Gemeinsam Lösungen gegen Betrug entwickeln: So funktioniert der SCHUFA-FraudPool

69 teilnehmende Banken und Kreditinstitute, über 81 Millionen Anfragen, 739.600 Hinweise und 27.744 gemeldete Betrugsverdachtsfälle: innerhalb von fünf Jahren hat sich der SCHUFA-FraudPool als effektive Lösung zur Betrugsprävention etabliert. Auf dem Gegenseitigkeitsprinzip basierend melden die Teilnehmer Betrugsverdachtsfälle ein. So entsteht eine Plattform, die effektive Identitätsbetrug im Kreditwesen zu vermeiden hilft.

Seit 1. Juli 2014 ist der SCHUFA-FraudPool produktiv. Inzwischen schützen mehr als 60 Kreditinstitute durch ihre Einmeldungen nicht nur sich selbst, sondern auch andere Banken und letztlich den ehrlichen Verbraucher vor Betrügern und den Folgen von unentdecktem Betrug. Denn das Ziel des FraudPool ist es, Betrug im Bereich Kreditvergabe oder Kontoeröffnung zu vereiteln, eine Wiederholung zu verhindern und so einen möglichen Schaden gar nicht erst entstehen zu lassen.

Wie funktioniert der SCHUFA-FraudPool?

Der SCHUFA-FraudPool ermöglicht Kreditinstituten den datenschutzkonformen Austausch von Informationen zu konkreten Betrugsverdachtsfällen auf Basis des Gegenseitigkeitsprinzips. Damit ermöglicht die SCHUFA den Austausch von Informationen zur Abwehr von Betrugsversuchen innerhalb ihres Vertragspartnernetzwerks und hilft so, Schaden von Kreditinstituten, Verbrauchern und der Volkswirtschaft als Ganzes abzuwenden. Aktuell nehmen 69 Unternehmen aus der Finanzwirtschaft am SCHUFA-FraudPool teil – Tendenz steigend.

Zahlen, Daten, Fakten: Effiziente Betrugsprävention mit dem SCHUFA-FraudPool

Fünf Jahre nach Einführung des SCHUFA-FraudPool kann sich die Entwicklung sehen lassen: ein Jahr nach Start konnten die ersten 25 Teilnehmer knapp 8.000 Betrugsfälle aufdecken. Fünf Jahre später hat sich der Wert mehr als verdreifacht - eine deutliche Steigerung der Effizienz bei der Betrugsprävention für alle Beteiligte.

Ein Grund für diese Entwicklung ist auch der Ansatz der SCHUFA, die Lösung gemeinsam mit den Anwendern konsequent weiter zu entwickeln: Einmal im Jahr lädt die SCHUFA Experten für Fraud- und Risikomanagement der angeschlossenen Kreditinstitute zum gemeinsamen Austausch von Erfahrungen und neuen Anregungen für die Lösung ein. Beim Anwendertreffen werden aktuelle Anliegen aufgegriffen und gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diskutiert. Für Maria Dammers, Produktmanagerin des SCHUFA-FraudPool, ist das Anwendertreffen immer wieder ein Highlight: „Der Dialog mit unseren Kunden ist uns sehr wichtig, weil er uns wertvollen Input für die Weiterentwicklung des Produkts liefert. Die Bedürfnisse und Erfahrungen der Anwender bieten eine zentrale Grundlage, um mit dem SCHUFA-FraudPool ganz nah an den Anforderungen des Marktes zu bleiben.“

Der Erfolg des SCHUFA FraudPool basiert auf einem wachsenden Anwender-Netzwerk und dem konsequenten Einsatz: Expertinnen und Experten erklären im Video, wie sie den SCHUFA-FraudPool im Alltag einsetzen und wo sie die Zukunft der gemeinsamen Betrugsprävention sehen: