Neue Programme zur Förderung von Finanzkompetenz sozial benachteiligter junger Menschen

11.01.2021

3 für mehr Finanzbildung: Projekte für SCHUFA-Förderprogramme stehen fest

Um vor allem junge Menschen zu unterstützen, die von den Auswirkungen der Pandemie besonders betroffen sind, hat die SCHUFA ihr gesellschaftliches Engagement deutlich ausgebaut. Mit dem Förderprogramm „3 für mehr Finanzbildung“ im Rahmen der SCHUFA-Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt werden gesellschaftlich engagierte Jugendliche, soziale Organisationen sowie schulische Einrichtungen gefördert. In einer virtuellen Konferenz wurden die von einer Jury ausgewählten 64 Personen und Projekte nun offiziell in das neue Förderprogramm aufgenommen worden.

Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund Finanzkompetenz vermitteln – mit diesem Anliegen hat ein junger Student das Projekt „15 Minuten Finanzwissen“ ins Leben gerufen. Mit dieser Initiative überzeugte er die von der SCHUFA eingesetzte Jury, sodass er sich jetzt über die finanzielle und organisatorische Unterstützung der SCHUFA-Bildungsinitiative WirtschaftsWerkstatt freuen kann.

Der junge Student gehört zu den insgesamt 64 Personen und Projekten, die für ihren Einsatz für die Gesellschaft durch die SCHUFA ausgezeichnet wurden. Mit dem Programm „3 für mehr Finanzbildung“ will die SCHUFA diejenigen unterstützen, die von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Hierzu zählen vor allem junge Menschen, die sich mit finanziellen Problem konfrontiert sehen – und zugleich häufig das benötigte Wissen zum Schutz vor Überschuldung weder in der Familie noch der Schule vermittelt bekommen.

Zum Programm „3 für mehr Finanzbildung“ zählen:

  • Ein neu aufgelegtes Stipendiaten-Programm „Social up“ für junge Menschen (Schülerinnen und Schüler, Studierende) die sich gesellschaftlich engagieren und selbst aus einem sozial benachteiligten Umfeld stammen.
  • „W2 lokal“, mit dem gemeinnützige Organisationen wie Nachbarschaftshilfen und soziale Einrichtungen unter Einbindung des mit dem EduMedia-Award ausgezeichneten Spiels „W2 Finanz-ABC“ finanziell und organisatorisch unterstützt werden. Das Spiel vermittelt auf spielerische Art und Weise Finanzkompetenz sowie wesentliche Begriffe und Zusammenhänge.
  • „ieducate!“, in dessen Rahmen Mittel zur konkreten Förderung laufender und neuer Projekte an Schulen bereitgestellt werden, an denen sich Lehrerinnen und Lehrer innovativ und engagiert mit der Vermittlung von Finanzwissen befassen.

Zwischen Juni und September konnten sich soziale Organisationen, Schulen und Einzelpersonen sich in einer von drei Kategorien bewerben. Eine Jury entschied Ende Oktober über die Förderung. Jurymitglieder waren Birgit Bürkin (Mitgründerin der rw-budgetberatung), Prof. Dr. Michael-Burkhard Piorkowsky (Professor für Haushalts- und Konsumökonomik), Thomas Schmidt (Geschäftsführer HELLIWOOD media & education), Thomas Sonnenburg (Diplom-Sozialpädagoge und TV-Experte) und Luna Wenczel (als Vertreterin der Jugend).

„Die Resonanz war sehr groß. Zahlreiche überzeugende, auch überraschende und mitunter sehr bewegende Bewerbungen haben uns erreicht“, so Dr. Ole Schröder, Mitglied des Vorstands der SCHUFA und Teil der Jury. „Wir, die Jury, waren beeindruckt, welches große Engagement die Bewerberinnen und Bewerber trotz der schwierigen Gesamtsituation aufbringen: als Lehrkraft in der Schule, als soziale Einrichtung im Gemeinwesen, als Einzelperson in Ihrem direkten Umfeld. Sie alle verdienen Anerkennung und Unterstützung, die wir mit unserer Förderung geben wollen.“

Jury-Meeting und Preisvergabe wurden pandemiebedingt über Videokonferenz durchgeführt. Neben einem Live-Act einer Stipendiatin, die Musik und soziale Arbeit verbindet, war auch Dr. Carsten Brodesser zugeschaltet. Der Bundestagsabgeordnete ist Mitglied im Finanzausschuss. Eine Schule aus seinem Wahlkreis, das Kaufmännische Berufskolleg Oberberg, wurde für deren Ansätze in der Finanzbildung ausgezeichnet.

In einem digitalen Jurymeeting wurden die Projekte für die Förderprogramme '3fürMehrBildung' vorgestellt und ausgewählt

Eine Übersicht über die Preisträger steht auf der Website der WirtschaftsWerkstatt zur Verfügung. Über die Weiterentwicklung einzelner Projekte wird die Bildungsinitiative auf ihren Social Media-Kanälen berichten.