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So kommt die SCHUFA an die Daten

Beim Stichwort SCHUFA fängt bei vielen Menschen das Kopfkino an: Mit der SCHUFA haben doch nur die zu tun, die Schulden haben? Ich habe doch alle Rechnungen bezahlt? Bekomme ich jetzt keinen Kredit mehr? Was viele nicht wissen: Der SCHUFA bekannt zu sein, ist völlig normal. Doch wie kommt man überhaupt in die SCHUFA und was wird gespeichert?

Wenn jemand in Deutschland wirtschaftlich aktiv ist, also z. B. ein Konto eröffnet, ein Auto least oder einen Kredit abschließt, werden Daten meist an die SCHUFA übermittelt. So melden unter anderem Banken, Sparkassen, Leasingunternehmen und Versicherer der SCHUFA Informationen über das Zahlungsverhalten ihrer Kunden oder rufen Informationen ab, um das Risiko eines Rückzahlungsausfalls zu kalkulieren.

So ermöglicht die SCHUFA Geschäfte zwischen Unternehmen und Privatpersonen

Für die SCHUFA sind korrekte und aktuelle Daten die Grundlage ihrer Dienstleistungen. Wir setzen auf das Gegenseitigkeitsprinzip: Jeder Unternehmenskunde ist dran interessiert, richtige Daten und präzise Prognosen von der SCHUFA zu erhalten. Daher leistet jedes Unternehmen im Vertragspartnernetzwerk seinen Beitrag für die Qualität seiner eingestellten Informationen.

„Gemäß Bundesdatenschutzgesetz sind die Unternehmen dazu verpflichtet, nur korrekte Daten an uns zu melden sowie uns über Veränderungen zu informieren. Die Melde- und Qualitätsvorgaben sind außerdem Bestandteil der Vereinbarungen mit unseren Vertragspartnern.“

Dr. Wulf Kamlah, Chefsyndikus der SCHUFA

Nur die Unternehmen kennen ihre Kundenbeziehungen und Details ihrer Geschäfte. Sie können bei Beanstandung den jeweiligen Sachverhalt überprüfen. Die SCHUFA setzt jedoch mit ihren Melde- und Qualitätsvorgaben einen verbindlichen Rahmen:

„Zur Qualitätssicherung zählen aufwändige Datenanalysen, Plausibilitätsprüfungen und Inventuren, bei denen wir gemeinsam mit unseren Kunden gespeicherte Informationen verifizieren“, erklärt Stephan Springob, der das Qualitätsmanagement bei der SCHUFA verantwortet, das aus über 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht. „Darüber hinaus veranlassen wir regelmäßige Stichproben, um sicher zu gehen, dass Datenschutzrichtlinien und Meldepflichten von den uns angeschlossenen Unternehmen eingehalten werden,“ sagt Springob.

Trotz der oben beschriebenen Qualitätssicherungsmaßnahmen kann es dennoch in seltenen Fällen zu Fehlern in übermittelten Datensätzen kommen. Hier nimmt die SCHUFA jeden Einzelfall sehr ernst. Sollte sich herausstellen, dass Daten falsch oder nicht mehr aktuell sind, handeln wir sofort und korrigieren die Informationen umgehend nach Rücksprache mit den Vertragspartnern. Darüber hinausprüfen wir permanent unsere Prozesse, um die Datenqualität immer weiter zu verbessern.

Sollten sich Fragen zur SCHUFA-Auskunft ergeben, bitten wir Privatpersonen, sich direkt an das Kundenservice-Center zu wenden.

Verantwortungsvoller Umgang mit Daten von Privatpersonen

Übrigens: Wie zuverlässig das SCHUFA-Verfahren für Privatpersonen ist, belegt der jährliche Bericht des SCHUFA-Ombudsmanns: Die Zahl der Fälle, bei denen der Ombudsmann die vormals von der SCHUFA getroffene Entscheidung revidiert hat, ist im Vergleich zum Vorjahr von 42 auf 30 Fälle gesunken. In allen übrigen 545 Fällen hat der Ombudsmann die Bearbeitung des SCHUFA Privatkunden ServiceCenters bestätigt.

97,9 Prozent aller abgeschlossenen und bei der SCHUFA gespeicherten Konsumentenkredite in Deutschland werden ordnungsgemäß zurückbezahlt. Auch das spricht für eine verantwortungsvolle Kreditvergabepraxis, zu der die SCHUFA einen wichtigen Beitrag leistet.

Diese Daten speichert die SCHUFA

  • Namen
  • Geburtsdatum und ggf. -ort
  • Anschrift
  • eventuelle sonstige, auch frühere Anschriften
  • Ihren persönlichen SCHUFA-Basisscore

Darüber hinaus erhält die SCHUFA von ihren Vertragspartnern ggf. Informationen über:

  • Kreditkarten
  • Leasingverträge
  • Versandhandelskonten
  • Ratenzahlungsgeschäfte
  • Kredite und Bürgschaften
  • sowie etwaige Zahlungsausfälle bei angemahnten und unbestrittenen Forderungen

Die SCHUFA hat keine Informationen über:

  • Vermögen und Einkommen
  • Beruf
  • Familienstand
  • Nationalität
  • Lebenseinstellungen und Mitgliedschaften (z. B. religiöse, politische etc…)

Veröffentlicht am 19.06.2019, aktualisiert am 02.08.2022

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