Frau shoppt online

Betrug beim Online-Shopping: Jeder fünfte wurde bereits Opfer von Datenklau und Identitätsmissbrauch

Die neue Studie "Fraud Prevention im E-Commerce" des IFH Köln im Auftrag der SCHUFA zeigt: Betrugsversuche beim Online-Shopping nehmen zu. Dabei entwickeln Betrüger ihre Methoden fortlaufend weiter. Online-Händler setzen beim Kampf gegen Betrug auf Kooperation und Einsatz moderner Technologien. Ihr Ziel: Kundinnen und Kunden ein bequemes und gleichzeitig sicheres Shoppinerlebnis zu ermöglichen.

Der Trend zum Kauf im Internet hat sich in den vergangenen Monaten noch einmal verstärkt, der E-Commerce hat von den Einschränkungen während der Corona-Pandemie eindeutig profitiert. Doch die Entwicklung hat auch ihre Kehrseite: E-Commerce Experten sehen laut einer Studie des IFH Köln im Auftrag der SCHUFA Holding AG Betrug als ein zunehmendes Problem für Händler und Kunden. Durchschnittlich 3 Prozent der Bestellungen werden heute von Händlern als Betrug klassifiziert, der Umsatzverlust durch Betrug beträgt Expertenschätzungen zufolge durchschnittlich 2 Prozent, was einem Volumen von rund 1,4 Mrd. Euro entspricht.

Betrug beim Online-Shopping – jeder Fünfte ist bereits Opfer geworden

Fast die Hälfte der Verbraucher ist laut Studie beim Online-Shopping schon einmal mit Betrug konfrontiert worden: 22 Prozent wurden selbst Opfer, weitere 23 Prozent kennen Personen, die Opfer von Datenklau und Identitätsmissbrauch wurden.

Grafik zu Identitätsmissbrauch

Aus Sicht der Top E-Commerce-Händler konzentrieren sich die Trends im Betrug mehrheitlich auf den Bereich der Identitätsnutzung sowie auf den Versand. 90 Prozent der Händler bewerten Betrugsprävention als relevante Herausforderung – insbesondere deswegen, weil Betrüger ihre Methoden fortlaufend weiterentwickeln. Der Anspruch der Online-Händler ist es, Betrugsversuche frühestmöglich aufzudecken und neue Betrugsmuster zu entlarven. Um sowohl Unternehmen als auch Konsumenten bei sich stetig ändernden Betrugsmustern in Zukunft zu schützen, ist eine enge Kooperation aller Beteiligten nötig. Zudem setzt der Online-Handel zunehmend auf moderne Technologien wie Machine Learning und Künstliche Intelligenz (KI), um betrügerische Ansätze frühzeitig zu erkennen. Es geht darum, Betrugsmuster auf möglichst großer Datenbasis aufzudecken, große Datenmengen sinnvoll zu nutzen und KI-basierte Analysen zu implementieren.

Bequemes Shoppingerlebnis für Kunden bei hoher Sicherheit für Händler

Auch der Wunsch der Konsumenten nach Convenience beim Onlineshopping bei gleichzeitig höchstmöglicher Sicherheit – sowohl für das Unternehmen als auch für die Kunden selbst – stellt Händler häufig vor eine Herausforderung. Insbesondere in puncto Zahlungsverfahren gilt es zu erkennen, inwieweit eine Einschränkung des Angebots zugunsten der Betrugsprävention einen Einfluss auf die Kaufabschlüsse hat. Immerhin nutzen 48 Prozent der Befragten regelmäßig den Kauf auf Rechnung bei Onlinebestellungen, der aus Händlersicht teilweise risikobehaftet ist und deshalb nur nach entsprechender Identitäts- und Bonitätsprüfung angeboten wird.

Grafik Zahlungspräferenzen