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SCHUFA-Umfrage: 5 Fakten zur Stimmung der Verbraucher:innen

Inflation, steigende Energiepreise, der Krieg Russlands gegen die Ukraine – das alles drückt die Stimmung der Menschen in Deutschland. Hier 5 Fakten aus der aktuellen Verbraucherbefragung der SCHUFA:

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1. Die Zukunft macht den Menschen in Deutschland Angst.

Die „German Angst“ ist sprichwörtlich und hat Eingang in den englischen Wortschatz gefunden. Und tatsächlich: Die Grundstimmung der Verbraucher:innen in Deutschland hat sich massiv verschlechtert. Drei Viertel der Befragten (74 Prozent) hat große oder sehr große Angst vor der Zukunft, ergibt die neue Verbraucher:innen-Umfrage der SCHUFA. Im Mai dieses Jahres lag der Wert noch bei 62 Prozent. Gründe scheint es viele zu geben – die Corona-Pandemie mit gestörten Lieferketten, der russische Krieg gegen die Ukraine, erwartete Preissteigerungen bei den EnergiekostenOder sind die Deutschen einfach nur ängstlicher als ihre Nachbarn? Eine YouGov-Befragung hatte Anfang des Jahres in verschiedenen Ländern gefragt, wie groß die Angst ist, dass es mit der Wirtschaft im jeweiligen Land ganz allgemein bergab geht: Mit 53 Prozent sind die Deutschen – zusammen mit Österreichern und Schweden – am sorgenvollsten. Franzosen (47 Prozent) und Schweizer (37 Prozent) sind da deutlich gelassener.

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2. Die Menschen brauchen ihre Ressourcen auf.

In vielen deutschen Haushalten sind nur noch wenige oder gar keine Ersparnisse mehr da, um die steigenden Lebenshaltungskosten zu schultern. Nur noch ein Fünftel der deutschen Privathaushalte (20 Prozent) gibt an,genügend Rücklagen zu haben. Ein Drittel der Verbraucher:innen (36 Prozent) sagt, es gebe noch Rücklagen, fürchtet aber, dass diese nicht ausreichen werden. Vor allem Menschen in unteren Einkommensgruppen kommen in Schwierigkeiten. Auch der Sparkassen- und Giroverband beobachtet, dass die Verbraucher:innen an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Einem Großteil der Menschen fehlt Geld zu Sparen, die Einkünfte werden für die reine Lebenshaltung genutzt.

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3. Die Sorgen dringen bis in die Mittelschicht vor.

Sie gilt als Säule der Gesellschaft: Die Mittelschicht aus Beamten, Angestellten und Selbständigen. Wer sich dazu zählte, meinte es geschafft zu haben. Die SCHUFA-Befragung zeigt: Die Angst vor der Zukunft ist jetzt auch in der Mittelschicht angekommen! In der Gruppe mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro äußern nun 68 Prozent große oder sehr große Angst vor der Zukunft, in der Gruppe mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.000 und 4.000 Euro sind es 73 Prozent. Damit gibt es nur noch einen kleinen Stimmungsunterschied zu der Gruppe von unter 2.000 Euro (78 Prozent). Die Mittelschicht befürchtet harte Einschnitte.. 1995 zählten noch 70 Prozent der Bevölkerung zur mittleren Einkommensgruppe, 2018 waren es nur noch 64 Prozent. , so das Ergebnis einer gemeinsamen Studie der Bertelsmann-Stiftung und der OECD, die im Dezember 2021 veröffentlicht wurde.

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4. Die Menschen sehen den Wohlstand des Landes gefährdet.

81 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Inflation den Wohlstand in Deutschland gefährden wird – noch einmal 10 Prozentpunkte mehr als im Mai des Jahres. Große oder sehr große Angst herrscht vor allgemeinen Preissteigerungen (84 Prozent), weiteren Preissteigerungen bei Energie wie Strom und Benzin (84 Prozent) sowie höheren Steuern und Abgaben (73 Prozent). Allerdings: Schon vor dem Einmarsch Russlands in der Ukraine haben Forschungsinstitute Wohlstandsverluste prognostiziert – vor allem aufgrund des demographischen Wandels. In den nächsten 15 Jahren werden rund 5 Mio. Arbeitskräfte fehlen. Im schlechtesten Fall wird das reale Einkommen pro Kopf dann um bis zu 4.000 Euro geringer ausfallen.

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5. Die Haushalte befürchten, dass ihr Einkommen nicht mehr reicht.

Der Anteil der Befragten, die erwarten, dass ihr Einkommen weiterhin ausreichend ist, um ihren Lebensstandard zu halten, ist seit Beginn des Jahres von 80 auf 65 Prozent gesunken. Weit mehr als die Hälfte der Menschen erwartet sogar Einkommenseinbußen (59 Prozent). Allerdings Die Beschäftigungsquoten sind (noch) hoch, Arbeitskräfte in vielen Branchen gesucht und die Löhne und Gehälter Quartal nominal um 2,7 Prozent gestiegen. Wie passt das zusammen? Die Antwort: Die hohe Inflation hat zu einem Reallohnrückgang von 4,4 Prozent geführt. Auch wächst die Angst vor Personalabbau aufgrund von Produktionsausfällen und der Energiekrise. Ein Fünftel der mittelständischen Unternehmen denkt über Entlassungen nach.

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