirksam vor Datenmissbrauch und finanziellen Schäden schützen können.

  • Phishing zählt zu den größten Verbraucherbedrohungen in Deutschland. Fast jede zweite beim BSI gemeldete Sicherheitsanfrage steht im Zusammenhang mit Phishing, Accountmissbrauch oder Identitätsdiebstahl.
  • Jeder vierte Verbraucher in Deutschland war bereits von Online-Betrug betroffen. Phishing gehört dabei zu den häufigsten Methoden, um an persönliche Daten und Zugangsinformationen zu gelangen.
  • Phishing betrifft nicht nur Privatpersonen. Die Bitkom-Studie 2025 zeigt, dass innerhalb eines Jahres 22 Prozent der deutschen Unternehmen Schäden durch Phishing-Angriffe erlitten.
  • Die Folgen sind oft spürbar. Im Cybersicherheitsmonitor 2026 gaben 12 Prozent der Befragten an, bereits Opfer eines Phishing-Angriffs geworden zu sein. Von ihnen berichteten 88 Prozent über konkrete Schäden.
  • denn je. Sicherheitsbehörden beobachten, dass Cyberkriminelle zunehmend Künstliche Intelligenz nutzen, um täuschend echte Nachrichten und Social-Engineering-Angriffe zu erstellen.

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Gefälschte E-Mails, betrügerische SMS, manipulierte QR-Codes oder täuschend echte Anrufe: Phishing gehört zu den häufigsten Formen des Internetbetrugs. Das Ziel der Betrüger ist immer dasselbe: Sie wollen an persönliche Daten, Passwörter, Kreditkarteninformationen oder Zugangsdaten zum Online-Banking gelangen. Dabei entwickeln sich die Methoden ständig weiter und werden immer professioneller. Neben klassischen Phishing-Mails nutzen Kriminelle heute auch künstliche Intelligenz, Suchmaschinen oder Telefonanrufe, um Vertrauen zu erschleichen und ihre Opfer zu täuschen. Hier sind die häufigsten Phishing-Betrugsarten:

1. Quishing: Phishing mit QR-Codes

kombiniert QR-Codes mit klassischen Phishing-Angriffen. Kriminelle versenden QR-Codes per E-Mail, Messenger und Briefpost oder platzieren diese auf Aufklebern und Plakaten. Nach dem Scannen werden Betroffene auf gefälschte Webseiten weitergeleitet, auf denen sie ihre Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen oder andere sensible Daten eingeben sollen. Da die tatsächliche Internetadresse hinter dem QR-Code verborgen ist, erkennen viele Nutzerinnen und Nutzer den Betrug erst zu spät.

Laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind folgende Warnsignale typisch:

  • Unerwartete QR-Codes von Banken, Behörden oder Unternehmen
  • Aufforderungen zur Eingabe von Passwörtern oder Zahlungsdaten
  • Dringende Sicherheits- oder Kontohinweise
  • Unbekannte oder ungewöhnliche Internetadressen nach dem Scan

2. Smishing: Phishing per SMS

Beim versenden Kriminelle betrügerische SMS oder Messenger-Nachrichten. Häufig geben sie sich als Paketdienst, Bank oder Online-Dienst aus und behaupten beispielsweise, dass eine Zustellung fehlgeschlagen sei oder eine Kontoüberprüfung erforderlich wäre. Über enthaltene Links werden Betroffene auf gefälschte Webseiten geleitet oder zum Download von Schadsoftware verleitet.

Das ist typisch für Smishing:

  • Angebliche Probleme bei Paketlieferungen
  • Warnungen vor einer Kontosperrung
  • Druck durch kurze Fristen
  • Links zu externen Webseiten
  • Aufforderungen zur Preisgabe persönlicher Daten

3. Phishing mit KI

macht Phishing-Nachrichten glaubwürdiger denn je. Mithilfe von KI können Betrüger Texte erstellen, die sprachlich fehlerfrei, professionell formuliert und individuell auf die Empfänger zugeschnitten sind. Dadurch werden klassische Warnsignale wie Rechtschreib- oder Grammatikfehler immer seltener.

Kriminelle nutzen dabei aktuelle Ereignisse, bekannte Marken oder persönliche Informationen aus sozialen Netzwerken, um Vertrauen aufzubauen. Ziel bleibt die Herausgabe sensibler Daten oder der Klick auf schädliche Links. Das BSI weist darauf hin, dass moderne Technologien die Erstellung überzeugender Phishing-Nachrichten deutlich erleichtern.

Mögliche Warnhinweise:

  • Unerwartete Aufforderungen zur Datenbestätigung
  • Hohe Dringlichkeit oder Zeitdruck
  • Auffallend persönliche Ansprache
  • Aufforderung zum Öffnen von Links oder Anhängen

4. Vishing: Phishing per Telefon

Beim (Voice Phishing) kontaktieren Betrüger ihre Opfer telefonisch. Sie geben sich beispielsweise als Mitarbeitende von Banken, Behörden, IT-Dienstleistern oder bekannten Unternehmen aus. Ziel ist es, vertrauliche Informationen wie Passwörter, TANs oder Kontodaten zu erlangen. Oft setzen die Betrüger ihre Opfer dabei unter Druck oder behaupten, ein Konto sei gefährdet.

Folgende Merkmale können auf Vishing hinweisen:

  • Unerwartete Anrufe zu Konten oder Zahlungen
  • Abfrage von Passwörtern oder TANs
  • Erzeugung von Druck oder Angst
  • Aufforderung zu sofortigem Handeln

5. Whaling: Phishing gegen Führungskräfte

ist eine besonders gezielte Form des Phishings. Die Angriffe richten sich vor allem gegen Führungskräfte, Geschäftsführer oder andere Entscheidungsträger eines Unternehmens. Die Betrüger recherchieren Informationen über ihre Zielpersonen häufig im Vorfeld und erstellen individuell angepasste Nachrichten.

Das BSI beschreibt gezielte Phishing-Angriffe, auch Spear-Phishing genannt, als besonders aufwendig vorbereitet. Ziel kann der Diebstahl vertraulicher Unternehmensinformationen oder die Veranlassung hoher Geldtransfers sein.

Typische Anzeichen:

  • Persönlich formulierte Nachrichten
  • Vermeintliche Anfragen von Geschäftsführung oder Geschäftspartnern
  • Aufforderungen zur Weitergabe vertraulicher Daten
  • Dringende Zahlungsanweisungen

6. SEO-Poisoning: Phishing über Suchmaschinen

Beim manipulieren Cyberkriminelle Suchmaschinen, damit gefälschte Webseiten in den Suchergebnissen möglichst weit oben erscheinen. Nutzerinnen und Nutzer gelangen dadurch auf betrügerische Websites, die bekannte Marken, Softwareanbieter oder Online-Dienste imitieren.

Laut BSI können Betroffene auf diesen Seiten Schadsoftware herunterladen oder ihre Zugangsdaten auf gefälschten Login-Seiten eingeben. Besonders häufig greifen Betrüger aktuelle Trends, beliebte Softwareprogramme oder stark nachgefragte Themen auf.

Das sollten Sie beachten:

  • Suchergebnisse nicht allein aufgrund einer hohen Platzierung vertrauen
  • Internetadressen sorgfältig prüfen
  • Downloads nur von offiziellen Webseiten durchführen
  • Auf Schreibfehler oder leicht veränderte Domainnamen achten

7. Klassische Phishing-Mails und SMS

Die bekannteste -Methode ist weiterhin die gefälschte E-Mail oder SMS. Dabei geben sich Betrüger als Banken, Online-Shops, Streaming-Anbieter oder Behörden aus und fordern zur Eingabe persönlicher Daten auf. Oft wird mit angeblichen Sicherheitsproblemen, Kontosperrungen oder notwendigen Verifizierungen argumentiert.

Die Verbraucherzentrale warnt regelmäßig vor solchen Betrugsversuchen und veröffentlicht aktuelle Beispiele im Phishing-Radar.

Typische Warnsignale:

  • Dringende Handlungsaufforderungen
  • Forderung nach Passwörtern, TANs oder Zahlungsdaten
  • Verdächtige Links oder Dateianhänge
  • Ungewöhnliche Absenderadressen
  • Androhung negativer Konsequenzen bei Nichtreaktion

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Phishing-Angriffe werden immer professioneller. Kriminelle nutzen gefälschte E-Mails, SMS, QR-Codes, Anrufe oder Webseiten, um an Passwörter, Bankdaten und persönliche Informationen zu gelangen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt daher, digitale Nachrichten grundsätzlich kritisch zu hinterfragen und einige grundlegende Sicherheitsregeln zu beachten. Mit den folgenden fünf Tipps schützen Sie sich besser vor Phishing-Angriffen.

Tipp 1: Keine sensiblen Daten per E-Mail, SMS oder Telefon weitergeben

Das BSI weist darauf hin, dass seriöse Banken, Behörden oder Unternehmen niemals per E-Mail, SMS oder Telefon nach Passwörtern, TANs, Kreditkartendaten oder anderen vertraulichen Zugangsdaten fragen. Werden solche Informationen verlangt, handelt es sich meist um einen Betrugsversuch.

Tipp 2: Links und Internetadressen sorgfältig prüfen

Klicken Sie nicht vorschnell auf Links in E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten. Überprüfen Sie stattdessen die Internetadresse genau oder rufen Sie die Webseite direkt über den Browser auf. Das BSI empfiehlt, wichtige Login-Seiten als Favoriten zu speichern und ausschließlich diese aufzurufen.

Tipp 3: Bei Dringlichkeit besonders misstrauisch werden

Phishing-Nachrichten arbeiten häufig mit Zeitdruck. Formulierungen wie „Sofort handeln“, „Konto wird gesperrt“ oder „Letzte Erinnerung“ sollen Betroffene zu einer schnellen Reaktion bewegen. Die Verbraucherzentralen empfehlen, solche Nachrichten stets kritisch zu prüfen und angebliche Forderungen direkt beim vermeintlichen Absender zu verifizieren.

Tipp 4: Keine unbekannten Anhänge oder Downloads öffnen

Öffnen Sie keine Dateianhänge und starten Sie keine Downloads aus verdächtigen Nachrichten. Das BSI rät dazu, Software und Dokumente ausschließlich über offizielle Webseiten von Unternehmen oder Anbietern herunterzuladen. Schadprogramme werden häufig über gefälschte Anhänge oder Download-Links verbreitet.

Tipp 5: Geräte und Sicherheitssoftware aktuell halten

Aktuelle Software schützt vor vielen bekannten Sicherheitslücken. Das BSI empfiehlt, Betriebssysteme, Apps und Antivirenprogramme regelmäßig zu aktualisieren und vorhandene Sicherheitsfunktionen wie Firewalls aktiviert zu lassen. So können Phishing-Angriffe und Schadsoftware häufig frühzeitig erkannt oder abgewehrt werden.

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