SCHUFA Corona-Update #9: Situation von Soloselbständigen und Kleinstunternehmen trotz vierter Welle noch stabil

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Zufriedenheit mit der finanziellen Situation überwiegend gut // Umsatzerwartungen pandemiebedingt zurückhaltend // Erfolg der Impfkampagne und staatliche Corona-Politik werden kritisch gesehen // Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich strengere Maßnahmen

Wiesbaden, 02. Dezember 2021 – Trotz der vierten Corona-Welle bewerten die Soloselbständigen und Kleinstunternehmen die Lage ihres Unternehmens weiter überwiegend als positiv. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Unternehmensbefragung der SCHUFA Holding AG. Zugleich ist aber auch die Mehrheit der Befragten unzufrieden mit den aktuellen Corona-Maßnahmen und dem Erfolg der Impfkampagne.

49 Prozent der Soloselbständigen und 62 Prozent der Kleinstunternehmen äußern sich zufrieden oder sehr zufrieden mit ihrer finanziellen Situation. Im Sommer lagen diese Werte mit 53 (Soloselbständige) bzw. 65 Prozent (Kleinstunternehmen) nur leicht höher.

„Die Corona-Hilfen aber auch die Öffnungen nach den Lockdowns haben offensichtlich Wirkung gezeigt“, erklärt Dr. Ole Schröder, Mitglied des Vorstands der SCHUFA. „Von einer flächendeckenden Erholung kann jedoch nicht die Rede sein.“

So gehen 48 Prozent der Soloselbständigen für dieses Jahr von einem geringeren Umsatz gegenüber dem Vor-Krisen-Jahr 2019 aus. Gegenüber 2020 erwarten immerhin nur 30 Prozent der Befragten Umsatzverluste. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Kleinstunternehmen: 43 Prozent gehen 2021 von weniger Umsätzen als in 2019 aus, 29 Prozent von einem geringeren Umsatz gegenüber 2020.

Überwiegend positiv wird die Zukunft des eigenen Unternehmens eingeschätzt: 66 Prozent der Soloselbständigen und 75 Prozent der Kleinstunternehmen bezeichnen diese als sicher oder sehr sicher.

Zufriedenheit mit der Corona-Politik massiv gesunken

Weniger positiv ist die Stimmung, wenn es um die Corona-Politik der Regierung geht. Nur noch 44 Prozent der Befragten beider Gruppen halten die staatlichen Corona-Maßnahmen für angemessen. Im Sommer lagen die Zustimmungswerte noch bei 59 (Soloselbständige) bzw. 66 Prozent (Kleinstunternehmen). Der Aussage „Ich wünsche mir noch strengere Maßnahmen, um die Pandemie zu bekämpfen“ stimmen 55 Prozent der Soloselbständigen und 54 Prozent der Kleinstunternehmen zu.

Nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent der Soloselbständigen und 29 Prozent der Kleinstunternehmen) stimmt der Aussage zu, dass die Impfkampagne bisher erfolgreich ist. Die Befragten sind auch hier für strengere Maßnahmen: Sowohl die Abschaffung der Lohnfortzahlungen für Ungeimpfte in Quarantäne und Abfrage des Impfstatus durch den Arbeitgeber befürworten jeweils etwa zwei Drittel der Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen.

Die Online-Befragung wurde im November 2021 unter 507 Soloselbständigen und 305 Kleinstunternehmen im Auftrag der SCHUFA von Nordlight Research durchgeführt.

 

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