Kontrolle und Sicherheit für das SCHUFA-Scoreverfahren

Die zuständige Aufsicht, der Hessische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, hat vollständige Kenntnis über die verwendeten Scoreverfahren, inklusive der verwendeten Daten und Variablen. Die SCHUFA-Scoreverfahren werden zudem von Universitäten und unabhängigen Fachinstituten überprüft und für aussagekräftig befunden.

Scoreverfahren: Bundesgerichtshof bestätigt schützenswertes Geschäftsgeheimnis

Immer wieder wird gefordert, dass Auskunfteien ihre konkreten Berechnungsmethoden der breiten Öffentlichkeit gegenüber transparent darlegen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat Anfang 2014 dazu festgestellt, dass es sich bei Scoreverfahren um schützenswerte Geschäftsgeheimnisse handelt. Zu den als Geschäftsgeheimnis geschützten Inhalten zählen demnach die allgemeinen Rechengrößen, wie etwa statistische Werte, die Gewichtung einzelner Berechnungselemente bei der Ermittlung des Wahrscheinlichkeitswertes und die Bildung etwaiger Vergleichsgruppen als Grundlage von Scorekarten.

Gute Gründe zum Schutz von Scoreverfahren

Öffentlich bekannte Scoreverfahren bergen die Gefahr, das Verfahren zu manipulieren, um Scorewerte zu verbessern – unabhängig davon, ob sich die tatsächliche Kreditwürdigkeit verbessert, wie auch eine Studie von Prof. Ákos Róna-Tas und Dr. Stefanie Hiß zeigt. Die Studie finden Sie im Bereich Studien & Publikationen unter „Weitere Studien“ zum Download.

Nach dieser Studie besteht ein Zusammenhang zwischen öffentlich bekannten Scoreverfahren und der US-Immobilienkrise, bei der sich US-Bürger massiv mit Krediten überschuldeten. Anders als in Deutschland gibt es in den USA unzählige Internetseiten, die erläutern, wie der eigene Score verbessert werden kann. Die Seiten bieten Scoresimulationen an, bei denen Verbraucher „Was-wäre-wenn“-Szenarien durchspielen können, um herauszufinden, welche Faktoren ihren Scorewert beeinflussen können – ohne tatsächlich ihre Bonität zu verändern.