Die SCHUFA hat einen neuen Score entwickelt, der sich aus zwölf Kriterien zusammensetzt. Eines davon heißt Anzahl der Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten zustande kommen. Wie dieses Kriterium künftig Ihre Bonität beeinflusst, erfahren Sie hier.
- Gegenstand des Kriteriums: Anzahl Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten
- Punkte im Score: 0 bis 117 Punkte
- Vergabe der minimalen Punktzahl: Ab drei Anfragen oder Abschlüssen (Mehrere Anfragen und Abschlüsse innerhalb von 28 Tagen werden dabei nur einmal gezählt)
- Vergabe maximaler Punktzahl: Keine Anfragen oder Abschlüsse
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Wenn Personen eine neue Kreditkarte oder ein neues Girokonto bei einer Bank beantragen, kann diese Informationen zur Bonität bei der SCHUFA anfragen. Diese Bonitätsanfragen und auch der mögliche Vertragsabschluss fließen in das Scoring ein.
Zum Beispiel: Werden viele neue Kreditkarten oder Girokonten in den vergangenen zwölf Monaten beantragt und abgeschlossen, kommt es statistisch gesehen häufiger zu Zahlungsausfällen. Das verschlechtert den Score.
Wichtig zu wissen: Mehrere Anfragen und Abschlüsse innerhalb von 28 Tagen werden nur einmal gezählt. Der Vergleich von Girokonten- oder Kreditkartenkonditionen und eine folgende Eröffnung eines neuen Girokontos mit Kreditkarte wirkt sich somit nicht mehrfach negativ aus.
Für das Kriterium Anzahl Anfragen und Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten in den vergangenen zwölf Monaten gibt es vier mögliche Ausprägungen. Wer weniger als drei Anfragen oder Abschlüsse für Girokonten und Kreditkarten hat, erhält Punkte für den Score: 117 Punkte bei keiner, 82 Punkte bei einer und 44 Punkte bei zwei Anfragen und/oder Abschlüssen in den vergangenen zwölf Monaten. Werden drei oder mehr Anfragen und/oder Abschlüssen gemeldet, erhalten Verbraucher null Punkte.
Nicht scorerelevant sind Girokonten, die eine Person zwar mitnutzt, bei denen sie aber nicht Inhaber:in ist. Tagesgeldkonten, Verrechnungskonten für Wertpapierdepots, Basis- und Pfändungsschutzkonten spielen für den Score ebenfalls keine Rolle.
Zu Kreditkarten zählen nur Karten mit Kreditrahmen. Bei der Nutzung bekommen Personen von ihrer Bank jeden Monat im Voraus eine Art Verfügungsrahmen. Dieser funktioniert wie ein Kredit. In der Regel erhalten sie am Ende des Monats eine Kreditkarten-Abrechnung, die sie bezahlen. Dieser Betrag wird meist monatlich über ein Referenzkonto ausgeglichen – das ist häufig das Girokonto.
Nicht zu Kreditkarten zählen sogenannte Debitkarten, bei denen jeder Einkauf oder jede Barabhebung sofort von dem Konto abgebucht wird; genauso wie Prepaid-Karten, die mit einem Guthaben aufgeladen werden.
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