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Jetzt gibt’s noch mehr Fragen und Antworten zum Score-Simulator

1. Wie sind die einzelnen Faktoren im Simulator gewichtet?

Alle Faktoren im Modell sind signifikant. Es gibt nicht den einen „dominierenden“ Faktor, wobei einzelne Ausprägungen sehr stark wirken können. Lediglich ein offener Zahlungsausfall führt immer zu der Klassifikation „ungenügend“. Dieser Faktor ist gar nicht in die Score-Berechnung miteinbezogen und somit ein K.o.-Kriterium. Alle anderen Faktoren können, selbst wenn sie einen starken Einfluss haben, immer ausgeglichen werden. Ein Beispiel: Selbst mit einem bereits erledigten Zahlungsausfall in den vergangenen drei Jahren ist es in ganz wenigen Kombinationen möglich, in die zweitbeste Klasse zu kommen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie welcher Faktor wirkt, probieren Sie am besten unterschiedliche Kombinationen im Score-Simulator aus.

Die ersten 15 Fragen und Antworten zum SCHUFA Score Simulator gibt’s übrigens hier!

2. Im Score-Simulator finden sich zu jeder Frage Erklärtexte. Darin wird auch manchmal auf Effekte hingewiesen, die so nicht in der Frage berücksichtigt werden. Bei der Frage zum Alter des Girokontos wird zum Beispiel auch die Anzahl an Girokonten thematisiert. Warum ist das so?

Im Score-Simulator werden die wichtigsten Faktoren abgefragt, die einen Einfluss auf die Bonitätsbewertung der SCHUFA haben. Das sind Girokonten, Kreditkarten, Ratenkredite, Immobilienkredite, Online-Käufe auf Rechnung, Umzüge und Zahlungsausfälle. In unseren realen Scores können diese aber in unterschiedlichen Varianten vorkommen. Daher haben wir das in unseren Erklärtexten berücksichtigt, um Ihnen noch mehr Einblick in unser Scoring zu geben. Ein Beispiel: Im Tool fragen wir das Alter des ältesten Girokontos ab. Darüber hinaus spielt aber auch die Anzahl an Girokonten eine Rolle für den Score. Bei den Kreditkarten fragen wir die Anzahl ab, aber auch dort spielt das Alter eine Rolle.

3. Warum sieht man im Ergebnis keinen Score-Wert?

Der Score-Simulator erklärt das Prinzip, wie die SCHUFA Ihre Bonität berechnet. Es geht nicht um die exakte Score-Berechnung. Deshalb wird auch kein exakter Score ausgewiesen. Wichtig ist uns, dass durch die Angabe der Klassen eine hohe Übereinstimmung zum Basisscore hergestellt wird.

4. Zählen Tagesgeldkonten auch zu Girokonten?

Nein, Informationen über Tagesgeldkonten speichern wir nicht. Das haben wir im Text zu Girokonten im Simulator ergänzt. Danke für den Hinweis!

5. Werden Wertpapierdepots im Scoring berücksichtigt?

Auch zu Wertpapierdepots liegen uns keine Informationen vor. Das haben wir ebenfalls im Erklärtext des Simulator ergänzt. Danke!

6. Einige Menschen ziehen berufsbedingt um – zum Beispiel Berufssoldaten. Ist das auch schlecht für den Score?

Die Statistik zeigt, dass ein kürzlich stattgefundener Umzug die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen erhöht. Genauso wie die lange Wohndauer an einer Adresse die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen senkt. Das spiegelt sich im SCHUFA-Score, ganz gleich aus welchem Grund der Umzug stattgefunden hat. Wichtig zu wissen: Es handelt sich hierbei lediglich um den Umzug des Hauptwohnsitzes, Zweitwohnsitze werden nicht berücksichtigt.

Das Thema Umzüge ist auch in der SCHUFA ein intensiv diskutiertes Thema, insbesondere wenn es um berufsbedingte Umzüge geht. Es fließt in unsere weiteren Schritten in Richtung Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit ein.. 2024 kommt die SCHUFA-App, die Privatpersonen ihr persönliches Daten- und Finanzmanagement erleichtern soll. Die App soll zum einen den kostenfreien Einblick in die eigenen SCHUFA-Daten ermöglichen und zum anderen die Möglichkeit bieten, Daten bei der SCHUFA einzumelden, wenn diese den persönlichen Score verbessern.

7. Warum sind Online-Käufe auf Rechnung schlecht für den Score?

Gerade bei Neukund:innen, die auf Rechnung kaufen, prüfen einige Händler die Bonität – weil sie durch den Versand der Ware in Vorleistung gehen. Es handelt sich somit um einen sehr kurzfristigen Kredit. Die Statistik zeigt: Wer häufig auf Rechnung einkauft, hat mehr Zahlungsausfälle. Aus diesem Grund gibt es einen Einfluss auf den Score und er kann sich verschlechtern.

Nicht bei jedem Online-Kauf auf Rechnung wird jedoch eine Anfrage bei der SCHUFA gestellt. Dafür gibt es je nach Unternehmen unterschiedliche Anforderungen. Häufig wird die Anfrage nur bei Neukund:innen gestellt oder wenn für einen besonders hohen Betrag eingekauft wird. Die Information darüber wird bei uns für 12 Monate gespeichert und dann gelöscht – danach verschwindet die Information wieder aus unserem Datenbestand.

8. Fließen Buy Now Pay Later-Angebote in die Kategorie „Online-Kauf auf Rechnung“ ein?

Unterschiedliche Anbieter können je nach dahinter liegendem Zahlungsprinzip unterschiedliche Informationen an die SCHUFA melden. Einige Anbieter fragen mit einem Anfragemerkmal für den Kauf auf Rechnung an, andere mit dem Merkmal für einen Ratenkredit.

9. Wie wirken sich Telekommunikationskonten aus?

Auch Telekommunikationsverträge werden im Scoring ähnlich betrachtet, wie beispielsweise Girokonten oder Kreditkarten. Grundsätzlich gilt: Je älter ein Telekommunikationskonto ist, desto länger und deutlicher hat man bewiesen, dass man finanziellen Verpflichtungen nachkommt. Das verbessert den Score. Was den Score hingegen verschlechtern kann, sind mehrere Konten. Denn viele Konten können eine finanzielle Belastung darstellen.

Seit März 2022 nutzen wir für unser Bonitätsscoring keine neuen Vertragsdaten mehr aus dem Telekommunikationsbereich. Die SCHUFA folgt damit einem Beschluss der Datenschutzkonferenz der Länder, wonach die Verarbeitung und Übermittlung von sogenannten Positivdaten aus dem Telekommunikations- und Handelsbereich durch Wirtschaftsauskunfteien grundsätzlich nicht auf ein berechtigtes Interesse gestützt werden kann.

Unsere Erfahrungen zeigen, dass insbesondere Menschen von diesen Informationen profitiert haben, über die keine oder nur sehr wenige bonitätsrelevante Daten vorliegen. Für sie haben sich Informationen über vertragsgemäßes Verhalten in einer Geschäftsbeziehung besonders ausgezahlt. Eine Kreditwürdigkeitsprüfung ist für diese Personen nun nicht oder nur sehr begrenzt möglich. In der Folge werden ihnen womöglich keine Kredite angeboten - oder nur zu schlechteren Konditionen.

10. Wie viele Kreditkarten sind zu viele Kreditkarten?

Die Statistik zeigt: Die Nutzung von mehr als zwei Karten führt zu mehr Zahlungsausfällen. Das kann den Score verschlechtern.

11. Wieso hat das Alter der Kreditkarte auch einen Einfluss auf den Score?

Wie bei Girokonten gilt: Je älter die Kreditkarte, desto länger und deutlicher beweist man, dass man seinen finanziellen Verpflichtungen zuverlässig nachkommt und desto besser ist der Score.

12. Wie lange dauert es nach einer Kreditaufnahme, bis der Score wieder auf das Ausgangsniveau kommt?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist daher kaum verallgemeinerbar: Wie hoch ist der aufgenommene Kreditbetrag bzw. wie lange ist die Kredit-Laufzeit? Wie stark ist die kreditorische Vorbelastung, gibt es bereits mehrere laufende Kredite? Nicht selten kann der Score, wenn ich meinen Kreditverpflichtungen nachkomme, nach einem Jahr wieder das Ausgangsniveau erreichen. Aber auch dafür ist es relevant, was darüber hinaus in diesem Jahr passiert.

13. Wie kann ich meinen Score verbessern?

Der Score-Simulator ist der erste Schritt, um die Verbesserung des eigenen Scores zu ermöglichen. Er erläutert das Prinzip unseres Score-Verfahrens. So kann jede:r lernen, welche Faktoren den Score verbessern können, z. B. die erste Kreditkarte nach ein paar Monaten verantwortungsvollem Einsatz. Oder auf welche Verträge man verzichten könnte, um seinen Score zu verbessern – etwa auf die dritte oder vierte Kreditkarte.

Die Frage wird uns ebenfalls bei unseren weiteren Schritten in Richtung Transparenz und Verbraucherfreundlichkeit leiten. 2024 kommt die SCHUFA-App, die Privatpersonen ihr persönliches Daten- und Finanzmanagement erleichtern soll. Die App soll zum einen den kostenfreien Einblick in die eigenen SCHUFA-Daten ermöglichen und zum anderen die Möglichkeit bieten, Daten bei der SCHUFA einzumelden, wenn diese den persönlichen Score verbessern.

14. Warum spielt das Alter beim Scoring keine Rolle?

Um Diskriminierungen zu vermeiden, berücksichtigen wir grundsätzlich keine Informationen, die unter das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) fallen. Dazu zählen unter anderem Geschlecht und Alter, aber auch beispielsweise Religion und Weltanschauung. Darüber hinaus nutzen wir noch weitere Konzepte, um unsere Scores auf mögliche Diskriminierungen zu analysieren und diese zu vermeiden. Auch bei der Weiterentwicklung unserer Scores spielt dieses Thema eine entscheidende Rolle.

15. Sollen in Zukunft auch Social Media-Daten genutzt werden?

Nein, eine Nutzung von Social Media-Daten ist nicht geplant.

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