Krisensicheres Risikomanagement – dank hochwertiger Unternehmensdaten

Die derzeitige Corona-Pandemie ist für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Zur Sicherung der eigenen Liquidität gilt es auch, sich vor Zahlungsausfällen oder Insolvenzen von Kunden und Dienstleistern zu schützen. Das Risikomanagement muss dementsprechend krisensicher sein und auch unter veränderten Bedingungen schnelle und sichere Entscheidungen ermöglichen. Unsere Experten Marco Ritter und Rudolf Kratzsch aus unserem B2B Bereich New Business Development geben einen Einblick, vor welchen Herausforderungen Unternehmen in diesen unsicheren Zeiten stehen.

Herr Kratzsch, vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen in diesen unsicheren Zeiten?

Rudolf Kratzsch: Die Unternehmen sind längst mit den Herausforderungen konfrontiert und spüren die Auswirkungen der Pandemie sehr individuell, bedingt durch die jeweilige Lieferanten- und Kundenstruktur. Auf der Debitoren-Seite besteht natürlich zunehmend die Gefahr von Zahlungsausfällen durch Insolvenzen, die wiederum die Liquidität und damit die Zahlungsfähigkeit des eigenen Unternehmens gefährden. Die nackten Zahlen zeigen ja hier, dass wir es in Deutschland bislang mit stabilen Insolvenzzahlen auf Vor-Pandemie-Niveau zu tun haben und auch das partnerschaftliche Zusammenrücken der Geschäftspartner in der Pandemie, hat einen positiven Einfluss, wenn nämlich fällige Zahlungen gestreckt und Zahlungsvereinbarungen neu getroffen werden und somit die Fälligkeiten in die Zukunft verschoben werden. All dies birgt natürlich wiederum die Gefahr von steigenden Insolvenzen und Zahlungsausfällen in der Zukunft. Hinzu kommen jetzt die fast schon altbekannten Themenfelder Digitalisierung uns Automatisierung, die im Zuge der Pandemie einen enormen Boost erleben. Angebot und Nachfrage verlagern sich hier zunehmend ins Netz. Der Online-Handel boomt. Virtuelle Marktplätze, insbesondere im B2B-Geschäft, entstehen. Man hat es mit neuen, bislang unbekannten Kunden und Lieferanten zu tun. Man kann hier auf keine Erfahrungswerte oder Routinen mehr zurückgreifen. Kunden sind und bleiben in der virtuellen Welt mitunter einfach anonym. Somit ergibt sich für die Unternehmen die Herausforderung, sich schnellstmöglich mit aktuellen und validen Echtzeit-Informationen zu versorgen, um richtige Entscheidungen im Sinne des modernen Creditrisk-Managements schnell und fundiert treffen zu können.

Herr Ritter, warum kann die SCHUFA als Wirtschaftsauskunftei Unternehmen im Firmenkundengeschäft besonders gut unterstützen?

Marco Ritter: Ich denke gerade jetzt in dieser für uns alle sehr ungewissen Zeit, in der das Thema Risikomanagement in den Unternehmen zur besonderen Herausforderung geworden ist, können wir als SCHUFA die Unternehmen besonders gut mit unseren Wirtschaftsauskünften unterstützen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Auskünfte ist die Verbindung von Unternehmensinformationen mit der SCHUFA-Personendatenbank, denn so entstehen besonders trennscharfe Scores. In diese fließt ganz wesentlich das Zahlungsverhalten der im Unternehmen handelnden Personen als Teilscore direkt in den Bonitätsindex auf der Unternehmensdatenbank ein. Durch unsere kompletten digitalisierten Prozesse gelingt es uns, diese Daten und Informationen zu transformieren und zwar in schnelle und vor allem objektive Wirtschaftsinformationen, die wir dann wiederum unseren Kunden in Echtzeit zur Verfügung stellen.

SCHUFA-B2B-Kompetenz

  • 90 Prozent der deutschen Unternehmen haben weniger als 20 Mitarbeiter
  • Wirtschaftsauskünfte der SCHUFA beziehen die Bonität der Inhaber in die Unternehmensbewertung ein
  • So entstehen besonders trennscharfe Scores

Warum ist die „Second Opinion“ grade jetzt für Geschäftsbeziehungen so bedeutend?

Rudolf Kratzsch: Wir wissen, dass die meisten Unternehmen mindestens einen Dienstleister aus der Riege der Kreditversicherer in Unternehmen oder auch der Auskunfteien nutzen. Das wollen wir auch nicht in Frage stellen. Wir wollen jetzt in dieser bewegten und unsicheren Zeit die derzeitigen etablierten Kreditmanagementstrukturen in den Unternehmen nicht ersetzen. Wir wollen lediglich mit frischen und neuen Informationen entscheidend anreichern, denn die vorhandenen Strukturen werden gerade jetzt auf eine ganz besondere Probe gestellt. Wir wollen hier ein ganzes Stück weit beruhigend einwirken und die derzeitige Informationslage in den Unternehmen stärken und mit unseren Erfahrungen und Echtzeit-Informationen ergänzen. Damit können wir Verunsicherungen eindämmen und die Entscheidungen auf eine fundiertere Basis stellen. Wir als SCHUFA verfügen nun mal über zusätzliches Wissen, z.B. zu den Entscheidungsträgern von Unternehmen.

Was kann die SCHUFA denn hier konkret anbieten?

Marco Ritter: Ganz konkret haben wir mit unseren Experten ein Set von besonders relevanten Informationen zusammengestellt: Das SCHUFA-Second-Opinion Bundle enthält neben den Stamm-, Identifikations- und Kommunikationsdaten der Unternehmen auch den Bonitätsindex mit der dazugehörigen Ausfallwahrscheinlichkeit sowie unsere Kreditlimitempfehlung. Ergänzt wird das Set durch den Branchenvergleichsindex, der Aussage über die prozentuale Verteilung der Bonitäten innerhalb einer Branche gibt und dem Riskmanagementindex, der auf eine mögliche Fraud-Indikation hinweist.

SCHUFA-B2B-Risk Management Index als Betrugsindikator

Der SCHUFA-B2B-RiskManagementIndex (RMI) betrachtet die Häufigkeit von Unternehmensereignissen wie Führungswechsel, Adressänderungen, Bilanzkorrekturen oder Fusionen innerhalb der letzten 36 Monate und vergleicht diese mit denen ähnlicher Unternehmen. Auffälligkeiten, die in der Vergangenheit liegen und bei einer klassischen Bonitätsanfrage keine Berücksichtigung finden würden, können somit in den Entscheidungsprozess aufgenommen werden.

Der RMI wird als Zweitindex zum Bonitätsindex ausgegeben. Damit bieten wir Ihnen eine erweiterte Entscheidungsgrundlage im Sinne einer ganzheitlichen Risikobetrachtung und Unterstützung bei der Erkennung von möglichen Bonitätsrisiken oder Betrugsmustern.

Inwieweit passt die SCHUFA ihre Bonitätsbewertungen von Unternehmen an die veränderten Verhältnisse an?

Marco Ritter: Eine pauschale Abwertung von ganzen Branchen hält die SCHUFA für nicht angemessen. Unsere Analysen dazu, auch aus vergangenen Krisen, zeigen deutlich, dass die Scores der SCHUFA trennscharf bleiben. Aus diesem Grund erfolgt keine pauschale Abwertung und somit kommt es auch nicht zu Überlagerungseffekten und einer daraus resultierenden doppelten Corona-Abstufung.

Wie genau kann es Unternehmen gelingen, gestärkt aus der Krise hervorzugehen?

Rudolf Kratzsch: Krisen bergen immer auch enorme Chancen. So sollten die Impulse der Digitalisierung auch ins Kreditmanagement übertragen werden, um auch in Krisenzeiten auf Veränderungen umgehend reagieren zu können. Ein Unternehmen muss in Echtzeit und valide über seinen Kunden informiert sein, insbesondere bei bonitätsrelevanten Änderungen im Verlauf eines Kundenlebenszyklusses.

Der Datenpool muss folglich stets aktuell sein, am besten tagesaktuell. Hier unterstützen wir als SCHUFA mit unseren digitalen Auskunftslösungen, die natürlich ein permanentes Monitoring benötigen, um diese Echtzeit-Informationen liefern zu können. Diese Informationen müssen dementsprechend schnell einpflegt werden und in eine digitalisierte, automatisierte und auf die eigenen Anforderungen abgestellte Entscheidungslogik mit automatisierten Entscheidungsalgorithmen einfließen. Stichwort: Score-Card, denn auch hier kann die SCHUFA entscheidend helfen.

Unser Angebot Second-Opinion liefert eine objektive Meinung über die Kreditwürdigkeit von Geschäftspartnern für eine langfristig gesicherte Liquidität und valide Bewertung der Bonität als ein bedeutendes Tool im Risikomanagement. Die Unternehmen müssen jetzt also auch in das Kreditmanagement der Zukunft investieren. Denn die Investitionen von heute sind die Rendite von morgen – durch eine entsprechende Vorbeugung und Anpassung des Risikomanagements an die neue Normalität im Kreditmanagement.

#Unternehmensdaten: Der B2B-Podcast der Schufa

Die SCHUFA unterstützt Unternehmen in ihrem B2B-Geschäft mit einem umfangreichen Lösungsportfolio. Die Wirtschaftsauskünfte kombinieren Unternehmens- und Personendaten und beziehen so die Bonität von Firmeninhabern in die Beurteilung des Unternehmens ein. Mit entscheidungsrelevanten Informationen und digitalen Auskünften zu Bonität, Finanzlage oder auch Beteiligungen können Unternehmen ihr Risikomanagement optimieren und sichere Entscheidungen treffen. In diesem Podcast erklären unsere Experten, wie Risikomanager sich einen einzigartigen Wissensvorsprung für ihr B2B-Risikomanagement verschaffen können.