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Junge Menschen beim Online-Gaming

Lootboxen und Lotto: So zockt die GenZ

Eine SCHUFA-Umfrage unter Jugendlichen zeigt: Die GenZ kennt die Suchtgefahr beim Glücksspielen – zockt aber trotzdem. Sie spielen Online-Games und nutzen Lootboxen und Co. Aber sie machen auch Lotto-Kreuzchen wie ihre Eltern und Großeltern. Hier sind fünf erstaunliche Fakten.

Wie tickt die GenZ? Studien kommen zu dem Ergebnis: Technologie-affin und immer online, ungeduldig und fordernd, gesundheits- und umweltbewusst. Das alles sind die Charakteristiken der GenZ, der Generation von jungen Menschen, die Mitte der 90er Jahre bis etwa 2010 geboren sind. Die SCHUFA hat den jungen Menschen jetzt eine ganz spezielle Frage gestellt: Wie zockt ihr? Und was? Und wie schätzt ihr die Gefahren ein?Im Auftrag der SCHUFA hat das Meinungsforschungsinstitut FORSA mehr als 1.000 16- bis 25-Jährige zu diesem speziellen, persönlichen Finanz- und Konsumverhaltenbefragt. Anlässlich des bundesweiten Aktionstags gegen Glücksspielsucht am 28. September hier die Ergebnisse:

1. Die Gen Z kennt die Suchtgefahr – und spielt trotzdem.

Sie wissen es eigentlich besser: 90 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsen sind sich der Umfrage zufolge den Gefahren von Glücksspielen wie Spielsucht und Verlust ihres Geldes bewusst. Dennoch lässt die Zugkraft von Sportwetten und Spielhallen nicht nach. Vielmehr kommen mit sogenannten Lootboxen (Spielelemente, die gegen Bezahlung freigeschaltet werden) und mobilen Online-Games neue reizvolle Glücksspielangebote hinzu. Mehr als jede:r vierte junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren hat schon einmal Geld für Glücksspiel ausgegeben. Überdurchschnittlich häufig geben die männlichen Befragten, die über 22 Jahre alten Personen und diejenigen mit einem verfügbaren Einkommen von mindestens 500 Euro pro Monat an, schon einmal gegen Geld Glücksspielangebote genutzt zu haben.

2. Die Gen Z verliert Geld.

Die Erfahrung, bei Glücksspielen aller Art eher Geld zu verlieren als zu gewinnen, macht auch die GenZ: So gibt die Mehrheit der befragten Jugendlichen an, beim Glücksspiel eher Geld verloren (54 Prozent) als gewonnen (12 Prozent) zu haben.

3. Die GenZ ignoriert den Jugendschutz.

Aufgrund des Suchtpotentials und des möglichen hohen Geldverlusts ist Glücksspiel für Jugendliche unter 18 Jahren verboten. Dennoch haben laut der Umfrage bereits 14 Prozent der 16- bis 17-Jährigen gegen Geld an Glücksspiele teilgenommen. Und die Tendenz ist steigend: Im SCHUFA Jugend-Finanzmonitor 2021 waren es nur 9 Prozent.

4. Die GenZ steht auf Lotto wie die Eltern.

Mögen sie auch sonst rebellieren, beim Glücksspiel greift GenZ auf Formen zurück, die ihnen bereits durch ihre Eltern oder Großeltern vertraut sind. Besonders die klassischen Angebote wie die staatlichen Lotterien „LOTTO 6aus49“ oder „Glücksspirale“ werden von jungen Menschen unter 25 Jahren stark frequentiert. Von denjenigen, die bereits gegen Geld Glücksspielangebote genutzt haben, hatten laut Befragung 59 Prozent schon an einer staatlichen Lotterie teilgenommen.

5. … und die Gen Z steht auf Boxen und Packs in Online-Games.

Verpackte Online-Formate wie Lootboxen oder Packs, die in Videospielen und Mobile Games zum Einsatz kommen werden von vielen Experten als glücksspielähnliche Formate kritisch beäugt. Dennoch erfreuen sich diese bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen immer größerer Beliebtheit. Die virtuellen Schatztruhen mit häufig unbekanntem Inhalt, für die die Jugendlichen bezahlen müssen, werden von 21 Prozent der Befragten, die schon einmal Geld für Glücksspielangebote ausgegeben haben, bereits genutzt.

Und was hat die SCHUFA mit Glücksspiel zu tun?

Mit dem Lösungsangebot für Glücksspielanbieter bestehend aus IdentitätsCheck Premium inklusiv GeburtsdatenCheck, KontonummernCheck und Glücksspielauskunft schützt die SCHUFA Glücksspieler:innen und Glücksspielanbieter gleichermaßen. So liefern die verschiedenen Produkte in Sekundenschnelle geforderte Prüfungen für lizensierte Glücksspielanbieter, um die regulatorischen Anforderungen des neuen Glücksspielstaatsvertrages (GlüSTV) zu erfüllen. Mit der Glücksspielauskunft werden Spielteilnehmer:innen mit angespannter finanzieller Situation davor geschützt, ein erhöhtes Einzahlungslimit mit dem Glücksspielanbieter zu vereinbaren.

Die SCHUFA WirtschaftsWerkstatt

Die Ergebnisse des SCHUFA Jugend-Finanzmonitors 2022 fließen auch in die Arbeit der WirtschaftsWerkstatt ein. Die Bildungsinitiative der SCHUFA richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die sich aus eigenem Interesse oder im Rahmen des Schulunterrichts über Wirtschafts- und Finanzthemen informieren wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sensibilisierung für das eigene finanzielle Handeln und der verantwortungsvolle Umgang mit den eigenen Daten.

Weitere Informationen zur WirtschaftsWerkstatt finden Sie hier.

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