Corona-Update #7: Stimmung bei Kleinstunternehmen und Soloselbständigen verbessert sich

Kleinstunternehmen und Soloselbständige schauen wieder optimistischer in die Zukunft. Das zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmensbefragung der SCHUFA. Vor allem Soloselbständige berichten über eine bessere Finanzlage und höhere Umsatzerwartungen. Die Gründe für den zunehmenden Optimismus: Lockerungen von Vorschriften und die fortschreitende Impfkampagne.

Die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation vor allem bei den Soloselbständigen ist von 40 auf 53 Prozent stark gestiegen. Auch die Umsatzerwartungen sind wesentlich optimistischer als noch zu Beginn des Jahres. Von den Soloselbständigen erwarten 34 Prozent höhere Umsätze gegenüber 2020. Im März waren es nur 28 Prozent. Bei den Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehen sogar 45 Prozent der Befragten von mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahr aus. Vor drei Monaten waren es erst 24 Prozent.

„Diese Ergebnisse spiegeln die allgemeine wirtschaftliche Stimmung wieder“, erklärt Ole Schröder, Vorstandsmitglied der SCHUFA Holding AG. „Vor allem ist erfreulich, dass im zweiten Quartal 29 Prozent der Kleinstunternehmen ihre Zukunft als "sehr sicher" eingeschätzt haben. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch im März. Und auch die Auftragslage hat sich verbessert: Der Anteil der Soloselbständigen, die deutlich weniger zu tun haben als vor der Pandemie fiel von 33 Prozent auf 23 Prozent.“

Mehrheitlich Zustimmung zu Corona-Maßnahmen – weitere Lockerungen gefordert

Wie auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern werden die Lockerungen der Corona-Maßnahmen und die Fortschritte bei der Impfkampagne begrüßt. 73 Prozent der Kleinstunternehmer und 58 Prozent aller Soloselbständigen erwarten positive Auswirkungen der Impfungen auf die wirtschaftliche Situation des eigenen Unternehmens.

Die Zufriedenheit mit der Pandemie-Bekämpfung der Bundesregierung ist in beiden Gruppen gestiegen: Von 58 auf 59 Prozent bei den Soloselbständigen und sogar von 54 Prozent auf 66 Prozent bei den Kleinstunternehmen. Allerdings ist der Wunsch nach zusätzlichen Lockerungen ebenfalls größer geworden: 61 Prozent der Soloselbständigen (März: 56 Prozent) und 68 Prozent der Kleinstunternehmen (März: 58 Prozent) wünschen sich weitere Erleichterungen bei den Corona-Maßnahmen.