SCHUFA RISIKO- UND KREDIT-KOMPASS AKTUELL

Auswertungen zum Kreditverhalten von Unternehmen und Privatpersonen infolge der Corona-Krise

Auf dieser Seite stellen wir mit unserem Corona-Dashboard regelmäßig zentrale Kennzahlen zum Kreditverhalten von Unternehmen und Privatpersonen in der Corona-Krise zur Verfügung. Diese basieren auf Analysen des SCHUFA-Datenbestands. Durch einen Vergleich zu den Daten der Vorjahre lassen sich Rückschlüsse über die Auswirkungen der Corona-Krise für Verbraucher und Unternehmen ziehen. Ergänzt werden diese durch aktuelle Befragungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie von Soloselbständigen und Kleinstunternehmen.

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Verschuldung und Zahlungsstörungen im regionalen Vergleich (Analyse des Jahres 2020)

Der Süden Deutschlands steht besonders gut da

Unsere interaktive Deutschlandkarte bietet einen Überblick über die Verschuldung und Zahlungsstörungen im regionalen Vergleich.

Anteil der mindestens 18-jährigen Personen, zu denen die SCHUFA 2020 ein hartes oder weiches Negativmerkmal gespeichert hatte.

Anteil der mindestens 18-jährigen Personen, zu denen die SCHUFA 2020 nur weiche Negativmerkmale gespeichert hatte.

Anteil der mindestens 18-jährigen Personen, zu denen die SCHUFA 2020 (mindestens) ein hartes Negativmerkmal gespeichert hatte.

Darstellung des Privatverschuldungsindexes (PVI) für das Jahr 2020.

Anteil vertragsgemäß bedienter Ratenkredite an allen Ratenkrediten 2020.

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Leaflet | © GeoBasis-DE / BKG 2020 | SCHUFA Holding AG.

Verbraucherbefragungen (Stand: Juni 2021)

„Die Grundstimmung hat sich verbessert: Die Menschen sind wieder in Kauflaune. Das ist eine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft“, erklärt Dr. Ole Schröder, Vorstandsmitglied der SCHUFA Holding AG. „Diese Tendenz erkennen wir auch in unserem eigenen Datenbestand: Die Zahl der neu abgeschlossenen Kreditverträge ist seit April gestiegen.“

Von 28 Prozent auf 32 Prozent gestiegen ist der Anteil der Personen, die befürchten, dass sie in den kommenden sechs Monaten bestehende Kreditverpflichtungen anpassen müssen. Zwar haben nur sieben Prozent der Befragten angegeben, wegen der Auswirkungen der Pandemie einen Kredit aufgenommen zu haben, aber gerade von dieser Gruppe äußern 50 Prozent Bedenken, das Darlehen – wie geplant – zurückzahlen zu können. Im Februar waren es 32 Prozent.

„Trotz ansteigendem Optimismus sehen wir, dass sich bei einigen Menschen die finanziellen Schwierigkeiten noch einmal verschärft haben. Positiv stimmt, dass 58 Prozent der Befragten darauf vertrauen, dass Ihnen ihre Bank entgegenkommen würde, falls Anpassungsbedarf bei Kreditverpflichtungen besteht. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch im Februar, “ erklärt Dr. Ole Schröder. „Insgesamt sehen wir in unserem Datenbestand keinen Anstieg von Zahlungsstörungen.“

Unternehmerbefragung (Stand: Juli 2021)

Die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation vor allem bei den Soloselbständigen ist von 40 auf 53 Prozent stark gestiegen. Auch die Umsatzerwartungen sind wesentlich optimistischer als noch zu Beginn des Jahres. Von den Soloselbständigen erwarten 34 Prozent höhere Umsätze gegenüber 2020. Im März waren es nur 28 Prozent. Bei den Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehen sogar 45 Prozent der Befragten von mehr Umsatz gegenüber dem Vorjahr aus. Vor drei Monaten waren es erst 24 Prozent.

„Diese Ergebnisse spiegeln die allgemeine wirtschaftliche Stimmung wieder“, erklärt Ole Schröder, Vorstandsmitglied der SCHUFA Holding AG. „Vor allem ist erfreulich, dass im zweiten Quartal 29 Prozent der Kleinstunternehmen ihre Zukunft als "sehr sicher" eingeschätzt haben. Das sind 10 Prozentpunkte mehr als noch im März. Und auch die Auftragslage hat sich verbessert: Der Anteil der Soloselbständigen, die deutlich weniger zu tun haben als vor der Pandemie fiel von 33 Prozent auf 23 Prozent.“

Die Zufriedenheit mit der Pandemie-Bekämpfung der Bundesregierung ist in beiden Gruppen gestiegen: Von 58 auf 59 Prozent bei den Soloselbständigen und sogar von 54 Prozent auf 66 Prozent bei den Kleinstunternehmen. Allerdings ist der Wunsch nach zusätzlichen Lockerungen ebenfalls größer geworden: 61 Prozent der Soloselbständigen (März: 56 Prozent) und 68 Prozent der Kleinstunternehmen (März: 58 Prozent) wünschen sich weitere Erleichterungen bei den Corona-Maßnahmen.

Die Online-Befragung wurde im Juni unter 507 Soloselbständigen und 305 Kleinstunternehmen durchgeführt.