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Pressemitteilung

Fakten aus erster Hand

SCHUFA CheckNow erweitert Möglichkeiten der Bonitätsprüfung durch Kontodatenanalyse im Auftrag des Verbrauchers

Mobilfunkvertrag, auch wenn herkömmliche Bonitätsinformationen nicht ausreichend sind // Risikoprüfung per Kontocheck // Volle Datenkontrolle des Verbrauchers

Wiesbaden, 16. November 2020 – Die SCHUFA bietet Unternehmen im Rahmen einer ersten Testphase jetzt erweiterte Optionen der Bonitätsprüfung an. Die SCHUFA CheckNow genannte Lösung basiert auf einer mit dem Kunden vereinbarten Analyse seiner Kontoinformationen. Damit können Unternehmen – wie beispielsweise Telekommunikationsanbieter – Kunden, denen sie nach herkömmlicher Risikoprüfung keinen Vertragsabschluss ermöglichen würden, nun eine Möglichkeit offerieren, um eventuell doch noch einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen zu können.

Die freiwillige Analyse der Kontoinformationen ist für Verbraucher kostenlos und erfolgt durch die SCHUFA. Hierzu muss der Kunde explizit einen Auftrag erteilen. Den vom Kunden beauftragten Einblick in das von ihm bei der Bestellung angegebene Konto nimmt ausschließlich die BaFin-lizensierte finAPI GmbH auf Basis einer gesonderten Zustimmung vor und übermittelt die Informationen an die SCHUFA. Die finAPI GmbH ist ein Tochterunternehmen der SCHUFA Holding AG.

Im weiteren Prozess analysiert die SCHUFA die bonitätsrelevanten Daten und übermittelt anschließend ausschließlich das Ergebnis an das Unternehmen. Auf dieser Basis kann das Unternehmen erneut prüfen, ob es nun doch einen Vertragsabschluss gewähren kann. Zu keiner Zeit erhält das Unternehmen selbst die Kontoinformationen wie z.B. Buchungen oder einzelne Kontostände.

Der Vorteil des SCHUFA CheckNow-Verfahrens: Durch die Analyse von Kontoinformationsdaten können im Rahmen dieser zusätzlichen Bonitätsprüfung nun auch Informationen berücksichtigt werden, die bisher Dritten außerhalb des kontoführenden Institutes für eine Kreditrisiko- und Bonitätsbewertung nicht zur Verfügung standen.

Die PSD2 Richtlinie macht’s möglich

Das neue Angebot der SCHUFA basiert auf den Neuerungen der zweiten EU-Zahlungsdiensterichtlinie, kurz PSD2. Sie soll den Zahlungsverkehr in der EU für Verbraucher bequemer und sicherer machen und zugleich den Wettbewerb fördern. Ein wesentliches Ziel der Richtlinie ist, dass der Kontoinhaber selbst darüber entscheiden kann, wer Zugriff auf die Kontodaten haben soll. Der Einblick von anderen Unternehmen über das kontoführende Kreditinstitut hinaus (sogen. Drittunternehmen) ist explizit gewollt.

Verbraucher sollen dadurch in den Genuss mehrwertiger Services und Angebote kommen, die sie bisher nicht wahrnehmen konnten. Zu solchen Angeboten zählen zum Beispiel die digitale Erstellung einer Haushaltsrechnung, die Nutzung anderer Zahlungsdienstleister, die Verwaltung von mehreren Bankkonten bei Drittanbietern oder eben eine zusätzliche Bonitätsbewertung.

Transparent und verbraucherfreundlich

Die Grundlage des SCHUFA CheckNow-Verfahren ist Vertrauen zwischen Kunden, Unternehmen und dem Informationsdienstleister. Für die Akzeptanz sind transparente, verbraucherfreundliche und sichere Prozesse nötig. Diese zu optimieren steht im Fokus der aktuellen Markttests, an dem sich auch weitere interessierte Unternehmen noch beteiligen können.

Nach erfolgreichem Abschluss der Testphase plant die SCHUFA das Verfahren allen Unternehmen zur Verfügung zu stellen, die Ihr Leistungsangebot einem erweiterten Kreis von Verbrauchern öffnen wollen.

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