SCHUFA-Schriftzug am Eingang der Geschäftszentrale in Wiesbaden.

700 Kreditinstitute an die SCHUFA-B2B-Förderkreditauskunft zur Validierung von Anträgen auf KfW-Schnellkredite angeschlossen.

PRESSEMITTEILUNG: SCHUFA-B2B-Förderkreditauskunft unterstützt Kreditinstitute bei der Bearbeitung von KfW-Schnellkredit-Anträgen und schützt vor Betrug // Digitale Plattform vernetzt relevante Informationen // Validierung in Echtzeit möglich // Bereits über 700 Kreditinstitute angebunden

Wiesbaden, 7. Juni 2020 - Die SCHUFA Holding AG leistet einen wesentlichen Beitrag, die staatlichen Corona-Hilfen für die Unternehmen schnell bereitzustellen und Betrug zu verhindern. Bereits über 700 Kreditinstitute haben sich bei der Prüfung der Corona KfW-Schnellkredite für die SCHUFA-B2B-Förderkreditauskunft entschieden. Sie wickeln mit inzwischen über 12.000 angemeldeten Mitarbeitenden ihre Anfragen im Rahmen der Antragsbearbeitung über die Lösung ab. Mitte April hatte die SCHUFA die neue Auskunft auf den Markt gebracht, um Kreditinstitute bei der schnellen und sicheren Validierung von Kreditanträgen im Rahmen des KfW-Schnellkreditprogramms zu unterstützen.

Schnell und sicher entscheiden – zügig auszahlen – Betrug vermeiden

Im Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen Hilfsprogrammes für Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, hatte die KfW am 15. April den KfW-Schnellkredit eingeführt. Bei diesem übernimmt die KfW das Bankenrisiko zu 100%. Zwar ist deshalb keine Kreditrisikoprüfung erforderlich, jedoch ist durch die Bank oder Sparkasse zu prüfen, ob die Angaben des Antragstellers korrekt sind und die Vergabekriterien erfüllt werden.

Diese Validierung ist üblicherweise mit großem Aufwand verbunden, da vielfältige Informationen aus unterschiedlichen Quellen zu prüfen sind. Dazu zählen:

  • Insolvenz- und Schuldnerverzeichnisprüfung bei Unternehmen und deren gesetzlicher Vertreter
  • Existenzprüfung des Unternehmens (Gründung vor dem 01.01.2019)
  • Plausibilitätsprüfung der Handelsregister-Nummer und der gesetzlichen Vertreter
  • Geldwäscheprüfung (Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten)
  • Umfassende Sanktionsprüfung (Unternehmen, gesetzliche Vertreter und wirtschaftlich Berechtigter)
  • Überprüfung, ob über die gesetzlichen Vertreter Informationen zu betrügerischem Verhalten bekannt sind (Fraud-Prevention)

Die SCHUFA-B2B-Förderkreditauskunft ermöglicht durch eine intelligente, digitale Vernetzung der erforderlichen Informationen über eine Plattformlösung die Validierung in Echtzeit. Das Prüfungsergebnis wird dem Antragsbearbeiter in Form einer Ampeldarstellung angezeigt. Auszahlungen an berechtigte Antragsteller können somit zügig erfolgen. Zugleich unterstützt die digitale Plausibilisierung bei der Verhinderung von Betrug und schützt somit Staat und Steuerzahler vor dem Missbrauch von Fördergeldern.

Plattformtechnologie vernetzt relevante Informationsquellen

Die Bereitstellung der zusammengeführten Informationen erfolgt über die digitale KYCnow-Plattform, die von der ClariLab GmbH & Co. KG betrieben wird, einem von der SCHUFA Holding AG und der fino create GmbH gegründeten Joint Venture (vgl. Pressemitteilung vom 8.4.2020).

Neben den bereits seit längerem über die Plattform abgewickelten digitalen KYC-Prüfungen für Kreditinstitute ist dies binnen kurzer Zeit der zweite Beleg dafür, dass die gemeinsam entwickelte Plattform ein erfolgreicher Hebel für die schnelle Entwicklung von effektiven und kundenorientierten Lösungen ist.